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SV Herbern mit viel Pech und Kritik am Schiedsrichter

Fußball: Landesliga 4

Trotz einer ordentlichen Leistung verliert der SV Herbern sein erstes Heimspiel gegen den VfB Hüls. Der Schiedsrichter stand wegen einer fragwürdigen Strafstoß-Entscheidung im Mittelpunkt.

Herbern

, 19.08.2018
SV Herbern mit viel Pech und Kritik am Schiedsrichter

Herberns Whitson (gelbes Trikot) ließ gegen Hüls zu selten seinen Spielwitz aufblitzen. © Helga Felgenträger

SV Herbern – VfB Hüls 0:1 (0:0)

Als nach 93 Minuten der Schlusspfiff in der Landesligapartie zwischen dem SV Herbern und dem VfB Hüls ertönte, rannte Holger Möllers wutentbrannt auf das Spielfeld. Der SVH-Trainer ließ es sich nicht nehmen, dem Schiedsrichtergespann persönlich ein paar Worte mit auf den Weg in die Umkleidekabine zu geben.

„Wenn der Spieler sich nach dem Elfmeterpfiff selbst kaputt lacht, dann sagt das doch schon alles“, erklärte Möllers seinen Ärger. Der Auslöser: In der 52. Minute hatte Schiedsrichter Roland Kreuz nach einer theatralischen Einlage von Okan Solak auf den Punkt gezeigt. VfB-Spielmacher Sven Hagemeister ließ sich die Chance nicht nehmen und sorgte für das goldene 1:0.

Trotz der harten Kritik am Schiedsrichter wollten die Herberner es nicht als Ausrede für die Niederlage gelten lassen. „Ich glaube der Schiedsrichter hat kein gutes Spiel gemacht, aber er hat auf beide Seiten Fehler gemacht. Daran lag es nicht“, sagte beispielsweise Kapitän Philipp Dubicki.

Einigkeit bestand beim SV Herbern darin, dass es eine unnötige Niederlage war. Denn schon in der ersten Halbzeit hatte man den Gegner weitestgehend im Griff. Die ganz großen Chancen blieben allerdings Mangelware. Ausnahme: SVH-Stürmer Sebastian Schütte vergab nach einer Viertelstunde die Möglichkeit zur Führung.

Ansonsten litt der Spielfluss sehr unter der kleinlichen Spielführung des Schiedsrichters. Gleich fünf Gelbe Karten wurden zwischen 23. und 40. Minute verteilt. Für einen spielerischen Höhepunkt sorgte mit dem Halbzeitpfiff erneut der SV Herbern. Gut von Whitson in Szene gesetzt, schlenzte Daniel Dellwig-Jerez den Ball aber am rechten Eck vorbei. So blieb es beim – aus VfB-Sicht – schmeichelhaften 0:0.

Die zweite Spielhälfte begann fahrig. Gefahr entstand fast nur aus ruhenden Bällen. Exemplarisch dafür der diskutable Strafstoß in der 52. Minute.

Anschließend brauchte der SV Herbern 15 Minuten um sich zu schütteln. Doch mit der Hereinnahme von Luis Krampe und Simon Mors wurde die Schlussoffensive eingeläutet. Letzterem bot sich gleich zwei mal die große Gelegenheit zum Ausgleichstreffer. Doch der großgewachsene Stürmer konnte die Hereingaben von Marcel Scholtysik nicht über die Linie drücken (77. und 79.).

In den Schlussminuten war der SV Herbern alles nach vorne. Innenverteidiger Philipp Dubicki bekleidete zwischenzeitlich sogar den rechten offensiven Flügel. Die ganz großen Möglichkeiten sprangen aber nicht mehr dabei hinaus. Das lag vor allem an fehlender Präzision im Spielaufbau und mangelhafter Übersicht bei den wenigen Kontern. So musste man sich am Ende sogar bei Torhüter Sven Freitag bedanken, der in der Schlussminute mit einer riesen Parade den 0:2-Rückstand verhinderte.

„Wir waren nicht schlechter, haben viel investiert. Am Ende des Tages zählen aber die Tore. Wir hatten zwei, drei zwingende Chancen und davon muss einer über die Linie“, so das Fazit von Holger Möllers.

Teams und Tore
SV Herbern:
Freitag – Dubicki, Richter, Schütte (61. Krampe), Whitson, Dellwig-Jerez, Schulte, Vogt (71. Mors), Scholtysik, Höring, Idczak

Tore: 0:1 Sven Gagemeister (53. Foulelfmeter)