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Joachim Mrowiec fehlt dem FC Nordkirchen gegen den BV Brambauer

Fußball-Bezirksliga

Der beste Saisonstart seit acht Jahren löst beim FC Nordkirchen noch keine Euphorie aus. Jetzt fiebert Nordkirchen dem ersten Topspiel der Saison entgegen – Sonntag gegen den BV Brambauer.

Nordkirchen

, 27.08.2018
Joachim Mrowiec fehlt dem FC Nordkirchen gegen den BV Brambauer

Joachim Mrowiec (l.) verletzte sich wieder einmal am Außenband im Sprunggelenk. Goran Miletic verarztete den Stürmer nach dessen Ausscheiden. © Sebastian Reith

Wer Spitzenreiter-Gesänge erwartet hatte, wurde nach dem 4:1-Sieg des FC Nordkirchen über den FC Roj in der Fußball-Bezirksliga enttäuscht. Die ganz große Euphorie ist bei den Nordkirchenern trotz der Tabellenführung und dem besten Saisonstart seit 2011 also noch nicht ausgebrochen. Nach Spielschluss folgte das obligatorische Abklatschen. Am Schloss ist man selbst auch noch etwas überrascht, wie gut die Neuzugänge eingeschlagen haben und wie gut das System auf Anhieb funktioniert.

Dass der FC Nordkirchen in der Saison 2011/12 Tabellendritter wurde, das lässt auch in diesem Jahr auf eine gute Platzierung hoffen. Der FC Nordkirchen könnte diesmal noch einen draufsetzen und für den besten Saisonstart aller Zeiten sorgen. Denn damals setzte es am vierten Spieltag gegen den späteren Tabellenzweiten SV Brackel eine 0:4-Klatsche. Auch Nordkirchen steht vor so einem Topspiel am vierten Spieltag. Der BV Brambauer kommt Sonntag (15 Uhr, Am Schloßpark, Nordkirchen). Wer dabei sicher fehlt, ist Joachim Mrowiec.

Joachim Mrowiec bleibt vor Schmerzen liegen

Nach einem Foul im Strafraum an ihm – Fricke verwandelte den fälligen Strafstoß sicher – musste der Stürmer des FC Nordkirchen minutenlang gehandelt werden. Physiotherapeut Goran Miletic kühlte und bandagierte das Sprunggelenk. Als Mrowiec gegen Ende des Spiels von der Bank in Richtung Kabine humpelte, sah man die eiförmige Schwellung im Bereich der Außenbänder. „Er hat einen richtig dicken Fuß“, sagte auch Trainer Issam Jaber nach Spielschluss.

Joachim Mrowiec fehlt dem FC Nordkirchen gegen den BV Brambauer

Joachim Mrowiec erhält eine Bandage. © Sebastian Reith

Aber Mrowiec hätte ohnehin planmäßig gegen Brambauer gefehlt. Freitag hatte der Stürmer geheiratet, jetzt geht es in die zehntägigen Flitterwochen. Eigentlich wollte das frisch vermählte Paar auf Teneriffa wandern gehen. „Meine Frau war nicht so begeistert. Aber sie sagte, dass es ja irgendwie zu mir passt“, sagte Mrowiec Montagvormittag, als er schon am Flughafen saß. „Es ist ein bisschen dick geworden. Aber mit dem Sprunggelenk hatte ich schon öfter Probleme“, so Mrowiec. Er rechnet damit, dass er gegen Lüdinghausen in zwei Wochen schon wieder auflaufen kann.

Dominick Lünemann soll spielen können

Der andere Nordkirchener, der mit einer Blessur vorzeitig vom Feld musste, war Dominick Lünemann. Trotz Oberschenkel-Verband gab Jaber schnell Entwarnung für seinen schnellen Außenspieler, der über rechts kommt. „Es sind muskuläre Probleme. Wir werden ihn in der Woche schonen, ihn zum Physio schicken, Stabi-Programme machen lassen und nicht großartig belasten. Dann sollte es für das Wochenende reichen“, so Jaber. Daher dürfte Mrowiec der einzige Spieler sein, den Jaber am Sonntag gegen Brambauer ersetzen muss.

Aus dem Spiel heraus kassierte der BV Brambauer, Mitfavorit auf den Aufstieg, noch keinen Gegentreffer in dieser Saison. Nur beim 1:1 gegen den Dorstfelder SC musste Torwart Jörg Lemke, der vorerst gesetzt scheint, hinter sich greifen – das Tor fiel allerdings durch einen Elfmeter.

Brambauers Defensive steht bombenfest

Die Stabilität der Brambaueraner Defensive überrascht bis dato. Für ein Spitzenteam kassierte der BV in der vergangenen Saison zu viele Gegentreffer (52). In der Vorbereitung zeigte sich nur wenig Besserung, zurecht hatte Trainer Jascha Keller vor dem Saisonstart noch Sorgenfalten auf der Stirn. Zwar wurde das Rückzugsverhalten der gesamten Mannschaft besser, einfache individuelle Fehler leistete sich der BV aber dennoch zu häufig.

Diese sind mit dem Saisonstart zwar nicht komplett Geschichte, treten aber nicht mehr in der Häufigkeit auf. „In der Vorbereitung mussten wir uns noch ein bisschen finden, gerade auch in der neuformierten Viererkette. Jetzt stehen wir deutlich kompakter“, sagt etwa Innenverteidiger Patrick Voll, der im Sommer von Union Lüdinghausen kam und mit Timo Kollakowski wohl die Stamm-Innenverteidigung bilden wird. Er sagt: „Es ist nicht nur die Viererkette, die defensiv stehen muss, sondern es müssen alle elf Spieler hinterm Ball sein und gut gegen den Ball verteidigen. Das machen wir mittlerweile besser.“

Nordkirchens Auftritte waren zu Hause bisher stärker als auswärts

Das sieht Trainer Jascha Keller ähnlich. „Das hängt, glaube ich, damit zusammen, dass wir konzentrierter im Verbund gegen den Ball arbeiten“, sagt Keller auf die plötzlich verbesserte Defensive angesprochen. „Wir haben da jetzt so ein bisschen die Bedeutung verinnerlicht, hinten sicher zu stehen“, so Keller, für den die Stabilität aus einem Grund besonders wichtig ist: „Wir tragen eigentlich das Gefühl mit uns herum, dass wir immer ein Tor schießen können. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir hinten ordentlich stehen.“

Dass sich Nordkirchen eine eher schwache erste Hälfte wie gegen Roj im ersten Spitzenspiel der Saison gegen Brambauer nicht erlauben darf, ist logisch. „Wir haben mit uns selbst gehadert und sind schwer reingekommen, wie auch schon gegen Wethmar. Auswärts tun wir uns noch etwas schwer, aber nächste Woche ist wieder ein Heimspiel und da bin ich optimistisch“, sagte Torschütze Florian Fricke nach dem Spiel. Vor allem ein Tor nach einer Standardsituation wie gegen Roj will Jaber, der in dieser Saison mit Dreierkette agiert, vermeiden. „Standards haben wir angesprochen, wie wir sie eigentlich verteidigen wollen. Wir haben extra gesagt, dass wir die Mitte zuhalten müssen.“ Gegen Brambauer muss das gelingen.

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