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Fußball

SV Schermbeck schafft die Sensation

SCHERMBECK / DORSTEN War das der Sieg, den der SV Schermbeck in der Fußball-Westfalenliga 1 brauchte, um endlich seinen Rhythmus zu finden? Ausgerechnet gegen Spitzenreiter TuS Haltern feierte die Elf von Trainer Christoph Schlebach am Sonntag auf jeden Fall einen vielumjubelten und überraschenden 2:1-Erfolg.

Westfalenliga 1 SV Schermbeck - TuS Haltern 2:1 (1:0)

Der Tabellenführer hätte fast schon in der ersten Minute die Führung erzielt. Deniz Batman tauchte frei vor Jason Rudolph auf, legte den Ball an ihm vorbei, doch Benedikt Helling kratzte die Kugel von der Linie. Diese Chance war allerdings nicht der Auftakt eines Halterner Sturmlaufes. Der SVS spielte mit einer Fünferkette, die ihre Sache sehr gut machte. Auch wenn der TuS die besseren Einzelspieler hatte, hielten die Gastgeber als Kollektiv dagegen und ließen kaum etwas zu.

Schermbeck wurde stattdessen mutiger und kam zu sehr guten Möglichkeiten. Aykut Akyildiz spielte in der 18. Minute Marc Schröter frei, dessen Schuss ins lange Eck landete aber am Pfosten. Die Schermbecker Führung fiel durch einen Elfmeter. Nach einer Ecke war Jannis Scheuch schon wieder auf dem Weg aus dem Strafraum, wurde aber von Christoph Kasak gefoult. Tuncay Turgut setzte den Ball unten rechts in die Ecke (24.).

Chancen auf beiden Seiten

Im Gegenzug hätte der Ausgleich fallen müssen. Torjäger Stefan Oerterer kam völlig frei zum Kopfall, beförderte ihn aber in die Arme Jason Rudolphs. Kurz darauf jagte Batman den Ball knapp über den SVS-Kasten. Auf der anderen Seite scheiterte Kilian Niewerth nach tollem Zuspiel Marek Klimczoks am Halterner Schlussmann.

Die zweite Halbzeit stand ebenfalls auf hohem Niveau. Gleich in der ersten Aktion kam Marc Schröter in den Halterner Strafraum, schoss aber über das Tor. Auch Marek Klimczoks Freistoß in der 52. Minute verpasste nur knapp sein Ziel. In dieser Phase fand der TuS kaum den Weg in den Schermbecker Strafraum. Wenn doch, wurde es aber gleich gefährlich. So setzte sich Nils Eisen gegen drei Abwehrspieler durch, doch Patryk Niedzicki rettete im letzten Moment. Gefährlicher war aber der SVS, und er wurde dafür auch belohnt. Kevin Ewald sprang in eine Ecke Kilian Niewerths und drückte den Ball mit der Hacke ins Tor (59.). Kurz darauf traf er von aus spitzem Winkel nur das Außennetz.

Haltern wechselte einige Offensivspieler ein und machte richtig Druck. SVS-Keeper Jason Rudolph rückte nun in den Mittelpunkt und zeigte einige tolle Paraden. In der 70. Minute kam er nach einem Freistoß aber nicht an den Ball und Dennis Drepper köpfte den Anschlusstreffer (72.). Kurz darauf lenkte Rudolph einen Oerterer-Freistoß an die Latte. Mit dem Glück des Tüchtigen rettete der SVS den Sieg über die Zeit.

SVS: Rudolph, Helling, Ewald, Klimczok, Schröter (79. Hasselkus), Turgut, Scheuch (90.+1 Vreven), Akyildiz, Niedzicki, Bönighausen, Niewerth (87. Kissi).

Tore: 1:0 Turgut (Foulelfmeter, 24.), 2:0 Ewald (59.), 2:1 Drepper (72.).

Landesliga 4 SV Hardt - Pr. Lengerich 1:1 (1:1)

Der Hardter Trainer Marc Wischerhoff zeigte sich mit dem Resultat recht zufrieden: „Trotz Unterzahl haben wir richtig leidenschaftlich gekämpft.“ Stimmt. Und so war gegen den gestürzten Spitzenreiter für die Hardter auch mehr drin, was aber durch den frühen Platzverweis gegen den bis zu diesem Zeitpunkt stärksten Spieler auf dem Feld, Jürgen Adolf, verhindert wurde.

Ohne Respekt vor dem Lengericher Tabellenführer starteten die Hardter, die Dauerläufer Pascal Pfeifer und Johannes Liesenklas machten früh Druck auf den gegnerischen Aufbau. Nach einem langen Pass aus dem Mittelfeld umkurvte Jürgen Adolf einen Abwehrspieler und den Preußen-Keeper und vollstreckte ins lange Eck zur Hardter 1:0-Führung (15).

