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Reitsport: Dopingfall von Christian Ahlmann beschäftigt die heimische Szene

VINNUM Die Olympischen Spiele sind Geschichte. Was im Gedächtnis bleibt sind die 51 Goldmedaillen für China oder Top-Olympionike Michael Phelps. Aus negativer Hinsicht wird jedoch auch der Deutsche Christian Ahlmann im Gedächtnis bleiben. Der Reiter wurde wegen Dopings bei seinem Pferd Cöster ausgeschlossen. "Das darf doch nicht wahr sein, habe ich sofort gedacht", sagte der 2. Vorsitzende des RV Lützow, Franz-Josef Schulte im Busch, gestern im Gespräch mit unserer Zeitung.

von Von Malte Woesmann

, 25.08.2008

Ahlmann ist bei den Lützower Reitern sehr bekannt und war erst im letzten Jahr auf der Anlage in Vinnum zu Gast. Zwar nur als Fußballer beim Hobbyturnier, doch Reitlehrer Michael Potthink kennt den Marler bereits seit dem er Ponyreiter war sehr gut. "Bei Christian kann ich mir Doping überhaupt nicht vorstellen", sagt Potthink. Er habe eine Leistungssteigerung, die ihm vorgeworfen wird, eigentlich nicht nötig. "Er ist einer der besten Reiter der Welt", sagt Potthink. Und auch Franz-Josef Schulte im Busch kann sich dies nicht vorstellen. "Man muss abwarten, was die B-Probe nun ergibt", sagt der 2. Vorsitzende. Ahlmann trage aber seiner Ansicht nach die Schuld an diesem Fauxpas. "Das darf ihm nicht passieren", sagt auch Reitlehrer Potthink.

"Uns war dieses Mittel unbekannt" Der Olympionike soll sein Pferd mit der Salbe "Equi Block" behandelt haben, was die Durchblutung fördert. "Uns war dieses Mittel unbekannt", sagen Potthink und Schulte im Busch unisono. Auch im Geschäft M+B Pferdesport auf der Ludgeristraße ist Equi Block kein Begriff. "Wir führen aber ähnliche Mittel, die die Durchblutung des Pferdes anregen", sagt Angestellte Ingrid Kilian.

Einen Schaden für den gesamten Reitsport vermuten Potthink und Schulte im Busch nun aber durch den erneuten Dopingfall bei Olympia. Vor vier Jahren sorgte eine medikamentöse Behandlung bei Ludger Beerbaums Pferd dafür, dass den deutschen Springreitern die Goldmedaille aberkannt wurde. "Gerade deshalb ist dieser erneute Fall umso ärgerlicher", so Schulte im Busch.

Dies würde nun auf die gesamte Reiterschaft zurückfallen. Jeder Reiter sei aber angehalten, sein Pferd mit Respekt zu behandeln. Doping habe da überhaupt keinen Platz. Selbst bei kleinen Turnieren auf dem Land wird darauf geachtet. Die Reiter würden hier vielfach untereinander die Kontrolle übernehmen. "Meines Wissens gab es hier in der Umgebung auch in den letzten Jahren keinen einzigen Dopingfall", betont Schulte im Busch. Durch den Fall bei Christian Ahlmann sei dies aber nun für alle Reiter ein Makel.

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