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Präzisionssport - und schwieriger als man denkt

Golf-Experiment

Am Wochenende sind die Schwerter Stadtmeisterschaften im Golfen über die Bühne gegangen. Der perfekte Anlass für unserer Reporter Sebastian Reith einmal selbst den Schläger in die Hand zu nehmen.

SCHWERTE

von Von Sebastian Reith

, 26.06.2012
Präzisionssport - und schwieriger als man denkt

Einweisung vor dem Schnupperkurs mit Nic Barnes (re.): RN-Mitarbeiter Sebastian Reith sammelte am Rande der Stadtmeisterschaften seine ersten Golf-Erfahrungen.

Nic Barnes ist ein lustiger Typ. Er ist groß und hat eine kräftige Statur. Seit zehn Jahren ist Nic, wie er einfach nur genannt werden möchte, Professional an der Dortmunder Golfrange und verdient Geld mit seinem Sport. "Ich muss immer erst Überzeugungsarbeit leisten, dass es ein Sport ist und kein bewaffneter Spaziergang", scherzt er - willkommen beim Schnupperkurs. Nachdem Nic klargestellt hat, dass Minigolf auf Golfplätzen ein böses Wort ist, geht's auch schon los. Der zweistündige Kurs beginnt mit einer gründlichen Einführung, wie der Golfer korrekt zu stehen und wie er den Schläger zu halten hat - und da beginnen schon die Schwierigkeiten. 90 Prozent der Fehler seien auf falsche Stellung oder Schlägerhaltung zurückzuführen.Golfen ist ein Balanceakt Die erste Übung: ein Balancespiel. Mit der Stirn wird der Ball an einer Wand entlang gerollt, während der Schlag trocken geübt wird. Das Ziel ist, den Kopf an der gleichen Position zu halten und der Ball darf nicht herunterfallen. Nic vergleicht die Bewegung mit Stabhochsprung - so kompliziert ist ihr Ablauf. "Ich muss noch ein Video machen für ,Upps! Die Pannenshow´ So viel verdient man als Golflehrer auch nicht", lacht er. Seinen Humor verliert der 50-Jährige nie und hat auf alles eine Antwort. Vom "Bruce-Darnell-Schwung", wie Nic das Drehen der Hüfte beschreibt, bis hin zum Griff, den der englische Adel hinterlassen hat. "Halt ihn sanft wie eine kleine Vogel", erklärt er mit sympathischen englischem Akzent, "oder wie eine offene Zahnpastatube." Die ersten beiden Schläge gehen erschreckenderweise ins Leere, der Dritte aber sitzt. 50 Meter – für den Anfang gar nicht so schlecht. Doch dann folgt wieder eine Durststrecke...Wie sich unser Reporter auf dem Kurs schlägt und warum es wahrscheinlicher ist, mit der Frau von Golflehrer Nic ausgehen zu dürfen, als seinen Putter in die Hände zu bekommen, lesen Sie in der Mittwochsausgabe  (27. Juni 2012) der Schwerter Ruhr Nachrichten.