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Kaum Hoffnung auf Kunstrasen

SCHWERTE Die Kunstrasenpläne der SG Eintracht Ergste haben in absehbarer Zeit kaum Chancen auf eine Realisierung.

Kaum Hoffnung auf Kunstrasen

Es wurde angeregt diskutiert.

Diesen Eindruck musste man nach dem Informationsabend gewinnen, zu dem Ergster ins St.-Monika-Gemeindehaus eingeladen hatten.

SGE-Vorsitzender Klaus Niemann konnte den Sportdezernenten Hans-Georg Winkler sowie Vertreter aller Ratsfraktionen begrüßen. Mit Moderator Klaus Frye und den Vereinsvorstandsmitgliedern saßen ein knappes Dutzend "wichtiger Leute" (Originalton Niemann) auf dem Podium.

Niemann brachte zunächst die gut hundert Anwesenden auf den Stand der Dinge und begründete das bisherige Vorgehen der Vereinsführung. Neben dem Überschreiten der Kapazitätsgrenze ("Die Auslastung unseres Sportplatzes liegt bei 130 Prozent") wucherte mit dem Pfund, dass der Platz außerhalb jeder Bebauung liege und deshalb keine Lärmbelästigung und Anwohnerbeschwerden zu befürchten seien.

Politiker in der Pflicht

Niemann nahm die Parteienvertreter in die Pflicht: "Politik hat nicht die Aufgabe zu sagen, was nicht geht, sondern Politik hat die Aufgabe, Lösungen zu finden."

Doch wer mit dem Glauben gekommen war, eine Investition nach den Ergster Wünschen stehe kurz bevor, dem raubte Hans-Georg Winkler schnell jegliche Illusionen. Im hochverschuldeten Schwerte herrscht das Diktat des Rotstiftes. Winkler nahm kein Blatt vor den Mund.

Es sei schlichtweg kein Geld vorhanden, um etwas zu investieren, sagte er und wies auf das gar nicht mal unrealistische Szenario hin, dass der eingebrachte Doppelhaushaltsentwurf 2008/09 von der Aufsichtsbehörde nicht genehmigt wird. "Und dann haben wir einen Notstandhaushalt. Dann sind überhaupt gar keine Investionen mehr möglich - in keinem Bereich."

Keine Mutmacher

Auch die Parteienvertreter avancierten nicht gerade zu Mutmachern der SG Eintracht. So wies Dagmar Berg (SPD) zum Beispiel auf das beschlossene Sportstättenkonzept hin: "Vorrangig ist es, die Bespielbarkeit der Plätze zu erreichen, die abgängig sind" erläuterte Berg. Weil das Waldstadion aber erst 2003 an der Reihe gewesen sei, steht es in der aktuellen Prioritätenliste ziemlich weit hinten.

Ein Gutachten weise für den Ergster Platz sogar eine Bespielbarkeit bis 2015 aus, so Berg weiter. Gegrummel und höhnisches Gelächter unter den Zuhörern - das war ganz sicher nicht das, was sie hören wollten.

So gab es nach zweistündiger Diskussion kein konkretes Ergebnis festzuhalten - was aber wohl auch nicht zu erwarten war. Klaus Niemanns Erkenntnis war so etwas wie das Fazit des Abends: Mit traditionellen Überlegungen und Methoden bekomme man den Sportplatz nicht so hin, wie man ihn haben möchte, meinte er, klang dabei aber keineswegs deprimiert. Der Vereinsvorsitzende schloss die Versammlung mit dem vielsagenden Satz: "Es gibt immer eine Lösung - die Frage ist nur, wie sie aussieht."

  

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