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SV Herbern hat den Gegner gut analysiert

Fußball Landesliga 4

Der SV Herbern hat mit dem 3:0 gegen Eintracht Ahaus gleich zum Saisonstart ein Ausrufezeichen gesetzt. Trainer Holger Möllers hällt den Ball flach.

Herbern

, 13.08.2018
SV Herbern hat den Gegner gut analysiert

Holger Möllers war mit der Leistung seiner Mannschaft gegen Ahaus rundum zufrieden. © Foto Helga Felgenträger

Vor dem Spiel hatte Holger Möllers, Trainer des Fußball-Landesligisten SV Herbern, dem Gegner Eintracht Ahaus noch die Favoritenrolle zugeschoben: „Wir sind Außenseiter, haben aber die Qualität, um für eine Überraschung zu sorgen.“ Nach dem Spiel sprach keiner mehr von einer Überraschung. Zu dominant war der Auftritt der Herbener im Ahauser Stadtpark.

„Wir waren sehr gut vorbereitet, kannten die Stärken und Schwächen des Gegners aus unserer Beobachtung. Das haben wir gut ausgenutzt“, analysierte Möllers in der Nachbetrachtung. Warum die Ahauser hingegen kaum zur Entfaltung kamen? „Sie wussten wenig mit uns anzufangen. Unsere mannschaftliche Geschlossenheit hat sie vor große Probleme gestellt. Das war der entscheidende Faktor“, so der SVH-Trainer. Ein weiterer war sicherlich die Aufstellung des Trainers. Trotz des sommerlichen Kaderumbruchs setzte er auf landesligaerfahrene Spieler.

Zwei Treffer nach Platzverweis

Mit Dennis Idczak stand nur ein echter Neuzugang in der Startelf. Dass der SV Herbern auch nach der Gelb-Roten Karte für Oscar Cabrera nicht einbrach und sogar die Führung noch mit zwei Toren ausbaute, rundete den Tag ab. „Klar macht man sich da noch mal Sorgen, aber man hat keinen Bruch im Spiel gesehen“, sagte Holger Möllers.

Sinnbildlich eine Situation, die sich zehn Minuten nach der Roten Karte ereignete. „Einer meiner Spieler kam auf mich zu und hat mich gefragt, wo Oscar (Cabrera, Anm. d. Red.) eigentlich sei. Er hatte den Platzverweis nicht mitbekommen. Wir haben gespielt, als wären wir noch zu elft“, berichtet Holger Möllers. Ärgerlich allerdings: Cabrera wird am Sonntag gegen den VfB Hüls gesperrt fehlen. Auffällig war auch schon in der Vorbereitung, dass die Ersatzspieler mit den Hufen scharren.

Bankspieler drängen ins Team

So war es kein Zufall, dass der eingewechselte Luis Krampe sechs Minuten nach seiner Einwechslung zur 2:0-Vorentscheidung traf. „Alle, die auf der Bank saßen, drängen ins Team. So muss es sein,“ lobte Holger Möllers. Er warnt gleichzeitig: „Man kann jetzt aber nicht erwarten, dass es immer so läuft.“ Der 3:0-Sieg war ein Achtungserfolg, der auch die Ligakonkurrenz aufhorchen lassen wird. Die Gefahr, nun als Geheimfavorit zu gelten, sieht Möllers aber nicht: „Ich glaube jeder, der uns verfolgt, kennt die Situation. Wir haben wichtige Spieler verloren und müssen uns weiter finden.“