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Basketball

Offensive war Trumpf

WULFEN Der BSV Wulfen arbeitet sich in der 2. Regionalliga 2 allmählich nach vorn. Nach dem 107:96-Erfolg über den GV Waltrop kletterte das Team von Trainerin Marsha Owusu Gyamfi auf Platz sieben. Das Offensivspektakel im Vest-Derby war allerdings nicht nach dem Geschmack der Trainerin.

Offensive war Trumpf

Neuzugang Peter Marcic (l.) lieferte gegen Waltrop ein starkes Debüt im BSV-Trikot. Mit 24 Punkten und einer Dreier-Quote von 83,3 Prozent war er Wulfens Topscorer.lücke

2. Regionalliga 2

BSV Wulfen - GV Waltrop

107:96 (43:45)

Schon nach dem ersten Viertel war aus der einminütigen Ansprache der Wulfener Trainerin an ihr Team immer wieder ein Wort herauszuhören: „Verteidigung!“ Denn die vernachlässigten die Spieler beider Mannschaften am Samstag doch allzu oft. Vielleicht, weil sie sich ihrer offensiven Qualitäten sicher waren? Beide Mannschaften brachten es hier auf beachtliche Werte. Wulfen traf starke 57,1 Prozent seiner Würfe, aus der Zwei-Punkte-Distanz waren es sogar 61,5 Prozent und von jenseits der Drei-Punkte-Linie sehr gute 51,6 Prozent.

Waltrop stand dem kaum nach und Mitte des dritten Viertels geriet die Partie fast zu einem reinen Dreier-Duell. „Da haben sogar mein Waltroper Kollege und ich uns nur angeguckt und mit den Achseln gezuckt“, meinte Marsha Owusu Gyamfi.

Der BSV hatte zu diesem Zeitpunkt die Nase leicht vorn. Dem guten ersten Viertel (24:18) war ein schwacher Start ins Zweite gefolgt, den Waltrop nutzte, um schnell auf 24:30 vorbei zu ziehen und mit einer 45:43-Führung in die Halbzeitpause zu gehen.

Der dritte Durchgang verlief zunächst ausgeglichen, doch ab der 25. Minute konnte Waltrop dann die Wulfener Dreier-Schlagzahl nicht mehr mitgehen. Über 65:61 und 71:61 setzte sich der BSV bis zum Viertelende auf 82:69 ab. Dieser Vorsprung schmolz im Schlussviertel noch einmal auf 82:77 zusammen (33.). Doch als Marcel Gorontzi per Dreier zum 92:83 traf, Waltrops Patrick Abraham im Gegenzug einen Korbleger vergab und danach ein unsportliches Foul gegen die Gäste verhängt wurde, nutzten Peter Marcic und Connell Crossland die Freiwürfe und den anschließenden Angriff zum 96:83 und zur Entscheidung (36.).

Neuzugang Marcic erhielt von Marsha Owusu Gyamfi für seine Offensivleistung ein Lob: „Da hat er uns sehr geholfen.“ Defensiv sah sie aber auch bei ihm noch Nachholbedarf. Auch der zweite Neue, Lakki Sinnathamby, habe seine Sache ordentlich gemacht, müsse aber noch weiter herangeführt werden, erklärte die BSV-Trainerin.

Den Amerikaner Connell Crossland sieht Owusu Gyamfi nach seiner Verletzung aktuell bei etwa 70 Prozent seines Leistungsvermögens: „Defensiv kann auch er mehr. Das habe ich ihm auch gesagt.“ Sobald Crossland bei 100 Prozent angelangt ist, stellt sich die Frage: Wer soll ihn dann noch stoppen?

BSV: Paschke (8), Sinnathamby, Brinkschulte (3/1), Gorontzi (15/4), Crossland (18), Gashi (11/3), Korte, Marcic (24/5), Brozio, Vadder (15), Kleinert (13/3).

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