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Schwerter Julius Wulff eine Stunde in einem Pekinger Imbiss eingesperrt

PEKING / SCHWERTE Da gab es nichts zu gucken! Während der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele war Julius Wulff aus Ergste eine Stunde lang in einem Imbiss eingesperrt. Seit rund einer Woche berichtet er exklusiv für die Ruhr Nachrichten aus China - in seiner aktuellen Ausgabe von seiner "Festnahme". Außerdem berichtet er, wie eine Gruppe Einheimischer beim Public Viewing jedesmal in Jubel ausbrach, wenn ihr Staatsoberhaupt über die Leinwand flimmerte. Heute in der "Post aus Peking".

Schwerter Julius Wulff eine Stunde in einem Pekinger Imbiss eingesperrt

Nach der Befreiung aus dem Schnellimbiss genoss Julius Wulff (Mitte) die Eröffnungsfeier mit zwei Brasilianern.

"Wieder einmal haben 'die besten Spiele aller Zeiten' begonnen. Die Euphorie bei den Chinesen ist ungebrochen, doch die Begeisterung für die ausländischen Fans und das immer wieder zu hörende 'Welcome in Beijing' kann leider nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch - oder gerade - bei der Eröffnungsfeier nicht alles so glamourös verlief, wie es auf erstem Blick erschienen sein mag. Zwar zeigten sich die japanischen Sportler solidarisch, indem sie sowohl mit ihrer eigenen als auch der chinesischen Flagge ins Olympiastadion einliefen, doch wurde die Eröffnungsfeier gerade an den Public-Viewing Plätzen zu innenpolitischen Propagandazwecken missbraucht.

Ganz offensichtlich wurde hier ein Team von Sympathisanten der Regierung angeheuert, das jedes Mal, wenn das Staatsoberhaupt zu sehen war, in Jubelschreie ausbrach und die Menge mitriss.

Nachdem ich wegen der Hitze mit Sandra, einer Freundin, Getränke holen war und wir wieder zur Gruppe zurück wollten, wurden wir aus dem Hühnchen-Schnellimbiss nicht mehr hinaus gelassen. Grund: Der Platz war zu voll. Dieser kam nämlich von der Größe her leider nicht annähernd an den Dortmunder Friedensplatz heran, was für halb Peking natürlich nicht reichte. Zu "unserer eigenen Sicherheit" In Folge dessen wurden wir zu 'unserer eigenen Sicherheit', wie wir mitgeteilt bekamen, eingesperrt. Ein Hinauskommen war sowieso nicht möglich, denn die ersten Gesichter klebten schon an der Glastür.

Nach einer guten Stunde - unsere Gruppe hatte wegen der unvorstellbaren Enge den Platz zum Teil schon verlassen - konnten wir dann endlich mit Polizeihilfe das Restaurant verlassen und verfolgten aus sicherer Entfernung den Rest der Feier.

Nur für Auserwählte zugänglich Das anschließende Feuerwerk am 'Platz des Himmlischen Friedens' konnten wir leider ebenfalls kaum verfolgen, da dieser nur für einige, wenige Auserwählte zur Verfügung stand.

Dennoch: Eine beeindruckende Feier!"Julius Wulff ist Fußballer der SG Eintracht Ergste und Leichtathlet der LG Schwerte. Zum Abschluss des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ), das er bei der Schwerter Turnerschaft absolvierte, ist der 20-Jährige zu den Olympischen Spielen nach Peking geflogen. Für die Ruhr Nachrichten schildert Julius Wulff exklusiv seine Olympia-Eindrücke.

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