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Post aus Peking: Bergfest, Handball und Johannes B. Kerner

PEKING / SCHWERTE "Nachdem wir am Vorabend unser Bergfest gefeiert haben, kamen die meisten von uns heute erst spät aus den Federn. Wir waren die ersten, die sich vom Bett trennen konnten, aber auch nur, weil wir Karten für das Handballspiel Deutschland gegen Russland besaßen." Das schreibt der Schwerter Julius Wulff heute in seiner "Post aus Peking".

von Von Julius Wulff

, 18.08.2008
Post aus Peking: Bergfest, Handball und Johannes B. Kerner

Julius Wulff berichtet aus Peking

Vor dem deutschen Spiel verfolgten wir noch die Begegnung zwischen Frankreich und Spanien. Enttäuschenderweise machen sich die Handballer hier in Peking in einer Nebenhalle warm, und eine Nationalhymne wird ebenfalls nicht gespielt. Vielleicht auch deshalb, weil einige Nationalhymnen viel zu langsam abgespielt werden, und man sich diese Peinlichkeit ersparen möchte.

Nach einem schwachen ersten Spiel betraten endlich Schwarzer, Kehrmann und Co. das Feld. Torwart Jogi Bitter entwickelte sich durch seine spektakulären Rettungstaten zum Liebling des deutschen Blocks. Wir hatten es selbstverständlich mal wieder geschafft mehr Leute in den Block zu bekommen als es Plätze gab, was zu Protesten der Ordner führte, jedoch keinen interessierte. Wie soll man auch jemanden ernst nehmen, der einem im Stadion verbietet zu stehen, um sein Team zu feiern?

Das Ergebnis (24:24) war zwar ein kleiner Stimmungsdämpfer, konnte uns aber nicht den Tag vermiesen. Abends fuhren ein paar Glückliche von uns zu Johannes B. Kerner, um dort von den Publikumsrängen die deutsche Version der Spiele zu sehen. Hier sehen wir im Fernsehen leider nur chinesische Erfolge.

Einen fragwürdigen Wettkampf sahen wir dann abends in der Hotelbar: Das Basketballspiel Deutschland gegen China. Mehr als eine fragwürdige Entscheidung der "Unparteiischen" gegen unser Team erweckten unseren Zorn. Aber so ist das nun einmal, wenn man gegen den Gastgeber spielt - und dazu noch gegen einen, in dessen Land man wohl auf Schritt und Tritt überwacht wird. Denn die vielen Autos, die wir immer für Olympiafahrzeuge hielten, haben wohl auch noch eine andere Funktion.

Julius Wulff ist Fußballer der SG Eintracht Ergste und Leichtathlet der LG Schwerte. Zum Abschluss des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ), das er bei der Schwerter Turnerschaft absolvierte, ist der 20-Jährige zu den Olympischen Spielen nach Peking geflogen. Für die Ruhr Nachrichten schildert Julius Wulff exklusiv seine Olympia-Eindrücke.

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