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Schwerter Trio startet bei der Jugend-DM in Ulm

Leichtathletik

SCHWERTE Ein Trio der LG Schwerte stehen vor dem ersten Saisonhöhepunkt: Ab Freitag stehen die Deutschen Jugend-Meisterschaften in Ulm an. Mit dabei sind Neele Holzhausen, Tobias Haschke und Matthias Sommer - allesamt bei der A-Jugend. Um eins vorweg zu nehmen: Medaillenchancen hat keiner der drei. "Die Hausaufgaben sind gemacht", ist sich LG-Trainer Peter Matzerath aber sicher.

von Von Sebastian Reith

, 05.08.2010

Schon wieder Ulm. Neele Holzhausen kennt den Tartan des Donaustadions bereits. 2007 feierte sie mit dem 400m-Hürden-Start in der baden-württembergischen Universitätsstadt ihr Debüt bei der Jugend-DM. "Wir gehen mit angespannter Lockerheit in den Wettkampf", bemüht sich Matzerath bewusst keinen Druck in Form eines konkreten Ziels auszuüben. Aber niemand kann von der Hand weisen, dass sich Holzhausen in bestechend guter Form befindet - wenn nicht sogar in der Form ihres Lebens. Bereits 63,99 sek zum Saisonauftakt ließen auf eine verheißungsvolle Saison hoffen. Es folgten zwei weitere Bestzeiten bei den Westfälischen Meisterschaften. Mit 63,33 sek ist die A-Jugend-Westfalenmeisterin aktuell 15. der Meldeliste und hat realistische Chancen auf den Finallauf, der am Samstag stattfinden wird.

Zudem bietet sich eine Ausweichmöglichkeit, da Holzhausen die "Quali" auch über 400m sicher hat. Sollte sie den Rhythmus im Vorlauf über die Hürdendistanz aus irgendeinem Grund verlieren, könnte sie aussteigen und sich dafür ohne Substanzverlust am Samstag ganz auf die 400m konzentrieren. Hier ist sie als 12. gemeldet - angesichts der Tatsache, dass sie mit ihrer Meldezeit von 57,81 sek ähnlich wie über die Hürden mitten im engen Feld steckt, könnte sie Boden gut machen. Die Vorzeichen sind gut. Warum sollte es also diesmal nicht mit einem Endlauf klappen? Anders sieht es bei Dreispringer Tobias Haschke aus. "Im Prinzip ist die Teilnahme schon der Sieg", erklärt Matzerath. Der 19-jährige Zehnkämpfer hatte sich vor der Saison auf den Fünfkampf umorientiert und war im Wettkampf meist im Hoch- und Weitsprung angetreten.

Die Norm im Dreisprung holte er dann quasi aus dem Nichts. "Ich muss mir nur Videos zur Analyse angucken, und könnte sofort losspringen", freut sich Haschke riesig auf die Teilnahme. Allerdings ist die Spitzenkonkurrenz mit 15,29m gemeldet, Westfalenmeister Haschke mit 13,75m - das sind Welten im Dreisprung. Matzerath: "Es wäre schön, wenn er seine Weite bestätigt." Die Teilnahme an der Jugend-DM bedeutet auch für Sprinter Matthias Sommer den bisher größten Erfolg seiner Karriere. Matzeraths Aussage zufolge könnte sein an Position 29 rangierender Sprinter mit einer ähnlich guten Zeit wie mit seiner Bestzeit (22,29 sek) möglicherweise unter die Top20 laufen. Auch hier der Vergleich: Der Schweriner Patrick Kuhn ist fast zwei Sekunden schneller als der Schwerter.

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