Weitere Hardter Chancen durch Alex Brefort (27.), Adolf (31.) und Pfeifer (33.) schlossen sich an, konnten aber nicht genutzt werden. Der SV Hardt war zu diesem Zeitpunkt die klar spielbestimmende Mannschaft. Dann aber der Knackpunkt im Spiel. Adolf wurde gelegt, der fällige Pfiff des Referees blieb aus. Im Gerangel am Boden trat Adolf nach – und der Unparteiische präsentierte sofort den roten Karton (35.).

Lengerich bekam nun Oberwasser und Malte Moß erzielte nach einem strittigen Freistoß aus dem Gewühl heraus den 1:1-Halbzeitstand (38.). Nach dem Seitenwechsel zunächst vergebene Hardter Chancen durch Pfeifer (54.) und einen Freistoß von Benedikt Jansen (57.). Dann machten die Gäste mehr Druck, suchten die Entscheidung zu ihren Gunsten. Stefan Schröder im Hardter Tor vereitelte aber die seltenen Möglichkeiten der Preußen reaktionsschnell (80. und 84.). In der Schlussphase hatte der SV Hardt noch die Chance zum Siegtreffer. Pfeifer kam aber einen Schritt zu spät (87.) und Brefort verfehlte das SC-Tor in der Nachspielzeit zwei Mal nur knapp.

Hardt: Schröder; Hennebach, Jansen, Seel (74. Einhaus), Wellers, Seiffert (46. Mertens), Haarmann, Brefort, Liesenklas (58. Pelaj), Adolf, Pfeifer.

Tore: 1:0 (15.) Adolf, 1:1 (38.) Moß.

Besonderes Vorkommnis: Rote Karte gegen Adolf (Hardt, 35., wegen Nachtretens).

SpVg Emsdetten - RW Deuten 0:2 (0:1)

Deuten wollte kompakt beginnen. Erstes Ziel war es, dem Gegner so wenig Räume und Möglichkeiten zu geben, in die Endzone zu gelangen. Das zweite Ziel waren konterartige Nadelstiche. Beide Vorgaben gingen voll auf, freute sich Trainer Frank Frye. Denn einen solchen Konter vollendete Lukas Nolte zur Halbzeitführung (35.). „Der Gegner stand bei eigenen Ballverlusten sehr offen. Luki hat das perfekt erkannt“, analysierte Frye.

Nach der Pause machten die Rot-Weißen da weiter, wo sie aufgehört hatten. Eine einzige Veränderung war dennoch im Spiel des Gastes erkennbar: Deuten kam nun auch bei eigenem Ballbesitz zu mehr Kontrolle und konnte so die Kugel auch mal durch die eigenen Reihen zirkulieren lassen. So verwunderte es nicht, dass das 2:0 schön herausgespielt wurde. Simon Wilkes setzte sich auf seiner Seite stark durch, spielte zu Tobias Urban, der den Ball querlegte, Steffen Rekers brauchte im Stile eines Torjägers nur noch einzunetzen (58.). Deuten musste anschließend nur noch eine brenzlige Situation überstehen: Der Schiedsrichter übersah ein Foul Marvin Botthofs im Strafraum. „Wir hatten da einfach mal das Glück, dass wir in den vergangenen Wochen nicht hatten“, sagte Frye, dessen Team auf der anderen Seite noch einige Konterchancen liegen ließ.

RWD: Schmidt; Kersting, Botthof, Uhlenbrock,Pohlmann, Lachs, Goeke, Urban, Rekers (70. Peters), Nolte (90. Höing), Wilkes (82. Winter).

Tore: 0:1 Nolte (35.), 0:2 Rekers (58.).

Frauen-Landesliga 3 BSV Heeren - SSV Rhade 1:4 (1:1)

Ein schnelles Tor durch Annika Peek (5.) brachte Rhade früh auf die Siegerstraße. Peek hätte darauf nachlegen können, die Chance blieb allerdings ungenutzt, sodass Heeren durch einen direkt ins Tor geschossenen indirekten Freistoß ausgleichen konnte (44). „Kurios, der Treffer darf gar nicht zählen“, wunderte sich SSV-Trainer Dirk Bessler. Nach der Pause traf Franziska Schonebeck zur erneuten Rhader Führung (46.). Jule Terstegen (70.) und Michelle Pagels (87.) stellten den Endstand her.

SSV: Wigger; Schonebeck, Lechtenberg, Ricken, Heisterklaus, Meister (60. Jasper), Peek (70 Borneck), Döking (50. Strauch), Terstegen, Nienhaus, Pagels.

Tore: 0:1 Peek (5.), 1:1 Bäsig (44.), 1:2 Schonebeck (46.), 1:3 Terstegen (70.), 1:4 Pagels (87.)  

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