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Neue Spielfeldmarkierungen sorgen auch für taktische Änderungen

Basketball

50 Zentimeter werden in der kommenden Basketball-Saison von entscheidender Bedeutung sein. Der Internationale Basketball-Verband (FIBA) hat einige Änderungen bei den Spielfeldmarkierungen durchgesetzt.

WERNE

von Von Dominik Gumprich

, 12.08.2010

Die Drei-Punkte-Linie zum Beispiel. Der Abstand zum Korb wurde um eben diese 50 Zentimeter verlängert - von 6,25 auf 6,75 Meter.

Für Außenstehende hört sich dies nicht nach besonders viel an. Doch wenn man selbst auf dem Parkett steht und versucht einen etwa fußballgroßen Ball aus dieser Entfernung in einem 45 Zentimeter großen und 3,05 Meter hohem Korb unterzubringen, sind 50 Zentimeter plötzlich verdammt viel."Große" werden wichtiger Für die Profis werde sich vor allem im taktischen Bereich etwas ändern erklärt Jens König, Sportlicher Leiter des TV Werne Basketball. "Die Trefferquote geht herunter und somit steigt die Bedeutung des Rebounds", so König. Deshalb bekomme die Besetzung der großen Spieler unter dem Korb, die den möglichen Fehlwurf auffangen, eine größere Bedeutung.

Eine weitere Regeländerung betrifft das direkte Spiel unter dem Korb. Die FIBA hat dort eine Zone eingerichtet - den so genannten No-Charge-Halbkreis - in dem es kein Offensivfoul mehr gibt. Damit sollen spektakulärere Korbleger und Dunkings möglich gemacht werden, ohne das der Schiedsrichter wegen gefährlichem Spiels auf Foul entscheidet.In Werne wurden die Markierungen bereits gemacht

Die dritte Regeländerung betrifft die Freiwürfe. Die Zone, an der die Spieler auf den Rebound lauern, ist nun rechteckig statt trapezförmig. Für die kommende Saison sind diese Änderung für die Vereine verpflichtend. Daran hängen natürlich für die Vereine und die Kommunen, die die meisten Sporthallen besitzen, erhebliche Kosten. Die alten Spielfeldmarkierungen müssen runter, die neuen drauf. In Werne geschah dies bereits rechtzeitig am 23. Juli, damit sich die Spieler in der Vorbereitung auf die neuen Begebenheiten einstellen können. "Wir sind der Stadt dankbar für die schnelle Umsetzung. Andere Kommunen waren da nicht so flexibel", sagt König, der sich wünscht: "Ich hoffe wir bleiben in Zukunft vor Regeländerung verschont. Vielleicht erst in 20 Jahren wieder."

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