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Kunstrasen: Interview mit Harald Rose

Neben der Leichtathletik-Abteilung wären die Fußballer der SG Eintracht Ergste diejenigen, die von einer Kunstrasenanlage profitieren würden. Michael Dötsch sprach am Tag nach der Informationsveranstaltung mit Harald Rose (55), dem sportlichen Leiter der Fußballabteilung.

15.11.2007

Herr Rose, wo stand Ihr Stimmungsbarometer, als sie den Saal am Mittwochabend verlassen haben?Rose: Na ja, wir hatten im Vorfeld nicht erwartet, dass uns eine fertige Lösung aufgezeigt wird. Der Sinn dieser Veranstaltung war, das Projekt voranzutreiben und positive Stimmung dafür zu machen. Und vielleicht haben wir ja erreicht, dass man sich in Politik und Verwaltung etwas intensiver damit beschäftigt.

Hatten Sie denn den Eindruck, dass dies im Vorfeld nicht der Fall war?Rose: Ich glaube nicht. Sicher ist über unser Projekt mal gesprochen worden, aber ich glaube nicht, dass man sich so ernsthaft damit auseinander gesetzt hat wie das in unseren Abteilungen der Fall war.

Zumindest seitens der Verwaltung ist das aber vielleicht sogar verständlich. Warum sollte sie sich über Dinge Gedanken machen, für die es noch keinen politischen Auftrag gibt.

Da hört man doch eine gewisse Enttäuschung heraus.Rose: Offensichtlich ist es doch so, dass du als Bürger mit den Tatsachen abgespeist wirst. Es kommt nur die unbefriedigende Antwort, dass kein Geld da ist. Dass in der Politik über mögliche Alternativen zu der herkömmlichen Vorgehensweise nachgedacht wird, ist meines Erachtens Wunschdenken.

So ärgert mich zum Beispiel, dass man nicht über eine gemeinsame Lösung und Finanzierungsmöglichkeit für alle drei betroffenen Wandhofen, Geisecke und Ergste auf Basis des von uns vorgeschlagenen ppp-Modells nachdenkt. Außerdem ist unverständlich, dass die demografische Entwicklung in der Diskussion völlig außen vor geblieben ist.

Ist das Thema Kunstrasen in Ergste damit erledigt?Rose: Nein! Der Informationsabend kann nur ein erstes Anschieben gewesen sein. Klar ist aber auch, dass es unrealistisch ist, so ein Projekt als Verein alleine zu stemmen. Man ist auf die Kommune angewiesen.

Hat der Mittwochabend denn in dieser Hinsicht etwas gebracht?Rose: Es wird sich zeigen, ob die Politik bereit ist, aus der Diskussion etwas mitzunehmen. Dann müsste sie über eigentlich schon beschlossene Projekte - zum Beispiel Sportplatz Villigst - nochmal nachdenken. Wenn das der Fall wäre, hätten wir schon viel erreicht. Wir werden der Politik jedenfalls weiter auf die Füße treten.

  

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