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"Riesentalent" Alisha Ossowski - Vom TV Werne ins Internat nach Münster

Volleyball

WERNE Es ist ihre Chance. Volleyballspielerin Alisha Ossowski verlässt nach nur einem Jahr den TV Werne, zieht ins Sportinternat nach Münster, geht den nächsten Schritt, um auf der Karriereleiter weiter nach oben zu klettern. Eine konsequente Entscheidung, die der 15-Jährigen und ihrem Umfeld Freude bereitet. Die aber auch eine Portion Traurigkeit hervorruft.

von Von Alexandra Neuhaus

, 27.03.2010

„Ich habe gerne in Werne gespielt“, sagt die Dortmunderin. „Die Mädels haben mich vom ersten Tag an gut aufgenommen.“ Mit der Werner Damenmannschaft holte die Jugendspielerin den Titel in der Regionalliga, steht vor dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. Und doch weiß Ossowski, dass Werne nur eine Zwischenstation auf ihrem Weg ist. Alisha Ossowski ist eine intelligente junge Frau. Sie hat abgewogen, sich lange Gedanken gemacht. „Aber irgendwann habe ich keine Argumente mehr gegen meinen Wechsel nach Münster gefunden.“

Zumindest auf der sportlichen Seite. Im Volleyball-Internat bekommt sie alles, was das „Riesentalent“ (O-Ton Peter Pourie, Bundesstützpunkt-Trainer) braucht, um vom Talent zum Profi zu reifen. Individuelles, mit dem Pascalgymnasium als Sportförderschule abgestimmtes Training im Bundesstützpunkt, Spielpraxis in der 2. Bundesliga beim USC Münster unter Peter Pourie, Unterbringung im Internat. Ein Konzept, dass auch ihre Eltern überzeugt hat. „Das Gesamtpaket ist stimmig“, sagt ihr Vater, Uwe Ossowski. Er kennt seine Tochter gut, weiß um ihren Ehrgeiz und ihre sportlichen Fähigkeiten. „Sie will sich weiterentwickeln. Bessere Bedingungen als in Münster können wir nicht finden.“

Einen Gedanken, den auch TV Trainer Marco Bendig teilt. „Sportlich ist das für Alisha erste Sahne. Sieben Trainingseinheiten können wir in Werne nicht leisten“. Dennoch – seine Enttäuschung über den Weggang seiner Perspektivspielerin kann er nicht verbergen. „Sie hat so super ins Team gepasst.“ Schon vor Wochen sagte er: „Uns ist klar, dass wir Alisha nicht ewig halten können, aber wir sind froh sie hier gehabt zu haben.“ Eine gewisse Traurigkeit verspürt auch Familie Ossowski, einschließlich Alisha. „Ja, ein bisschen traurig bin ich schon“, sagt die 15-Jährige. „Aber wenn kein Spiel ist, bin ich am Wochenende ja auch zuhause“.

Ein Trost, dass ihre besten Freundinnen sie unterstützen. Dank einer Zweitlizenz wird Alisha auch in der kommenden Saison ihrem Heimatverein TV Hörde, wo die Großzahl ihrer Freundinnen spielt, bei schwierigen Spielen in der NRW-Jugendliga unterstützen. „Münster ist ja nicht aus der Welt“, sagt auch ihr Vater. Das anstehende Aufstiegsturnier wird Alisha noch für Werne spielen. Es wird ihr letzter Auftritt im TV-Dress sein. „Ich bin kein Gott“, sagt Marco Bendig. „Aber, wenn sie sich so vielversprechend weiter entwickelt, kann sie irgendwann in der 1. Liga und Jugend-Nationalmannschaft spielen.“ Noch ist das pure Spekulation, doch mit dem Wechsel geht Alisha Ossowski den nächsten Schritt, damit aus Fantasie Realität werden kann.

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