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Ergste hält an Trainer fest

Rückendeckung für Brockhaus nach 0:5-Pleite

SCHWERTE Seine Äußerungen nach Spielschluss ließen Raum für Spekulationen. Deshalb scheint eine explizite Erwähnung angebracht: Detlev Brockhaus ist nach wie vor der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SG Eintracht Ergste. Aber die 0:5-Pleite seiner Mannschaft in Gevelsberg hat Spuren hinterlassen. Auch beim ETuS/DJK Schwerte herrscht Katerstimmung.

Rückendeckung für Brockhaus nach 0:5-Pleite

Die Siegerfaust kam eher dezent: Ergstes Trainer Detlev Brockhaus kurz nach dem Abpfiff.

Das Gespräch mit dem Vorsitzenden Uli Schulte wolle er suchen, hatte Brockhaus nach der enttäuschenden 0:5-Pleite am Sonntag in Gevelsberg gesagt. Ergebnis dieses Gespräches: "Vorbehaltlose Rückendeckung für den Trainer seitens des Vorstandes", so Schulte.

Brockhaus erlebte seine Schützlinge auf dem Naturrasen des weiten Runds im Gevelsberger Stadion in der zweiten Halbzeit so, wie er es bisher in seiner Ergster Zeit noch nicht kannte. "Was da nach der Halbzeit abgelaufen ist, geht gar nicht. Die Mannschaft ist nach dem ersten Gegentor eingeknickt und hat sich ihrem Schicksal komplett ergeben", stellte Brockhaus nüchtern fest. Die Folge: Fünf Gegentore gegen eine Mannschaft, die vor dem Spiel in acht Partien ganze sieben Treffer erzielt hatte.

Kaum Konkurrenzkampf

"Das wirft Fragen auf", gesteht Brockhaus, "und natürlich mache ich mir da auch als Trainer meine Gedanken." Letztlich gebe es aber auch Gründe für die Misere der Ergster, die nun schon fünf Spiele am Stück verloren haben. Dabei kommt man an der misslichen Personalsituation nicht vorbei. Brockhaus ist niemand, der in den vergangenen Wochen die vielen Ausfälle thematisiert hat. "Aber Fakt ist nun mal, dass derzeit ein interner Konkurrenzkampf kaum vorhanden ist", sagt der Coach.

Das Problem dabei: Daran wird sich zumindest vorläufig nicht allzu viel ändern. Gerade deshalb nimmt Brockhaus die Spieler in die Pflicht: Die Zeit der Streicheleinheiten sei nun vorbei, sagt er. Mit Streicheleinheiten dürfen wohl auch die Spieler des ETuS/DJK Schwerte nicht rechnen, deren erste Heimniederlage der Saison (1:5 gegen den ASSV Letmathe) nur unerheblich glimpflicher ausfiel als die Ergster Pleite. "So ein Spiel, in dem wirklich rein gar nichts funktioniert, hat man nur einmal im Jahr", meint Trainer André Haberschuss.

Eine Antwort auf die Frage nach dem Grund für den "kollektiven Totalausfall" (O-Ton Haberschuss) hatte der Coach auch gestern nicht parat. "Zwei, drei Ausfälle kann man ja mal haben, aber bei uns waren es am Sonntag bestimmt neun", stellte Haberschuss fest – in der Hoffnung, dass diese (Nicht-)Leistung des Teams ein Ausrutscher war.

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