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Fußball

Neue Regeln für den Budenzauber

DORSTEN Winterzeit ist Hallenfußballzeit. Während einem draußen bei Schnee und Eis Frostbeulen blühen, brennt in der Halle traditionell das Parkett. In diesem Jahr kommen auf die Vereine einige Neuerungen in Bezug auf den Budenzauber zu – und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht.

Er kostet zwischen 10 und 30 Euro und sieht auf den ersten Blick wie ein normaler Fußball aus. Doch bei genauerer Betrachtung fällt das größere Gewicht auf, dazu kommt er eine Nummer kleiner daher als sein Feld-Pendant. Oder wie es die Durchführungsbestimmung des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen (FLVW) ausdrückt: Er ist „sprungreduziert“. Die Rede ist vom Futsal-Ball, den man in den kommenden Monaten häufiger zu Gesicht bekommen wird. Denn die zwischen 290 und 440 Gramm schwere Kugel ist für diese Saison verpflichtend in den Bestimmungen verankert, der normale Fuß- oder Softball hat ausgedient. Warum? Ist das sprichwörtliche Leder etwa nicht mehr rund genug? „Der Futsal-Ball legt in der Halle ein ganz anderes Verhalten an den Tag als ein normaler Feld-Ball. Technisch nicht ganz so Begabte können damit besser umgehen“, erklärt der Kreisvorsitzende Hans-Otto Matthey, der weiter ausführt: „Wir wollen schon in der Jugend vorbeugen, dass nicht ganz so starke Fußballer in der Halle ausgegrenzt werden.“

Geht in anderen Ländern der Budenzauber längst mit den neuen Bällen über die Bühne, stößt allein das Wort Futsal in Deutschland immer noch auf Zurückhaltung und Skepsis. Grundsatzdiskussion um die Identität des Hallenfußballs inklusive. Matthey dazu: „Wir sind in dem Punkt im Hintertreffen. Wir wollen den Hallenfußball näher an das Feldspiel rücken, es ist eine tolle Art zu kicken.“ Das neue Spielgerät bleibt nicht die einzige Veränderung, die auf die Fußballer im Winter zukommt. Das Einrollen von der Seitenlinie hat ausgedient, stattdessen wird der Ball per Fuß zurück aufs Spielfeld befördert. Geht das Leder dagegen an die Hallendecke, wird von der Seite anstatt der Mitte fortgesetzt. Das Ende der Fahnenstange ist damit aber noch nicht erreicht, in Zukunft könnte es weitere Modifikationen geben.

Getreu dem Straßenfußballer-Motto „Drei Ecken macht ein Elfmeter“ denken die Verantwortlichen über eine Hallenversion nach, in der fünf Fouls zu einem Strafstoß oder einer Spielerstrafe führen. „Dafür braucht man aber mehr Leute, zum Beispiel einen Foulzähler. Das ist etwas für die Zukunft, über das wir uns Gedanken machen und noch nicht weiter vertiefen müssen“, bemerkt Hans-Otto Matthey. Von Vereinsseite bekommt der Kreisvorsitzende Unterstützung. „Am Niederrhein zum Beispiel wird schon länger mit dem Futsalball gespielt. Auch das neue Einkicken ist eine gute Idee, wenn man sich mal die Einroll-Versuche in der Halle ansieht“, erklärt Peter Diedrich, der mit RW Dorsten seit Jahren in der Halle unterwegs ist und dazu Turniere organisiert.

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