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Ratlosigkeit beim TuS Niederaden

Fußball-Testspiele

Der A-Ligist TuS Niederaden befindet sich in der Dauerkrise. Alle bisherigen Tests gingen verloren. Tiefpunkt ist nun die 0:9-Heimklatsche gegen den Lüner SV II. Dafür fehlt auch Trainer Amel Mesic das Verständnis.

Niederaden

, 22.07.2018
Ratlosigkeit beim TuS Niederaden

Während TuS-Coach Amel Mesic (vorne) nichts zu lachen hatte und früh unter Druck steht, kann sein Gegenüber Kadir Kaya (hinten) ganz cool dem Saisonstart entgegenblicken. © Foto: Goldstein

Die Lage beim TuS Niederaden ist ernst. Das sollte spätestens seit gestern allen Beteiligten an der Kreisstraße klar sein. Mit 0:9 verloren die TuSler, die den Abstieg in die Kreisliga B vor zwei Monaten nur knapp verhinderten, ihr Testspiel gegen den gleichklassigen Lüner SV II auf dem heimischen Rasen. Es war die sechste Pleite im sechsten Spiel der Vorbereitung.

Dass es angesichts der Abgänge vieler Leistungsträger keine leichte Aufgabe werden würde, machte der neue Coach Amel Mesic schon bei Amtsantritt klar. Sechs Wochen später ist die Baustelle in Niederaden kein bisschen kleiner geworden. Die Probleme sind so tief greifend, dass sie sich nicht kurzfristig lösen lassen. Der Kader des TuS ist zu klein. Fünf Neuzugängen stehen zwölf Abgängen gegenüber. Und die Blau-Weißen haben nicht nur quantitativ verloren, auch viele Akteure mit Qualität.

So ein Umbruch hat gravierende Folgen für die Vorbereitung, wie Mesic bestätigt: „Viele Akteure spielen auf neuen Positionen. Das stört den Spielfluss. Zudem fehlt uns derzeit die Frische. Wir hatten in den letzten drei Wochen viele Spiele, aber nur wenige Wechselmöglichkeiten.“ Gestern fehlten mit Tim Wiggers und Dean Williamson nämlich zwei wichtige Leute. „Da müssen wir ehrlich zueinander sein. Die beiden können wir nicht eins zu eins ersetzen“, sagt der 38-jährige Bosnier.

Spielverständnis fehlt

Was kann man also noch bis zum Saisonstart am 12. August tun? Dass eine Aufstockung des Kaders kurzfristig sehr schwer ist, weiß Mesic. „Wir schauen, was noch geht, und versuchen alle, die etwas können, einzubinden.“ Im Training und in den übrigen Tests soll zumindest die fehlende Spritzigkeit zurückgewonnen werden und das Spiel mit dem Ball geübt werden. Mesic: „Die Ausdauer haben wir, aber uns fehlt das taktische Verständnis dafür, was zu tun ist, wenn wir mal im Ballbesitz sind.“

Niederaden wird sich wohl damit abfinden müssen, als Abstiegskandidat in die Saison zu starten. Die Lage ist schwierig, aber nicht aussichtslos. Lichtblicke gab es selbst beim 0:9 gegen den LSV II. 45 Minuten lang ließ der TuS kein Gegentor zu. „Wir haben eine ordentliche erste Halbzeit gezeigt. Es war recht ausgeglichen und wir hatten sogar Aktionen, die zum Torerfolg hätten führen können“, erklärt Mesic. „Dass dies in der zweiten Halbzeit nicht mehr der Fall war, dafür fehlt mir das Verständnis.“

Nach dem zweiten Gegentor schaltete Niederaden ab. Jeder lange Ball der spielerisch überlegenen LSVer wurde gefährlich. Der TuS kam nicht in die Zweikämpfe. Die Bälle auf die gefährlichen Murat Büyükdere und Burhan Akgül wurden nicht verhindert. Die Tore fielen im Minutentakt. „Der Sieg war auch in der Höhe verdient“, meinte Lünens Coach Kadir Kaya, der schon in der ersten Hälfte sechs hochkarätige Möglichkeiten seiner Elf sah. Zumindest die LSV-Offensive scheint mit 26 Treffern aus vier Testspielen schon bereit für den Start...

TuS Niederaden: Ulrich - Hilgert, Gastmeister, Orfanidis, Weile, Berkemann, Vehring, Schulze Beckinghausen, Adam, Müller, Franke (58. Mesic)
Lüner SV II: Mlinski - Gülec, Koschenik, R. Kiymaz, Ünal (73. Acar), Özkan (55. Bayram), Karaduman (60. Mayanovic), Akgül, Büyükdere, Koc (65. Schlenkhoff), F. Kiymaz (70. Bicim)
Tore: 0:1 Akgül (46.), 0:2 Büyükdere (50.), 0:3 Koc (55.), 0:4 Büyükdere (61.), 0:5 Mayanovic (63.), 0:6 Bicim (71.), 0:7 Büyükdere (72.), 0:8 Acar (77.), 0:9 Acar (85.)

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