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Olfener sind sich ihrer schwierigen Lage bewusst

Fußball: Bezirksliga

Haltern jubelte und feierte mit den mitgereisten Fans, da hatten alle Olfener Spieler nach der 1:3-Niederlage gegen am Samstag den Kunstrasenplatz im Steverstadion schon enttäuscht verlassen. Sportlich läuft es nicht in Olfen – auch wegen vieler verletzter Spieler. Dass der Teamgeist stimmt, zeigten Mannschaft und Trainer nach der Niederlage.

OLFEN

, 10.10.2016
Olfener sind sich ihrer schwierigen Lage bewusst

Till Hube (2.v.r.) wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Hier klärt er gegen Tim Gimbel. Kapitän Christian Brüse (l.) und Alexander Hellmich beobachten die Szene.

"Mehr geht nicht. Bei dem, was wir derzeit personell zur Verfügung haben, ist es das, was wir können. Und wenn der Gegner effektiver ist, verlieren wir so ein Spiel", sagte Olfens Trainer Norbert Sander nach der Partie. "Wir tun, was wir können. Mehr haben wir im Moment nicht. Das muss man klar sagen", so Sander weiter. Olfens Trainer hatte schon vor dem Spiel angedeutet, dass er die Wochen voller Verletzungspech nur überbrücken wolle. Ansprüche nach oben hat er nicht. "Wir wollen hier und da mal ein Pünktchen mitnehmen", hatte er gesagt. Der Abstand nach oben soll für den jetzt Vorletzten der Tabelle nicht zu groß werden.

Lange hatte Olfen dann aber sogar auf drei Zähler hoffen dürfen. "Es war wichtig, dass wir mit dem Freistoß mal so ein glückliches Tor machen. Nach vorne sind wir momentan nicht in der Lage, Akzente zu setzen." Durch Darius Brüggemanns ersten Saisontreffer war Olfen in Führung gegangen, dabei musste Torwart Lukas Berkenkamp den Freistoß aus 20 Metern eigentlich parieren.

Nach dem Doppelschlag durch Julian Göcke sei Sander dann klar gewesen, dass es schwierig sei, zurückzukommen. Auf dem Oktoberfest, auf dem die Mannschaft am anschließenden Samstagabend zu Gast war, sei von negativer Stimmung aber nichts zu spüren gewesen, erklärte Norbert Sander, der selbst in bayerischer Tracht das Oktoberfest besuchte. "Wir haben uns den Frust von der Seele gefeiert. Ich habe viele gute Gespräche geführt. Alkohol öffnet die Gedanken", sagte Sander anschließend.

Er sei überrascht gewesen, wie klar seine Spieler generell die sportliche Situation analysieren. "Die Mannschaft kann alles ganz realistisch einschätzen. Keiner ist so frustriert, dass er damit nicht umgehen kann" , sagte er. Kapitän Christian Brüse, der nach seinem Muskelfaserriss mit einem Tape überraschend wieder in der Startelf stand, bestätigte die Einschätzung. "Ich sehe die sportliche Lage kritisch. Aber wir haben erst zwei Spiele verdient verloren. Das macht Mut. Die Erfolge werden kommen, wenn die Verletzten zurück sind", sagte Brüse.

Sander sagte aber auch, dass die sportliche Situation für ihn nicht befriedigend sei. Er spiele lieber Offensivfußball. "Ich habe immer versucht, zu agieren, nicht zu reagieren." Das ist bei der derzeitigen Personallage nicht möglich. Der Tabellenplatz schockt ihn nicht. Auch befand er es für gut, dass Stadtlohn die Adler Weseke mit 3:0 besiegte. "Stadtlohn ist zwar an uns vorbei. Aber so bleiben mehr Mannschaften da unten."

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