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SV Herbern verliert gegen Gemen und Whitson

Fußball Landesliga 4

Der SV Herbern hat gegen Westfalia Gemen unnötig drei Punkte verloren. Bei der 2:3-Niederlage flog zu allem Überfluss Whitson vom Platz.

Herbern

, 02.09.2018
SV Herbern verliert gegen Gemen und Whitson

Die Herberner ließen sich häufig auf die Provokationen der Gemener ein – hier Oscar Cabrera (r.). © Johannes Schmittmann

Fußball-Landesligist SV Herbern hat es verpasst, im Rennen um die vordersten Plätze nachzulegen. Gegen Westfalia Gemen kassierten die Herberner eine 2:3-Niederlage. In einer emotionalen Partie, die von Nickeligkeiten und Härte geprägt war, schaffte es die Mannschaft von Holger Möllers nicht, an ihre starke Vorstellung vom Donnerstagabend gegen TuS Altenberge (2:0) anzuknüpfen. „Wir haben es Gemen viel zu einfach gemacht. Wir hatten keine Tiefenstaffelung und so kamen sie ein ums andere Mal zu guten Möglichkeiten“, sagte Holger Möllers nach der Partie.

Vor allem die ersten 45 Minuten dürften dem SVH-Trainer nicht gefallen haben. Die Gemener erspielten sich in Abschnitt eins Chance und Chance. Zwei davon landeten im Netz der Herberner. Zunächst verteidigte die Defensive einen lang getretenen Freistoß der Gemener naiv. Matthias Müller bedankte sich und nickte zur Führung ein (11.). Dann war es Christoph Blanke, der nach einem langen Ball plötzlich völlig frei vor Sven Freitag auftauchte und ins linke Eck einschob (27.).

Auf der Torlinie gerettet

Die Herberner konnten sich bei den Gemenern und ihrem Torhüter bedanken, dass sie zur Halbzeit nicht deutlich höher zurück lagen. Gleich dreimal wurde ein gegnerischer Abschluss erst auf der Torlinie geklärt. Auf der anderen Seiten fand die offensive Dreierreihe viel zu selten zu ihrem Kombinationsspiel. Ausnahme: In der 29. Minute steckte Oscar Cabrera akrobatisch mit dem Absatz auf Julius Höring durch. Seine gut getimte Flanke fand Whitson, der mit einem platzierten Kopfball Sven Schneider zu einer Glanzparade zwang.

Sichtbar unzufrieden stapfte Holger Möllers nach dem Halbzeitpfiff – im Dialog mit seinem verletzten Kapitän Philipp Dubicki – in die Kabine. Schon nach wenigen Minuten kehrte er auf das Spielfeld zurück. Im Schlepptau: Stürmer Simon Mors, der mit seiner Größe ein neues Element ins Spiel der Herberner bringen sollte. Er kam für Verteidiger Fabian Vogt. Doch zunächst bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Die Gemener konnten trotz drei hochkarätiger Chancen nicht für die Entscheidung sorgen (48., 50., 52.) – offenbar der Weckruf für den SV Herbern.

Gemener Fahnenstangen

Besonders Whitson zeigte, dass er an einem guten Tag jeder Abwehr Probleme bereiten kann. Mehrere Male ließ er die Gemener Verteidiger wie Fahnenstangen stehen. So war es auch eine Einzelaktion des Brasilianers, die für den Anschlusstreffer sorgte. Mit einer geschmeidigen Bewegung wand er sich um seinen Gegenspieler, hob den Kopf und schoss aus 18 Meter platziert ins rechte untere Eck – keine Chance für Sven Schneider.

Und die Herberner blieben nun am Drücker. Erst scheiterte Whitson mit einem Schuss aus spitzen Winkel an Schneider, dann traf Simon Mors die Kugel nicht richtig. Die Gemener merkten, dass mehr Gegenwehr nötig war, wenn sie die drei Punkten mit nach Hause nehmen wollten. Die Zweikämpfe wurden härter, die Emotionen kochten hoch. In der 63. Minuten kam es nach rüdem Einsteigen von Oscar Cabrera zu einer Rudelbildung, die Schiedsrichter Dominik Doht jedoch schnell in den Griff bekam.

Whitson sieht Rot

Mitten in der Drangphase, ließ sich Whitson dann zu einem unnötigen Rempler gegen Sven Schneider hinreißen, der allerdings theatralisch zu Boden ging. Dennoch zückte Doht Rot. Trotz Unterzahl stemmte sich Herbern gegen die drohende Niederlage und schnürte die Gemener in die eigene Hälfte ein. Die ganz großen Chancen blieben aber Mangelware. In der 90. Minute gab es dann auch noch einen umstrittenen Elfmeter für Gemen, den Frederik Vorholt mit viel Glück verwandelte; der Ball sprang von beiden Innenpfosten ins Netz. Eine Szene, die symbolisch für den gebrauchten Tag der Herberner stand. Der Anschlusstreffer von Patrick Sobbe kam zu spät (90.+5).

SV Herbern: Freitag – Cabrera, Krampe, Whitson, Dellwig–Jerez, Schulte, Vogt (46. Mors), Scholtysik, Höring, Cangül (57. Sobbe), Idczak

Tore: 0:1 Müller (11.), 0:2 Blanke (27.), 1:2 Whitson (54.), 1:3 Vorholt (90.+4/FE), 2:3 Sobbe (90.+5)

Rote Karte: Whitson (78. wegen einer Tätlichkeit/Herbern)