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Rhade gewinnt mit viel Dusel

DORSTEN Enttäuschung und Zufriedenheit lagen gestern bei den Testspielen der heimischen Kreisligisten dicht beieinander.

Rhade gewinnt mit viel Dusel

Rot-Weiß Dorsten lieferte gegen die Hardter Reserve eine gute Partie.

Des einen Freud, des anderen Leid. So zufrieden Dorstens Trainer Detlef Risthaus war, weil sein Team bis zur 85. Minute 3:2 geführt hatte, so enttäuscht war sein Hardter Pendant Oliver Reken aus dem gleichen Grund. Patrick Domin brachte die Rot-Weißen in einer flotten Begegnung in Führung (12.), Frederick Schuhmacher glich aus (18.). Schuhmacher war es auch, der in der 38. Minute Holger Ullmanns 2:1 (35.) wettmachte. Zur Pause führte der FC aber durch Frank Kahnert wieder 3:2 (43.). Diesem Rückstand liefen die Hardter lange hinterher. Oliver Reken vermisste die nötige Einstellung, doch am Ende brachte ein Doppelschlag doch noch die Wende (86. und 89.). Während Detlef Risthaus angesichts sechs fehlender Akteure zuversichtlich in die Zukunft blickt, meinte Oliver Reken: „Mit dieser Leistung können wir uns gegen Teams wie SpVg. Marl warm anziehen.“

Die Rhader feierten gestern zwar den fünften Sieg im fünften Spiel, eine Glanzleistung war das Match beim Gelsenkirchener A-Ligisten aber nicht. Toni Timmermann wollte gestern eine neue Defensiv-Taktik ausprobieren, die aber nicht ganz so funktionierte wie gewünscht. Die Tatsache, dass der FC keinen Treffer kassierte, lag nicht an der Abwehrstärke, sondern an der Abschlussschwäche der Gelsenkirchener Stürmer. Der FC hätte sich über ein 0:3 zur Pause nicht beschweren zu brauchen. Im zweiten Durchgang sah das Spiel der Rhader schon ein bisschen besser aus. So bestraften sie die Gastgeber nach sieben Minuten für das Auslassen der unzähligen Chancen. Daniel Bomkamp traf zum 1:0, das das einzige Tor der Begegnung bleiben sollte. Heßler hatte erneut noch die eine oder andere Chance zum Ausgleich. Aber auch die Elf vom Dahlenkamp konterte nun geschickt. Toni Timmermann nahm es gelassen: „Man muss auch solche Spiele mal gewinnen.“

Zwei unterschiedliche Halbzeiten sahen die Zuschauer am Ellerbruch. In der ersten gaben die Gastgeber den Ton an und führten durch ein Wulfener Eigentor nach scharfer Hereingabe von Florian Rohloff zur Pause nicht unverdient mit 1:0 (35.). Im zweiten Durchgang steigerten sich die Blau-Weißen und kamen durch Carsten Mecking nach 57 Minuten zum Ausgleich, als die Hervester bei einem Eckball den Ball einfach nicht aus der Gefahrenzone bekamen. Unverständlicherweise stellten die Gastgeber nach diesem Treffer aber das Fußballspielen ein. „Ich habe schon ein paar Mal gewechselt“, räumte SuS-Trainer Eddy Cierpisz ein, wollte das aber nicht als Entschuldigung gelten lassen: „Die Eingewechselten gehören zum Kader der ersten Mannschaft und da muss man entsprechende Leistung erwarten dürfen.“ Das Wulfener Trainerduo Detlef Albers und Mustafa Sahin war unterdessen mit der Leistungssteigerung nach der Pause zufrieden.

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