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Rudern

Reinhardt fährt zur U23-Weltmeisterschaft

DORSTEN Endlich hat Sie es geschafft, endlich darf auch Charlotte Reinhardt den Deutschen Ruderverband bei den Mitte Juli in Litauen stattfindenden U23-Weltmeisterschaften international vertreten.

Reinhardt fährt zur U23-Weltmeisterschaft

Charlotte Reinhardt (l.) wurde in Essen Deutsche Meisterin. Im Juli fährt sie zur U23-WM nach Litauen.

Lange hat die Rudererin vom RV Dorsten auf diese Gelegenheit gewartet, viele Rückschläge in Kauf genommen, aber dennoch immer den Blick zielstrebig nach vorne gerichtet. Am Wochenende, auf der Internationalen Regatta in Ratzeburg erfolgte die Nominierung durch Bundestrainer Hartmut Buschbacher. Lange war es unklar, in welchen Bootsklassen und mit wie vielen Sportlerinnen die U23-Frauen in Litauen starten, vieles hing von der Olympiaqualifikation des Frauenachters ab, lange herrschte daher auch für Charlotte Reinhardt Ungewissheit, ob es trotz starker Vorleistungen im Zweier und auf dem Ergometer überhaupt reichen würde. Um das Ticket zu bekommen, musste mindestens einer der beiden bereits qualifizierten deutschen Vierer auf der windanfälligen 2000-m-Strecke in Ratzeburg geschlagen werden.

Beherzt ging Charlotte, gemeinsam mit Ihren Trainingspartnerinnen Cathrin Crämer (Essen), Lea Kühne und Anna Götz (beide Mainz) ins Rennen und führte nach 500 m das Feld deutlich an. Zwar wurden die Vier noch von einem der beiden Verbandsvierer abgefangen, dennoch reichte es am Ende für Platz zwei, vor dem zweiten Verbandsboot und deutlich vor dem französischen Vierer. Damit war das gesteckte Ziel erfüllt und noch am Anlegesteg sorgte die Nachricht von der Nominierung im Vierer für ausgelassene Freude. Erleichtert war auch das Dorstener Trainerduo Sebastian Schmelzer und Uli Wyrwoll, die sich beide an die wackligen Anfänge im letzten Winter erinnerten. „Damals sah es nicht so aus, aber über die Saison hin haben sich beide enorm gesteigert. Es ist einfach verdient“, so Schmelzer, den die Neuigkeiten beim Landeswettbewerb der U15 in Hürth erreichten.

Für den letztjährigen U19-Weltmeister Lukas Müller reichte es am Sonntag im Vierer mit Steuermann zu Platz drei und im Achter zu Platz fünf. Zwar reichte es nicht für eine WM-Nominierung, damit hatte Müller aber auch in diesem Jahr sowieso nicht fest gerechnet. „Auch er wird seinen Weg machen, da brauchen wir nur Geduld“, so sein langjähriger Heimtrainer Uli Wyrwoll. Bevor es aber für die U23-Athleten nach Litauen geht, stehen in der kommenden Woche die Deutschen Meisterschaften in Essen an. 

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