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Joachim Mrowiec trägt Polen im Herzen

Europameisterschaft

In seiner Fußballbrust schlagen zwei Herzen. Müsste Joachim Mrowiec sich allerdings entscheiden, dann braucht der 20-Jährige gar nicht lange zu überlegen: "Polen".

ASCHEBERG/HERBERN

von Von Tina Nitsche

, 14.06.2012
Joachim Mrowiec trägt Polen im Herzen

In seiner Brust schlagen zwei Herzen, aber das polnische überwiegt. Bei den EM-Übertrgungen trägt SVH-Stürmer Joachim Mrowiec somit auch immer das polnische Trikot.

Die Wahl schlägt sich auch in seinem EM-Outfit nieder. "Polska" prangt der Schriftzug unübersehbar in dicken roten Lettern auf dem weißen Trikot. "Deutschlandsachen habe ich gar keine", gibt er grinsend zu. Ein neues Polen-Outfit will er sich allerdings zulegen. „Nach der EM, dann wird es billiger“, lacht der SVH-Stürmer. Das zweite Spiel der Deutschen gegen Holland hat er in ganz neutraler Kleidung geschaut. Nicht allein, sondern mit Mannschaftskollege Fernando Manfredi. Ein Italiener und ein Pole. Und natürlich hat sich bei dieser Begegnung das "deutsche Herz" gemeldet.

Die EM verfolgt "Jockel", wie er von allen genannt wird, ganz genau. Allerdings im heimischen Deutschland. Ende Mai bis Anfang Juni war er in Polen. "Da sah man überall schon die Gesichter der Nationalspieler – die Bilder prägten das Straßenbild ebenso wie unzählige Fanartikel", erzählt er. Sein Vater ist noch dort. "Er hatte Karten für die Gruppe A wo Polen spielt. Leider hat er das Polenspiel nicht sehen können, die Karten wurden ausgelost, so hat er Griechenland gegen Tschechien live mit erlebt." Das nächste Polenspiel am Samstag wird er dann wohl gemeinsam mit der Familie schauen. So wie Joachim auch. "Da guckt ja keiner von den anderen mit, also gucke ich die Spiele immer mit meiner Familie."

Die Partie Deutschland gegen Dänemark schaut er am Sonntag mit seinen SVH-Kameraden in Herbern an. "3:1 für Deutschland", lautet sein Tipp. Das er dann als erklärter Polenfan unter Deutschen ist, damit hat er kein Problem. "Das wissen alle und ich steh dazu." Und das, obwohl er der erste der Familie ist, der hier in Deutschland geboren ist, wie er verrät: "Meine Eltern waren gerade von Polen nach Oelde gekommen und da kam ich", grinst er und fügt hinzu: "Ein bisschen früher als geplant."

Er zupft an seinem Polen-Trikot. "Deutschland gegen Polen wäre mein Traumfinale, aber die Realität sieht wohl anders aus. Da tippe ich eher Frankreich gegen Deutschland." Ganz klar ist für ihn, dass die Polen am Samstag gewinnen müssen, um weiterzukommen. "Zwei Mal unentschieden, da muss ein Sieg her." Langsam seien sie gestartet. „Aber jetzt können sie Gas geben“, baut er da ganz auf sein Idol Robert Lewandowsi. "Die Dortmunder, die machen da das ganze Spiel", freut er sich. Wer sein Idol bei den Deutschen ist? "Gomez, der läuft wenig und trifft immer", grinst Mrowiec.