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Klaus Pritz - Leben zwischen Profi-Fußball und Tennisplatz

Sportlerporträt

LÜNEN Je weiter das Alter fortschreitet, desto kleiner werden die Bälle. Klaus Pritz hatte und hat mit jeder Größe Erfolg. Der Lüner Fußballer und Tennisspieler feiert am Donnerstag (12. August) seinen 70. Geburtstag. Dabei blickt er auf seine Profizeit als Kicker und seinem Spaß am Tennis zurück. Ein Porträt.

10.08.2010
Klaus Pritz - Leben zwischen Profi-Fußball und Tennisplatz

So lange die Beine noch mitmachen, will Klaus Pritz sich noch in Gahmen mit Tennis fit halten.

Auch dort war er professionell - bis heute über 20 Jahre lang nicht nur als Spieler, sondern als Platzwart der TG Gahmen an der Kaubrügge. Allein das ist schon im Tennis ein seltenes Jubiläum. Geboren am 12. August 1940 in Lünen-Süd reiht er sich als waschechter Junge der Stadt in die Reihe der Bekannten Lüner Fußball-Größen um Timo Konietzka und Co ein. t sieben Jahren zog er beim benachbarten SuS Derne auf dem Platz am Plümmersort die Fußballstiefel erstmals an, fühlte sich im Mittelfeld und noch mehr im Sturm wohl.Vertragsamateur unter Max Merkel Nach dem Wechsel nach Dorstfeld wurde Borussia Dortmund auf ihn aufmerksam. Unter Max Merkel, dessen erste Trainerstation Dortmund war, wurde er Vertragsamateur. In vier Spielen schoss er in der Oberliga-Saison 60/61 für die Dortmunder ein Tor. Beim Endspiel um die Deutsche Meisterschaft - 0:3 in Nürnberg - war er nicht dabei. Dennoch bleiben viele Erinnerungen wach aus Training und Spiel mit BVB-Legenden Lothar Emmerich, Heinz Kwiatkowski, Aki Schmidt, Hoppy Kurrat und Konietzka. "Emma Links-, ich Rechtsaußen. Vorlage Emma, ich köpfe das 2:0 gegen Westfalia Herne", erinnert er sich mit leuchtenden Augen an die Zeit um die 1960er Jahre zurück. Strahlend bleibt das Gesicht, wenn er vom Duell um die Torschützenkrone mit dem Siegener und späteren Gerhard Neuser spricht. Mit 23:24 ging es ganz knapp aus. Mit dem BVB machte er ein Freundschaftsspiel gegen Real Madrid - jene geniale Mannschaft, die 1960 in Glasgow mit Francisco Gento und Ferenc Puskás den Europapokal der Landesmeister gegen Frankfurt mit 7:3 gewann.Erster Auftritt beim Lüner SV 1963 Eher nachdenklich wird der Mann, wenn er von seinem ersten Auftritt beim Lüner SV spricht. Dieser war 1963 erstmals in die Regionalliga aufgestiegen. Vorständler Josef Diemers hatte ihn damals in die Kampfbahn Schwansbell gelockt. Im ersten Heimspiel, verschoss er beim 1:3 gegen Arminia Bielefeld einen Elfmeter. Es folgten nur noch sieben Einsätze und ein Tor, das 3:0 beim 3:0 gegen den Duisburger SV. Weiter ging es für Pritz dann zum damaligen DSC 95 nach Dortmund und später eine erfreulichere Rückkehr zum Lüner SV. Pritz: "Beliebt waren meine Freistöße," hört er immer noch die Fans "Klausi, Klausi" rufen.Schluss als Platzwart Dem Fußball folgte Tennis. Mit 50 Jahren war beruflich im Bergbau Schluss. Vor zwei Jahren mit Tennis als Mannschaftssport. Jetzt steht auf der Tennisanlage auch der Abschied als Platzwart an.  Zuvor werden am Samstag (14. August) im Haus Lange bei der Geburtstagsfeier viele Erinnerungen mit vielen alten Bekannten ausgetauscht. Mit dabei wird natürlich auch Hoppy Kurrat sein. "Ich habe so viel mitgemacht. Ich kann mich nicht beklagen," blickt Geburtstagskind Pritz schon heute positiv auf seine Lebensjahrzehnte zurück.

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