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Post aus Peking: Bambuswürmer - gar nicht so schlecht

PEKING / SCHWERTE Während die deutschen Olympioniken sportlich an Fahrt gewinnen, muss sich Julius Wulff aus Ergste weiterhin durch den gemeinen Alltag im Peking kämpfen. Tapfer testet er frittierte Bambuswürmer, und auch die Chinesische Mauer stellte kein echtes Hindernis für den Westfalen dar. Nur an den Aufpassern im Hockeystadion kam er nicht so leicht vorbei, berichtet Julius - heute in der Post aus Peking.

von Von Julius Wulff

, 11.08.2008
Post aus Peking: Bambuswürmer - gar nicht so schlecht

Keine Angst vor Herausforderungen: Julius Wulff aus Ergste auf der Chinesischen Mauer.

"Wieder einmal gibt es eine Menge zu berichten. Und das, obwohl wir 'nur' unser Doping- Seminar hatten. Kurz vor der Mittagspause bildeten wir zwei Teams, die in einem Quiz gegeneinander antraten. Blöderweise stand ich auf der Verliererseite und so mussten wir die Anderen beim Mittagsbuffet bedienen. Nach der Pause jedoch ging es aufwärts, denn mit Ulrike Spitz, Chefin für Kommunikation und Prävention bei der NADA (Nationale Anti-Doping Agentur), war ein prominenter Gast eingeladen worden und stellte sich eine Stunde lang unseren Fragen.

"Minderheiten-Essen" für Hartgesottene Abends besuchten wir ein chinesisches Restaurant, wo neben vielen anderen Gerichten (man bestellt für alle ein Buffet und jeder bedient sich selbst), auch frittierte Bambuswürmer auf dem Tisch standen. Die schmeckten im Übrigen gar nicht so schlecht. Lustig dabei war, dass die Chinesen, die uns begleiteten, mehr Probleme hatten die Würmer zu kosten als wir! Grund: 'It's minority food'.

Am Sonntag machten wir einen Ausflug zur Chinesischen Mauer. Leider hatten wir nicht gerade schönes Wetter, jedoch war zwischen dem Nebel hin und wieder die Dimension des Bauwerks zu erahnen. Für einen Spaziergang ist der Aufstieg, in erster Linie wegen der Höhe, aber auch auf Grund der Hitze, eher nicht zu empfehlen.

Hockey nur im Sitzen Abends gab es mein erstes sportliches Highlight. Die deutschen Hockey-Damen live gegen England. Sicherheit wird hier leider etwas zu groß geschrieben. Nach einer knappen Stunde Anstehen bei der Sicherheitskontrolle kamen wir schließlich ins halbleere Stadion. Wir sitzen zu acht nebeneinander und versuchen die anderen deutschen Zuschauer bei strömenden Regen mitzureißen. Doch nur bei 'Steht auf, wenn ihr Deutsche seid' machen die Anderen mit. Der Aufpasser gebietet uns, sich wieder zu setzen. Vermutlich aus Angst vor Eskalation. Glücklicherweise wurde uns das Feiern im Sitzen und das Aufspringen bei den fünf deutschen Treffern nicht auch noch verboten.

Apropos Sicherheit: Anschnallen ist hier in Taxis übrigens untersagt!"Julius Wulff ist Fußballer der SG Eintracht Ergste und Leichtathlet der LG Schwerte. Zum Abschluss des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ), das er bei der Schwerter Turnerschaft absolvierte, ist der 20-Jährige zu den Olympischen Spielen nach Peking geflogen. Für die Ruhr Nachrichten schildert Julius Wulff exklusiv seine Olympia-Eindrücke.

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