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Kuhwiese wird zum Kunstrasen

Platz-Eröffnung in Vinnum

VINNUM. Von der Kuhwiese zum hochmodernen Kunstrasenplatz. Dazwischen liegen 54 Jahre. Mit einem Festakt wurde der neue Kunstrasenplatz in Vinnum nun auch offiziell seiner Bestimmung übergeben. Der hat nun kein Gefälle mehr - ganz anders als vor einigen Jahrzehnten.

VINNUM

von Von Heinz Krampe

, 23.08.2010
Kuhwiese wird zum Kunstrasen

Auf diesen Augenblick hat sich Westfalia-Vorsitzender Kunibert Gerij ( 2.v.l) lange gefreut. Er durfte den Kunstrasenplatz freigeben, beobachtet von Klemens Brömmel, Matthias Gießler, Wilhelm Sendermann und Josef Himmelmann (v.l.).

In seinen Begrüßungsworten zur Eröffnung des Festaktes auf der Terrasse der Sportanlage ließ Westfalia Vinnums Vorsitzender Kunibert Gerij Vereins- und Platzgeschichte Revue passieren. Der Verein wurde 1954 von Hugo Pinnekämper und einigen sportbegeistern Männern gegründet. Zunächst lief der Sportbetrieb unter bescheidenen Verhältnissen. Auf einer Koppel wurden zwei Tore aufgestellt. Nur mit Unterstützung der Nachbarvereine war in den Anfängen ein Spielbetrieb möglich. Am 12. August 1956 erfolgte die offizielle Einweihung des Platzes, der mit einiger Eigenbeteilung geschaffen wurde. Die Angaben des Gefälles differieren von 1,70 bis 2,50 m. 1972 wurde die Fluchtlichtanlage mit Vereinsmitgliedern und Vereinsmitteln errichtet. Im Bereich der Schule kam ein Clubraum dazu, Umkleideräume wurden errichtet und Höhepunkt war 1988 der Bau der eigenen Sporthalle und die Umwandlung von schwarzer auf rote Asche. Und nun das weitere Higtligth mit der Einweihung des Kunstrasenplatzes. 100.000 Euro Eigenbeteilung kommen bei 500.000 Euro Baukosten auf den Verein Westfalia zu. „Wir haben zu keinem Zeitpunkt den Eindruck gehabt, dass Vinnum nicht zu Olfen gehört“, dankte Gerij Bürgermeister Josef Himmelmann, dem Beigeordneten Wilhelm Sendermann und Klemens Brömmel vom Bauamt für die gute Zusammenarbeit. Gerij rechnete aber auch vor, welchen politischen Auftrag die Westfalia durch Übungsleiter und ehrenamtlichen Mitarbeiter erfülle und bezifferte die Höhe mit 42.000 Euro.

„Ich mache mir Sorge um den Klassenverbleib der Westfalia, denn jetzt wird nach Wegfall des Gefälles unter den gleichen Bedingungen gespielt“, befürchtet Bürgermeister Josef Himmelmann und lobte die Arbeit der Baufirma und die Koordinierung mit Klemens Brömmel. Bei den Strukturen hätten betriebwirtschaftliche Dinge nicht im Vordergrund gestanden, aber es gelte das Ehrenamt und die Eigeninitiative zu stärken. „Wenn ich sehe, dass Vereinsmitglieder Unkraut zupfen und Hubert Görlich ein Tor schleppt dann ist das ein gutes Zeichen.“ Hieße es früher, bringt den Platz mal in Ordnung, sei mit der Übergabe der Pflege in Eigenregie eine mustergültige Lösung gefunden. Die Stadt Olfen müsse schuldenfrei bleiben, habe aber auch die Absicht die Vereinsarbeit und das Ehrenamt zu stärken, sagte Josef Himmelmann. Ihre Verbundenheit drückten auch Feuerwehr und Schützen aus. Franz Dortmann wünschte eine weitere Aufwärtsentwicklung und weiter gutes nachbarschaftliches Miteinander. Mit der Durchschneidung des Bandes wurde der neue Kunstrasenplatz seiner Bestimmung übergeben.

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