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Post aus Peking: Wegen Bush in ein anderes Quartier

SCHWERTE Julius Wulff ist Fußballer der SG Eintracht Ergste und Leichtathlet der LG Schwerte. Zum Abschluss des Freiwilligen Sozialen Jahres, das er bei der Schwerter Turnerschaft absolvierte, ist der 20-Jährige zu den Olympischen Spielen nach Peking geflogen. Für die Ruhr Nachrichten schildert Julius Wulff exklusiv seine Olympia-Eindrücke.

von Von Julius Wulff

, 05.08.2008
Post aus Peking: Wegen Bush in ein anderes Quartier

Julius Wulff berichtet aus Peking

Beijng Airport, Montag, 9.47 Uhr Ortszeit. Flug AB 1682 setzt mit einem Ruck auf, und wir schlurfen nach knapp neun Stunden Flugzeit und sechs Stunden Zeitverschiebung müden Schrittes in Richtung Einreisekontrolle. Wir, das sind 87 "FSJler" und Betreuer, die eine Seminarreise zu den Olympischen Spielen 2008 unternehmen.

Eine Reise, die nicht ganz frei von Hindernissen bleiben würde, wie sich schon vor dem Abflug zeigen sollte. Das Olympische Komitee hatte nämlich wenige Tage vor Reisebeginn kurzerhand veranlasst, dass alle Institutionen, die im Umkreis von einem Kilometer der Basketballhalle liegen, während der Olympischen Spiele aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben müssen. Der Grund: US-Präsident George W. Bush möchte sich das Spiel China gegen USA live anschauen möchte.Umquartiert ins Luxushotel

So wurden wir kurzerhand ins Jinjiang Inn Xikezhan Hotel umquartiert - kein schlechter Deal, wie wir später erfreut feststellen durften.

Zuerst stand jedoch die Visa-Kontrolle auf dem Programm, zu der wir - wie im Land des Lächelns nicht anders zu erwarten - freundlich begrüßt wurden. Und kurze Zeit später fanden wir in Huanhuan (Flamme) und Yingying (Antilope) ersten Kontakt zu zwei der fünf Olympia- Maskottchen. Beim einstündigen Bustransfer konnten wir uns unter dem grauen Schleier des Smogs ein erstes Bild von der 16-Millionen-Einwohner-Stadt machen.

Am Hotel angekommen, konnten wir uns - mit Stäbchen bewaffnet - direkt auf das Mittagsessen stürzen, wobei ich nicht der Einzige war, der sich wegen der Schärfe ein ums andere mal den Mund verbrannte. Mittlerweile ist es 5 Uhr nachmittags, und alle sind so müde, dass außer einem kleinen Erkundungsgang nichts mehr unternommen wird.

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