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Das Sportporträt

Krüger geht in den Unruhestand

DORSTEN Ehrenamt und Beruf immer gut zu koordinieren ist ihm stets gelungen. Und das war sicher nicht immer einfach für Franz Krüger, der nun mehr Zeit für sein Hobby hat. Der Hauptkomissar und Leiter der Polizeiwache Marl ist seit dem 1. Juni Pensionär.

Krüger geht in den Unruhestand

Als Mittelstreckler lief Franz Krüger seine Rennen gerne von vorn, als Polizist (kl. Foto) heftete er sich an die Fersen seiner »Kunden«.

In Dorstens Leichtathletik-Szene ist der sympathische und nun ehemalige Polizeibeamte eine feste Größe. Zunächst als Aktiver, später als Vorsitzender des Dorstener LC. 1961 trat er dem Verein als Elfjähriger bei. Schnell hatte sein Trainer Siegfried Landwehr sein Talent für die Mittelstrecke erkannt. Fünf Jahre - von 1964 - 1968 - beherrschte er die Disziplinen 800 m, 1.000 m und 1.500 m als Kreismeister, wurde Westfalenmeister und 1967 als 17-Jähriger als Sportler des Jahres in Dorsten. Die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft schaffte er über 1000 m in 2.35 min. Teilnehmen konnte er aber nicht, da es an der nötigen Betreuung dazu mangelte.

Im Jahre 1968 begann seine Ausbildung für den Polizeiberuf. Dort sicherte er sich in der Gruppe um Manfred Kinder 1969 und 1971 die Landesmeisterschaft über 1500 Meter. Nach seiner Rückkehr aus Wuppertal setzte Krüger 1975 seine Laufbahn bei seinem Stammverein DLC fort, engagierte sich über 30 Jahre als Trainer und übernahm 1980 dazu das Amt des 1. Vorsitzenden, das der bescheidene Sportler heute noch inne hat. Franz Krüger war immer ein Mann der Tat und sprang da ein, wo er gebraucht wurde. Im Fußball- und Leichtathletik-Kreis Recklinghausen übernahm er 2003 von dem aus Altersgründen ausgeschiedenen Ernst Schmelter den Vorsitz der über 40 angeschlossenen Vereine im Kreis-Leichtathletik-Ausschuss. Außerdem war Franz Krüger für die Ausbildung und Sportabzeichenabnahme der Polizeibeamten in Marl zuständig und managte auch die Fußballmannschaft der Marler Wache.

Sein Talent als Mittelstreckler hat auch sein Sohn Karsten geerbt, der als Jugend-Westfalenmeister über 2000 Meter-Hindernis eine gute Karriere vor sich hatte. Ein Kniescheibenbruch beim Sportstudium bedeutete für ihn jedoch das vorzeitige Aus einer hoffnungsvollen Karriere. Sowohl als Vorgesetzter in seinem Beruf als auch in seinen Ehrenämtern erfreute sich der bescheidene Wulfener, übrigens ein Sohn des früheren RN-Fotografen Wolfgang „Bum“ Krüger, stets großer Beliebtheit. Sein großes Engagement war auch nur möglich, weil seine Frau Christel ihn stets unterstützte und seine viele Abwesenheit im Sinne des Sports akzeptierte. Trotz der vielen Termine pflegt Franz Krüger an jedem Sonntagmorgen ein Hobby, dem auch sein Vater oft nachging: Doppelkopf spielt er jeden Sonntagmorgen mit Freunden im Clubheim von Blau-Weiß Wulfen.  

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