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Seit 30 Jahren eine wertvolle Kraft hinter den Kulissen

Kampfrichterin

Messen, Stoppen, Helfen - seit 30 Jahren ist Gerlinde Zacharias nun schon Leichtathletik-Kampfrichterin für den LC Schwerte. Im Vordergrund steht sie aber nicht. "Aber keinen großen Artikel", bittet sie beim Gespräch über ihre Kampfrichtertätigkeit.

Schwerte

von Von Sebastian Reith

, 28.06.2012
Seit 30 Jahren eine wertvolle Kraft hinter den Kulissen

Gerlinde Zacharias (3.v.li.) im Kreise der DLV-Kampfrichter bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid.

Auch auf dem Sportplatz, wo Trainer und Athleten im Fokus stehen, arbeitet Zacharias lieber hinter den Kulissen mit und organisiert, dass der Wettkampf ordnungsgemäß über die Bühne gehen kann. Wie groß der Unterschied doch ist: Am 17. Juni war Zacharias bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid im Kugelstoßsektor eingesetzt und stach auch bei den Stößen von Weltmeister David Storl ein. Nicht einmal zwei Wochen später ist sie morgen beim Schülersportfest ihres Stammvereins im Einsatz.Prüfung vor 30 Jahren Wattenscheid war aber nicht Zacharias' erster Einsatz bei einer DM. 1988 war sie schon einmal im alten Gelsenkirchener Parkstadion tätig, damals beim Hammerwurf. "Ich mache die technischen Disziplinen gern", sagt Zacharias, "bin gerne beim Speer, aber auch bei den Kleinen beim Ballwerfen." Vor genau 30 Jahren legte sie ihre Prüfung zur Leichtathletik-Kampfrichterin ab. Sie selbst hatte davor mit der Sportart nicht viel am Hut. "Ich kam durch meine Kinder zur Leichtathletik", erzählt sie. Inzwischen sind schon ihre Enkelkinder aktiv.Mangel an Kampfrichtern Im Februar dieses Jahres erhielt Zacharias eine ganz besondere Auszeichnung: Für ihre zuverlässigen Dienste als Kampfrichter und ihre Objektivität bekam sie den Josef-Oeke-Pokal zu ihrem Kampfrichterjubiläum überreicht. Dass es mehr von ihrer Sorte geben müsste, steht außer Frage. Denn die Leichtathletik steuert auf einen Mangel an Kampfrichtern zu. "Es gibt immer weniger", sagt sie, "aber die Teilnehmerzahlen schrumpfen ja auch rapide." Schade für die Leichtathletik.

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