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Jan Tschernoster startet ins WM-Abenteuer

Radsport: Weltmeisterschaft

Seit Samstag ist der Werner Radsportler Jan Tschernoster mit seinen beiden Mitstreitern im Einzelzeitfahren aus dem deutschen Kader zusammen. Donnerstag geht es in den Flieger nach Spanien und zur Radsport-Weltmeisterschaft nach Ponferrada.

WERNE

, 17.09.2014
Jan Tschernoster startet ins WM-Abenteuer

Jan Tschernoster (l.) geht bei den Weltmeisterschaften bei den Junioren an den Start.

Tschernoster und seine Kameraden schlafen in einem Dreierzimmer im Hotel in Maischingen, einem Ortsteil von Sindelfingen. Lagerkoller kommt bei Jan Tschernoster, Sven Reutter (Wendelsheim) und Lennard Kämna (Cottbus), die Deutschland bei der Radsport-WM vertreten, aber nicht auf. Seit Samstag bereiten sie sich zusammen auf die WM im spanischen Ponferrada vor. Im Einzelzeitfahren der Junioren gehen sie am kommenden Dienstag, 23. September, an den Start. Nervös ist Tschernoster noch nicht: "Dafür ist es noch zu weit weg. Im Moment will ich mich einfach nur in eine gute Verfassung bringen."100 Kilometer am Tag In Maichingen arbeiten die drei Radsportler zusammen mit Bundestrainer Wolfgang Ruser daran, am Dienstag topfit zu sein. "Wir machen im Moment viel Motortraining. Das heißt, dass der Bundestrainer im Auto vorweg fährt und wir bleiben als Gruppe an ihm dran", erklärt Tschernoster. Drei Stunden sitzt er täglich im Sattel, ungefähr 100 Kilometer absolviert er mit seinem Rad. Von der Ernährung her musste er sich nicht sonderlich umstellen. "Zum Frühstück gibt's Müsli und Brötchen, mittags dann Obst mit Quark und abends gehen wir italienisch essen. Da sind Kohlenhydrate wichtig." Der 18-Jährige weiß selbst am besten, was sein Körper braucht. Großartig verzichten muss er nicht: "Ein Stück Schokolade ist immer drin. Wer täglich drei Stunden Rad fährt, hat keine Figurprobleme." Wenn Tschernoster nicht auf dem Rad ist, entspannt er. "Wir haben hier einen Physiotherapeuten, der uns massiert. Ansonsten essen wir, liegen rum und schauen fern."Bis zum Ende dabei Am vergangenen Samstag war Tschernoster noch auf der Bahn. Beim Abschlussrennen der U 23-Bundesliga nahm er - außerhalb der Wertung - teil. "Ich war zufrieden. Wäre ich in der Wertung gewesen, hätte ich Platz 14 erreicht", so Tschernoster. Am Dienstag starten fast 140 Fahrer aus der ganzen Welt in Ponferrada. Wo Tschernoster landet, kann er nicht abschätzen: "Die Fahrer aus Europa kenne ich ja schon ein bisschen. Aber was da noch so kommt, kann ich nicht sagen." Er wolle das Rennen genießen und das Beste aus sich rausholen. In Ponferrada wollen er und seine beiden Teamkollegen sich die 29,7 Kilometer lange Strecke genau anschauen. Und mindestens einmal fahren. Schon jetzt weiß Tschernoster: "Die ersten 25 Kilometer sind flach, am Ende gibt es noch eine Welle."

Sein Rennen wird sein persönlicher Höhepunkt, Tschernoster freut sich aber auch auf die anderen Veranstaltungen in der Woche der Radsport-WM. Die Stimmung, die Rennen und die Attraktionen abseits der Strecke kann er bis zum Ende aufsaugen. Das sportliche Highlight wird das Straßenrennen der Männer sein, wo der deutsche Tony Martin seinen vierten Titel in Serie holen will. "Der Martin ist schon extrem stark. Wie der es in den letzten Jahren geschafft hat, immer auf den Punkt genau fit zu sein ist beeindruckend", sagt Tschernoster. Am Dienstag muss er es selbst sein.

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