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SV Herbern gewinnt mit mehr Glück als Verstand

Fußball: Landesliga 4

Ein schmeichelhafter Sieg – anders lässt sich das 2:0 (0:0) des SV Herbern im Fußball-Landesliga-Spiel gegen die SG Bockum-Hövel wohl kaum beschreiben.

Herbern

, 26.08.2018
SV Herbern gewinnt mit mehr Glück als Verstand

Whitson (l.) versuchte viel, hatte gegen Simon Schroth aber seine Probleme. Dennoch stand er in der 94. Minute goldrichtig, um zum 2:0-Endstand einzuschieben. © Verena Schafflick

Bockum-Hövel – Herbern 0:2 (0:0)

Herberns Schnapper war es schlussendlich, der den Sieg seiner Mannschaft festhielt und dafür sorgte, dass nach drei Spielen die Herberner Hintermannschaft nur ein Tor kassiert hat. „Im Eins-gegen-Eins ist er einfach unschlagbar", sagte sein Trainer Holger Möllers nach dem Spiel. Wie unschlagbar, dass merkten gerade die Bockum-Höveler Steven Farchmin, Fabian Düser, Mike Kaczor und Rafael Lopez mehrfach.

Wer das Spiel der SG am Sonntag verfolgt hat, dem ist es wahrscheinlich unerklärlich, warum die Bockum-Höveler nach drei Spieltagen keinen Punkt in der Landesliga geholt haben. Denn der Bezirksliga-Aufsteiger machte dem SVH große Probleme. Möllers gab nach dem Spiel zu: „Wir haben großes Glück gehabt, dass wir hier gewonnen haben. Das Ergebnis spiegelt nicht das Spiel wieder.“ Ähnlich sah es SG-Spielertrainer David Schmidt: „Da waren fünf Hundertprozentige dabei. Wenn wir die machen, sieht das hier ganz anders aus.“

Gerade in der ersten Halbzeit spielten die Bockum-Höveler groß auf. Dass es nach 45 Minuten 0:0 steht – eigentlich eine Farce. Denn vier Minuten vor der Pause vergibt die SG drei Großchancen hintereinander: Kaczor schießt freistehend Freitag an, der Ball kommt zu Lopez, dessen Schuss auf der Linie noch geklärt wird. Der Nachschuss von Schroth wurde ebenfalls abgeblockt. Der Pausenpfiff war zu dem Zeitpunkt eine Erlösung für den SVH.

In der zweiten Hälfte wirkte Herbern konzentrierter, leistete sich nicht mehr die Fehlpässe wie in der ersten Halbzeit und lief sich auch nicht mehr so häufig an der SG-Abwehr fest. Der Strafstoßpfiff in der 75. Minute war da wie ein Dösenöffner. Düser mit zu hohem Fuß im eigenen Strafraum gegen Fabian Vogt – Oscar Cabrera verwandelte vom Punkt.

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Ein auch sonst hitziges Spiel lud sich weiter auf. Das am Ende beide Mannschaften mit elf Mann vom Platz gingen, war eigentlich schon ein kleines Wunder. Immer wieder kam es zu Wortgefechten, kleineren Fouls oder Nickeligkeiten – ein Derby eben.

Riesenglück hatte der SVH in der 89. Minute, als Schiedsrichter Maximilian Dolch ein Tor für Bockum-Hövel fälschlicherweise nicht gab, da Simon Schroth und Marc-Andre Wohlrath im Abseits gestanden haben soll.

Mit dem Schlusspfiff fiel das 2:0-Siegtor für Herbern. Der eingewechselte Patrick Sobbe setzte sich auf links durch und flankte in die Mitte. Der ebenfalls eingewechselte Sebastian Schütte wirkte überrascht und kam nicht mehr an den Ball. Machte aber nichts, denn hinter ihm schob Whitson ein (94.).

SVH: Freitag – Richter, Cabrera, Whitson, Dellwig-Jerez (75. Krampe), Schulte, Vogt (46. Schütte), Scholtysik (88. Sobbe)Höring, Cangül, Idczak.
Tore: 0:1 Franco Cabrera (75./FE), 0:2 Whiteson (90.+4)