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Post aus Peking: Alles gefälscht, was das Herz begehrt

SCHWERTE/PEKING Den Wecker stellen hieß es für unseren Peking-Reisenden Julius Wulff: Denn für olympischen Basketball ist frühes Aufstehen angesagt. Anschließend war Feilschen auf dem Silk Market und eine Massagestunde angesagt. Mehr dazu in seiner Post aus Peking.

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Als deutscher Tourist ist Julius Wulff ein beliebtes Foto-Motiv.

Julius Wulff feuerte die deutschen Basketballer im Spiel gegen Spanien an.

Unser Ziel: das Wukesong Indoor Stadium, wo um 9 Uhr das Basketballspiel Deutschland gegen Spanien stattfinden sollte. Da die gewohnt freundliche, aber leider ineffektive Sicherheitskontrolle einmal mehr ziemlich lange dauerte, stieg ich pünktlich zu den Takten der Nationalhymne die letzten Stufen in den Block hoch. Glück gehabt und der erste Blick in eine beeindruckende Arena.

Obwohl wir mit der Reisegruppe eines Duisburger Gymnasiums einen Block bilden, hatten wir Mühe gegen die Überzahl an Spaniern anzukommen. Dennoch gaben wir alles, und auch die spektakuläre Halbzeitshow ließ keine Langeweile aufkommen. Allerdings gab es für die deutschen Fans diesmal keinen Sieg zu feiern.Mindestens auf zehn Prozent runterhandeln

Bei dem für August typischen Regen, der angenehmerweise den Smog aus der Luft wäscht, fuhren wir später am Tag zum Silk-Market, einer legalen Touristen-Abzocke östlich der verbotenen Stadt. In diesem Einkaufszentrum gibt es alles, was das Herz begehrt - von Schuhen bis zur Mütze, Schmuck und alles, was kein Mensch der Welt braucht. Die Händler verlangen auf Anfrage für die gefälschte Ware abartige Preise, die man auf mindestens zehn Prozent runterhandeln muss. Interessehalber frage ich nach Fußballschuhen. Gezeigt werden mir ein Paar nachgemachte Sneakers eines bekannten Sportartikelherstellers. Innerhalb von nur 30 Sekunden wurden aus umgerechnet 90 Euro weniger als zehn. Hätte ich das Spielchen weiter getrieben wären wohl auch 6 Euro oder weniger möglich gewesen.Rückkehr auf die Massagebank

Abends breche ich dann noch mit einer Gruppe von zehn Leuten zu einer chinesischen Massageanstalt auf. In den sehr wohnlichen Räumlichkeiten lassen wir uns eine Stunde lang durchkneten. Das Ganze zu einem sehr akzeptablen Preis von 8,50 Euro. Die Entscheidung, bald wieder zu kommen, um einen anderes Massageangebot auszuprobieren, ist bereits gefallen. Julius Wulff ist Fußballer der SG Eintracht Ergste und Leichtathlet der LG Schwerte. Zum Abschluss des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ), das er bei der Schwerter Turnerschaft absolvierte, ist der 20-Jährige zu den Olympischen Spielen nach Peking geflogen. Für die Ruhr Nachrichten schildert Julius Wulff exklusiv seine Olympia-Eindrücke.

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