Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Post aus Peking: Erst Tai-Chi, dann Beachvolleyball

SCHWERTE/PEKING Tai-Chi lernt man nirgendwo besser als China, hat sich Julius Wulff aus Ergste gedacht. Die La Ola-Wellen beim Beachvolleyball lagen dem 19-Jährigen dann allerdings deutlich mehr. Warum sich eine deutsche Zuschauerin sehr darüber ärgerte und russische Fans gerne mitfeiern, erzählt uns Julius heute - in der Post aus Peking.

Post aus Peking: Erst Tai-Chi, dann Beachvolleyball

Julius Wulff (2.v.li.) feiert gerne. Hier mit drei Hockey-Nationalspielern (v.li.): Moritz Fürste, Christopher Zeller und Niklas Meinert.

"Ein schöner Tag. Nach einer Tai-Chi-Lehrstunde am Morgen, bei der unsere Bewegungen aus irgendeinem Grund nicht so flüssig aussahen, wie die unseres Meisters, verbrachte ich mit zwei weiteren FSJlern meine Zeit erst in der Nähe des Hotels. Schließlich entschieden wir uns, auf gut Glück zum Beachvolleyball Ground im Chaoyang-Park zu fahren.

Fortuna war mit uns, denn direkt vor dem Eingang sahen wir einen Händler und kauften ihm innerhalb von zwei Minuten Tickets zu einem zwar verteuerten, aber doch lohnenden Preis ab. Schnell schafften wir es für unsere 20-köpfige Truppe einen Block in den ersten Reihen zu finden, obwohl die meisten unserer Karten einen anderen Platz vorsahen.

Deutsche Party-Kurve eröffnet Dann wurde bei blauem Himmel (!) sechs Stunden gespielt und gefeiert, was allerdings eine fremde Deutsche gar nicht lustig fand: ''Wisst Ihr eigentlich, dass Ihr total peinlich seid?' Die Verwirrung war kurz auf unserer Seite. Wie bitte? Weil wir uns erdreistet hatten, während eines Spiels ohne deutsche Beteiligung uns schon mal unter anderem mit deutschsprachigen Sprechchören warm zu singen? So scheint man heutzutage ein ganzes Land in Verruf zu bringen. Später kamen die anderen deutschen Fangruppen und sogar die russischen Fans in unsere Partykurve dazu, um mit uns die deutschen Teams anzufeuern. Die Frau hatte also vollkommen Recht. Was für ein Imageschaden für Deutschland.

Jubel, Trubel, Heiserkeit Gebracht haben unsere Bemühungen leider nichts, denn beide Spiele gingen verloren und unsere Truppe hatte im ersten Spiel gegen den Heimvorteil der Chinesen nicht den Hauch einer Chance. Nicht weiter schlimm, denn nach dem China-Spiel standen auch diese alle hinter uns und auch beim Verlassen des Stadions konnten wir noch viel internationalen Zuspruch erfahren. So macht Olympia Spaß! Es herrscht seitdem übrigens eine allgemeine Heiserkeit."Julius Wulff ist Fußballer der SG Eintracht Ergste und Leichtathlet der LG Schwerte. Zum Abschluss des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ), das er bei der Schwerter Turnerschaft absolvierte, ist der 20-Jährige zu den Olympischen Spielen nach Peking geflogen. Für die Ruhr Nachrichten schildert Julius Wulff exklusiv seine Olympia-Eindrücke.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Basketball

STS-Damen wollen im Spitzenspiel gegen Herne die Vorentscheidung

schwerte Als glänzender Tabellenführer reisen die Damen der Schwerter TS zum Zweiten Herne – dort möchten sie den ganz großen Schritt Richtung Aufstieg machen. Die Herren wollen ihr Punktekonto wieder ausgleichen.mehr...

Boxen

Schwerter Boxsport ist startklar für die Westfalenmeisterschaften

schwerte Es wird ein spektakuläres Wochenende in der Jahn-Halle – und es wird voll. Der Schwerter Boxsport richtet am Wochenende die Jugend-Westfalenmeisterschaften aus. Sportlich und organisatorisch ist der Verein bestens vorbereitet.mehr...

Olympia

Erline Nolte landet auf Platz 14 und feiert mit der Olympiasiegerin

schwerte Die angepeilten Top 10 haben Erline Nolte und Pilotin Anna Köhler bei Olympia verpasst. Am zweiten Wettkampftag fiel das Ruhrpott-Duo noch auf Platz 14 zurück. Im Ziel feierte Nolte aber trotzdem.mehr...

Handball-Landesliga

29:30 in Schwelm – HVE hadert mit vielen Fehlversuchen

Schwelm Zur ungewohnten Spielzeit am Dienstagabend musste die HVE Villigst-Ergste nach Schwelm reisen: Der Landesligist verlor beim Tabellennachbarn knapp mit 29:30.mehr...

Olympia

Nolte und Köhler zur Halbzeit auf Platz zwölf – 0,14 Sekunden Abstand auf Top 10

schwerte Den ersten von zwei Wettkampftagen bei Olympia in Pyeongchang (Südkorea) hat die Schwerter Bob-Anschieberin Erline Nolte hinter sich. Mit Anna Köhler steht der „Ruhrpott-Bob“ nach zwei Läufen auf dem zwölften Platz. Mittwochmittag fällt die Entscheidung.mehr...

Bobsport

Erline Nolte geht an den Startbalken

Schwerte. Für die erste Schwerter Winter-Olympionikin Erline Nolte wird es am Dienstag ernst. Der Wettbewerb im Zweierbob der Frauen startet bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang. Die Eindrücke der Anschieberin beim offiziellen Training.mehr...