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Schlüsselspieler stehen schon auf dem Prüfstand

Fußball-Spieltagsanalyse

Nach dem dritten Spieltag haben wir die Form von zwei Schlüsselspielern der Landesligisten FC Frohlinde und Wacker Obercastrop unter die Lupe genommen.

Castrop-Rauxel

, 28.08.2018
Schlüsselspieler stehen schon auf dem Prüfstand

Hadert seit einigen Wochen oftmals mit sich selbst und seinen Mitspielern: Obercastrops Goalgetter Elvis Shala. © Volker Engel

Die Gefühlslage bei den beiden heimischen Fußball-Landesligisten könnte nicht unterschiedlicher sein: Der FC Frohlinde ist mit der Maximal-Punktausbeute Spitzenreiter. Obercastrop hält sich mit nur einem Punkt im Tabellenkeller auf.

Wir haben auf zwei Akteure geschaut, die Schlüssel zum Erfolg für ihre Teams sein sollen. Frohlindes Neuzugang Dominik Behrend (vom FC Brünninghausen) wird wohl seiner angedachten Rolle als Führungsspieler und mit drei Treffern auch als Torschütze gerecht. Bei Obercastrop hinkt Elvis Shala in seiner zweiten Saison beim Klub von der Karlstraße noch hinter den (Tor-)Ansprüchen hinterher. Wir haben beide Akteure unter die Lupe genommen.

Stets ausgewechselt

Dreimal gespielt, dreimal getroffen, aber auch dreimal ausgewechselt. Der aus der Oberliga gekommene Dominik Behrend scheint nicht richtig fit zu sein – ist aber erfolgreich. Er schien am Sonntag beim 4:1 bei der Spvg Horsthausen nach seiner Auswechslung (75.) nach seinem Tor zum 3:1 (74.) nicht ganz zufrieden zu sein. Jedenfalls hatte das den Anschein, als er direkt an der Bande lange Zeit mit Trainer Michael Wurst sprach. Wurst erklärte am Dienstag: „Dominik ist ein ganz selbstkritischer Spieler, der versucht, immer alles noch besser zu machen.“ Das Problem ist, dass der Routinier in der Vorbereitung verletzt und dann im Urlaub war.

Schlüsselspieler stehen schon auf dem Prüfstand

Tauschten sich direkt nach der Auswechselung in Horsthausen aus: Frohlindes Leistungsträger Dominik Behrend (r.) und sein Trainer Michael Wurst. © Foto:Jens Lukas

Wurst erzählte weiter: „Ich habe nach der Auswechselung zwei, drei Dinge mit ihm besprochen, die man hätte besser machen können. Er soll im Konzert all der Spieler, die bei uns den Unterschied ausmachen können, der Dreh- und Angelpunkt sein.“

In diesem Schlüsselbereich agiert Elvis Shala bei Wacker Obercastrop. Doch ihn alleine sieht dort Trainer Aytac Uzunoglu nicht. Der Coach sagte: „Es fängt alles im Spielaufbau in der Abwehr an, doch da fehlen uns im Moment viele wichtige Leute.“ Shala konnte sich gegen Frohlinde (0:3) und Kemminghausen (2:5) nicht entscheidend durchsetzen. Immerhin hatte er den Treffer zum 1:2 beim 2:2 in Sodingen erzielt. Für einen Spieler seines Formats ist das aber zu wenig.

Shala jagte im Aufstiegsjahr wie ein Irrwisch durch die gegnerischen Abwehrreihen in der Bezirksliga und war mit 28 Toren maßgeblich am Aufstieg beteiligt.

Stoßstürmer fehlen

Uzunoglu sagte dazu am Dienstag: „Die anderen 76 Tore haben aber andere Spieler erzielt.“ Damals hatte Shala in Niko Kresic und Alexander Wagener noch zwei Stoßstürmer vor sich, die die Wege freimachten. In der Landesliga scheint alles schwieriger, die Gegenspieler besser ausgebildet. Und Shala ist alleine in vorderster Front. Uzunoglu erklärte weiter: „Im Westfalenpokal beim FC Wetter war er mit vier Toren noch topfit, doch dann erlitt Elvis im Training eine Fußverletzung. Kein Riss oder Bruch, aber schmerzhaft.“ Trotzdem habe sein Team am Sonntag eine Stunde in Unterzahl – Herder und Breitag sahen Gelb-Rot – beinahe das 3:3 erzielt. Das zeige, dass seine Truppe in der Liga mithalten könne, so der Coach. Und: Shala selbst sei einfach nur unzufrieden. Er hadere mit sich und seinen Kollegen. Für Trainer Uzunoglu ist das normal. Er sagte: „Elvis hat einen großen Ehrgeiz, der steckt voller Emotionen und will immer alles perfekt machen.“

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