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Selmer Krimi in der Verlängerung - die Ergebnisse

Fußball: Kreispokal

Der Selmer Traum vom Erreichen des letzten Kreispokalfinales lebt weiter. Nach einer 120-minütigen Nervenschlacht feierte die SG einen 3:2-Erfolg über Bezirksligist VfL Senden. GS Cappenberg hat die große Chance verpasst, das Halbfinale im Kreispokal zu erreichen und Südkirchen überrascht Eintracht Werne.

KREISGEBIET

, 20.11.2014

SV Südkirchens Interims-Coach Henrik Schmidt hat gestern im Pokal-Viertelfinale ein gewichtiges Argument für eine Fortsetzung seiner Arbeit als Trainer gesammelt. Der abstiegsbedrohte Fußball-Kreisligist gewann gegen den Favoriten Eintracht Werne überraschend mit 1:0 im Halbfinale.  Ein großer Vorteil aus Sicht der Gäste war sicherlich das Geläuf im Sportzentrum Dahl. Der Ascheplatz kam den Südkirchenern gelegen, die sich größtenteils auf die Abwehrarbeit konzentrierten. "Klar, auf Rasen wäre es schwieriger für uns geworden", gab Schmidt zu, "aber unser Plan ist aufgegangen. Wir haben kompakt gestanden und am Ende auch nicht unverdient gewonnen." Die Südkirchener hatten also einen Matchplan. Die Evenkämper nicht. Es war Wettbewerbsübergreifend eines der schwächsten Spiele der Elf von Muris Mujkanovic. Einen Vorwurf wollte der Trainer seiner Truppe nicht machen. "Das Spiel glich einem Schachspiel. Südkirchen hat nur verteidigt. Da hatten wir es schwer, Chancen zu erspielen", sagte Mujkanovic, dessen Mannschaft in der Liga noch mit 5:0 gegen Südkirchen gewonnen hatte.

Und tatsächlich. Aus dem Spiel heraus gelang den sonst so torgefährlichen Evenkämpern wenig. Möglichkeiten nach Standards waren da, aber keine davon nennenswert. Die beste Gelegenheit vertändelte Andreas Pawlik, als er in der 60. Minute etwas überrascht vom Anspiel aus drei Metern den Ball nicht im Tor unterbrachte. Von seinem Oberschenkel prallte das Spielgerät SVS-Keeper Marc Philipps in die Arme. Das stand es aber schon 1:0, das beherzt vom SVS verteidigt wurde. Zwei Minuten nach dem Seitenwechsel verlängerte Michel Zentgraf eine Ecke von Murat Aksoy zu Pascal de West, der per Dropkick aus kurzer Distanz ins Tor traf. Er ebnete den Weg ins Halbfinale. Dort trifft Südkirchen auf die SG Selm.

Linke - Ünal, Schynol, Do. Obrenovic, Pawlik (80. Kaya), Da. Obrenovic, Marko Martinovic, Scharein, Lupp, Pra, Mario Martinovic

Philipps - Wessels, Muck, Althoff, Zentgraf, Studnicka (62. D. Hügemann), de West, Möller, Aksoy, Ackers, Manfredi (81. Schwert)

0:1 de West (47.)  

Nach einer schwachen ersten Halbzeit und einem 0:2-Rückstand kamen die Selmer stark aus der Pause. Während die Heimelf im ersten Durchgang noch zu zaghaft und fehlerbehaftet in die Zweikämpfe ging, sah das in den zweiten 45 Minuten schon deutlich besser aus. In der ersten Halbzeit ging zunächst der Bezirksligist verdient in Führung. Nach schwachem Beginn beider Mannschaften war es in der 27. Minute Patrick Froning, der mit dem Kopf zum 1:0 einnickte. Zuvor war SG-Verteidiger Manuel Göke nicht auf der Höhe und ließ den Torschützen aus den Augen. Das 0:2, das nur drei Minuten später fiel, leitete Mirco Scharen mit einem Fehlpass im Aufbauspiel ein. Steffen Nagel bedankte sich und erhöhte auf 2:0. SG-Coach Mark Bördeling schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben. Wie verwandelt kamen die Selmer auf den Platz zurück. Schnell gelang dem Fusionsklub der Anschlusstreffer durch Kevin Lehmann (49.). Auch danach blieb Selm am Drücker, hatte viel mehr vom Spiel. Der umjubelte Ausgleichstreffer fiel drei Minuten vor Schluss. Alexander Schwegler netzte ein. Der eingewechselte Sebastian Kramzik hatte in der 90. Minute noch Pech mit einem Lattenkracher. So ging es in die Verlängerung, die die Selmer klar dominierten. Nachdem Kevin Lehmann freistehend (100.) und Jannis Pieper (118.) mit zwei hundertprozentigen Chancen scheiterten noch, dann erlöste Sebastian "Krabbe" Kramzik in der 120. Spielminute seine Farben. Die Selmer treffen im Halbfinale nun auf den SV Südkirchen.

Witthoff - Göke, Suer (74. Habibivand), Ulrich, Zolda, Heinrich (46. Pieper), Tumbrink, Lebsack, Schwegler, Lehmann, Scharen (78. Kramzik). 

Heitkötter - Schulte, Reckmann, Lemmer, Kaling (31. Jeyenthira), Banach, Froning, Reickert, Nagel, Bömelburg, Kintrup (72. Kelle). 

0:1 Froning (27.), 0:2 Nagel (30.), 1:2 Lehmann (49.), 2:2 Schwegler (87.), 3:2 Kramzik (120.).  

GSC-Trainer Patrick Osmolski war nach dem Spiel sicher: "Heute ist die falsche Mannschaft weiter gekommen." Zuvor hatte seine stark ersatzgeschwächte Mannschaft ein leidenschaftliches Spiel abgeliefert. Wie schon in der Meisterschaft gegen Union, begegneten sich die Teams auf Augenhöhe. Aber es waren keine fünf Minuten gespielt, da führte Union schon mit 1:0. Patrick Voll verwandelte einen Freistoß direkt. Es sollte lange die einzige Chance für Lüdinghausen sein. Die Teams egalisierten sich im Mittelfeld. Erst nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste zu großen Torchancen. Tim Jesella vergab zweimal in aussichtsreicher Position den Ausgleich. Achim Wischnewski sorgte dann für die Vorentscheidung mit dem 2:0.

Marco Logemann - Jan Lippke, Pascal Ressemann, Philipp Wiesmann (71. Fabian Wißmann), Tim Jesella (71. Sebastian Pflug), Nils Gehrmann, Fabrice Pestinger, Benedikt Stiens, Patrick Osmolski, Lars Heisig (87. Nico Knop), Max Zocher.

1:0 Voll (4.), 2:0 Wischnewski (73.).

Rote Karte gegen Voll (93.).  

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