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Jana Wargers bleibt im S-Springen in Ehringhausen hauchdünn vorn

Reiten: Ehringhausen

Mit einem spannenden Finale und einer anspruchsvollen Ein-Sterne-S-Prüfung geht das Ehringhauser Turnier zu Ende. Im Stechen setzt sich Jana Wargers aus Greven durch. Und zwar hauchdünn.

Werne

, 26.08.2018
Jana Wargers bleibt im S-Springen in Ehringhausen hauchdünn vorn

In einem spannenden Stechen setzte sich Jana Wargers mit Cassia Pleasure in der Ein-Sterne-S-Prüfung durch. Der Triumph der 26-Jährigen aus Greven im Moormann-Preis war der Abschluss eines gelungenen Sommerturniers in Ehringhausen. © Andrea Wellerdiek


Lange musste sie zittern, aber am Ende durfte sie doch jubeln: Jana Wargers vom RFV Greven holt mit Cassia Pleasure den Sieg im Moormann-Preis. Die 26-Jährige hatte im Stechen im Ein-Sterne-S-Springen eine Nasenspitze vorn, oder besser gesagt eine Pferdemähnenspitze.

Bei der Münsterländerin stoppte die Uhr nach ihrem fehlerfreien Ritt bei 38,14 Sekunden. Die Zweitplatzierte Lara Weber (RV Fritz Sümmermann Fröndenberg), die sich gar zwei Mal für das Stechen qualifiziert hatte, benötigte mit Sleipnir 45 nur vier hundertstel mehr – 38,18 Sekunden. Lediglich Alina-Noel Potthoff vom ZRFV Bösensell blieb als Dritte noch fehlerfrei. Oliver Schaal wurde als Fünfter mit vier Fehlerpunkten bester Starter vom heimischen RV St. Georg Werne. Insgesamt hatten sich nur 8 der insgesamt 46 Paare für das Stechen qualifiziert.

Denn der 440 Meter lange Parcours hatte es in sich. Vor allem die Dreifachkombination bereitete Schwierigkeiten. So mussten die Zuschauer auf der Anlage an der Südkirchener Straße lange auf den ersten fehlerfreien Ritt warten. Erst die zwölfte Starterin im Rund, Katharina Böhnke vom RV St. Georg Werne, blieb auf Quality Places ohne Abwurf.

„Zugabe“ rief gleich ein Zuschauer. Vereinskollege Oliver Schaal auf Calvin erfüllte kurz darauf diesen Wunsch. Er benötigte 80,18 Sekunden im ersten Durchlauf. Damit hielt er auch die maximale Zeit von 85 Sekunden ein. Zunächst hatten die Juroren 74 Sekunden vorgegeben. Doch gleich nach den ersten drei Startern wurde die Zeit nach oben korrigiert – auch ein Zeichen für den Schwierigkeitsgrad dieser Prüfung.

Jana Wargers bleibt im S-Springen in Ehringhausen hauchdünn vorn

Lokalmatador Stephan Schwert ließ sich als Siebter vom Publikum feiern. © Andrea Wellerdiek

Nach der späteren Siegerin Jana Wagers qualifizierte sich auch Lokalmatador Stephan Schwert (RV St. Georg Werne) mit Clark Gable für die zweite Runde. Nach seinem souveränen Auftritt mit dem elfjährigen Westfalen war der Jubel bei den Zuschauern, die bei bestem Turnierwetter die erstklassige Prüfung verfolgten, groß. Es sollte aber bei dem Werner Trio im Stechen bleiben.

Denn sowohl Stephan Naber mit Cörby als auch Lutz Gripshöver mit Quidam verpassten mit jeweils vier Fehlerpunkten das Finale. Besser machten es Bo Chiara Gröning mit Cocolino (ZRFV Lützow Selm-Bork-Olfen) und Alina-Noel Potthoff mit Cashmir’s kleiner Prinz (ZRFV Bösensell). Im Finale setzte sich schließlich Jana Wargers aus Greven durch. Mit Cassia Pleasure war sie nicht nur fehlerfrei, sondern auch ausgesprochen flott unterwegs. Am Ende fand die 26-Jährige, die bei der Siegerehrung gar nicht mehr aufhörte zu strahlen, vor allem lobende Worte für ihre Stute: „Ich bin sehr stolz auf sie. Sie ist noch nicht so viele Turniere gegangen.

Für diesen anspruchsvollen Parcours hat sie das sehr gut gemacht.“

Während viele Starter vor diesem Duo Probleme an der Dreifachkombination hatten, blieb Cassia Pleasure ganz cool. Und die Reiterin hoch konzentriert. Einen starken Eindruck hinterließ auch Lara Weber. Die 21-Jährige vom RV Fritz Sümmermann Fröndenberg kam gleich mit zwei Pferden ins Stechen und belegte in dem gut besetzten Finale den zweiten und vierten Rang. Und für den Sieg fehlten mit dem neunjährigen Sleipnir nur vier hundertstel Sekunden.

Jana Wargers bleibt im S-Springen in Ehringhausen hauchdünn vorn

Einen starken Eindruck machte Lara Weber. Sie konnte sich gleich mit zwei Pferden für das Stechen qualifizieren. Am Ende holte sie mit Sleipnir den zweiten und mit Gina den vierten Platz. © Andrea Wellerdiek

Deutlicher setzte sich Stephan Naber vom RV St. Georg Werne hingegen in der Zwei-Sterne-M-Prüfung durch. Mit Cörby holte er sich in 54,16 Sekunden in der ersten Abteilung den Sieg im Preis der Sparkasse, Sonderpreis der Brennerei Glitz-Ehringhausen. Zweiter wurde Alexander Potthoff vom ZRFV Bösensell mit Spike. In der zweiten Abteilung holte sich Dennis Lilienbecker mit Luz (RFV Warendorf) den Sieg. Julia Gorski mit Vinci d‘Arsouilles (RFV Alt Marl) wurde Zweite.

Die Werner Anna Kempfer (mit Can Corde), Bernd Jun. Stöver (mit Cara) und Stephan Naber (mit Sympatico) belegten Rang fünf bis sieben.

In der Mannschaftswertung, einem Ein-Sterne-M-Springen, freuten sich „Vier Engel für Josef“ über den Sieg. Mit ihren Mitstreiterinnen Alicia Seethaler, Alina-Noel Potthoff und Silke Hönig setzte sich Anna Kempfer vom RFV St. Georg Werne (mit Can Corde) im Duell mit acht Teams durch.

Als gute Gastgeber präsentierten sich hingegen ihre Vereinskollegen Jolina Lichtenberg, Laura Marlen Möllenhoff, Saskia Völkel und Hendrik Schulze Kersting, die den angereisten Teams allesamt den Vortritt ließen. Ein gelungenes Sommerturnier war es dennoch für den hiesigen Reitverein.

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