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Post aus Peking: Minz-Bonbons als Sicherheitsgefahr

PEKING/SCHWERTE " Sehe ich so kriminell aus? Wieso werde ich als einziger aus unserer Gruppe vor dem Hockeystadion bei der Sicherheitskontrolle ganz genau unter die Lupe genommen und darf noch nicht einmal meine Minz-Bonbons mit rein nehmen?" In der heutigen Ausgabe der Post aus Peking berichtet Julius Wulff von gefährlichen Bonbons, einstudierten Fangesängen und verrückten englischen Fans.

von Von Julius Wulff

, 12.08.2008
Post aus Peking: Minz-Bonbons als Sicherheitsgefahr

Julius Wulff berichtet aus Peking

Sehe ich so kriminell aus? Wieso werde ich als einziger aus unserer Gruppe vor dem Hockeystadion bei der Sicherheitskontrolle ganz genau unter die Lupe genommen und darf noch nicht einmal meine Minz-Bonbons mit rein nehmen?

Der Reihe nach: Zunächst brachen wir in aller Herrgottsfrühe um halb sieben auf, um Zeller und Co. live gegen die Chinesen siegen zu sehen. Gegen den organisierten Fanblock mit einstudierten Gesängen kamen wir auch im längst nicht ausverkauften Stadion mit unseren 50 Kehlen nur schwer an. Unentschieden, würde ich sagen - aber glücklicherweise nur auf den Rängen. Auf dem Feld hieß es am Ende 4:1 für Deutschland.

Am Abend fuhren wir dann nochmal ins Hockeystadion. In der Zwischenzeit trafen wir zwischen Stadion und Innenstadt verrückte englische Fans, Schwimmerin Nicole Hetzer und eine deutsche Fechterin, die uns mit ihrem Fahrrad fast über den Haufen gefahren hätte. An den Sicherheitsposten vorbeigeschummelt Da Nikolai aus dem Nachbarzimmer und ich unglücklicherweise die Tickets für das Feld mit den schlechteren Spielen hatten, schummelten wir uns nach der ersten Halbzeit mit der Karte vom Vormittag an den Sicherheitsposten vorbei. Fast schon zu einfach. Drinnen konnten wir dann mitten im Holland-Block Platz nehmen. Juhu!

Eigentlich sollte es dann schnell zum Hotel gehen, was allerdings von vier polnischen Sportlern - je ein Handballer, Volleyballer, Ringer und Gewichtheber - zunichte gemacht wurde. Die Polen stachen durch ihre beeindruckende Statur so heraus, dass mir die Frage nach einem Foto fast im Halse stecken geblieben wäre, als ich den Ringer im Halbdunkel darum bat.

Er kommt wohl dennoch ohne große Probleme an die Wettkampfstätten. Ich will auch einen gelben ID- Ausweis! Übrigens: die Minz-Bonbons habe ich immer noch.Julius Wulff ist Fußballer der SG Eintracht Ergste und Leichtathlet der LG Schwerte. Zum Abschluss des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ), das er bei der Schwerter Turnerschaft absolvierte, ist der 20-Jährige zu den Olympischen Spielen nach Peking geflogen. Für die Ruhr Nachrichten schildert Julius Wulff exklusiv seine Olympia-Eindrücke.

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