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Siebergs Leistung wird belohnt mit besseren Aussichten auf WM-Start

Radsport

Radprofi Marcel Sieberg aus Castrop-Rauxel hat bei den "Vattenfall Cyclassics" in Hamburg eine gute Leistung gezeigt und sich indirekt belohnt. Durch den dritten Platz seines Sprintkollegen Andre Greipel vom Team HTC-Columbia hat der Bund Deutscher Radfahrer drei Startplätze bei der Straßen-WM in Australien hinzugewonnen - von denen einen zum Beispiel Sieberg einnehmen könnte.

CASTROP-RAUXEL

von Von Carsten Loos

, 17.08.2010
Siebergs Leistung wird belohnt mit besseren Aussichten auf WM-Start

Marcel Sieberg (zweite Reihe, Mitte) bei den "Vattenfall Cyclassics" in Hamburg.

Er hatte es angekündigt, und am Ende hatte er auch Wort gehalten. "Ich werde bei Andre Greipel sein", hatte der Radprofi Marcel Sieberg vom Team HTC-Columbia vor dem Start zu den "Vattenfall Cyclassics" in Hamburg seine taktische Aufgabe umrissen, "und ihn im Finale in eine gute Position bringen." Das tat der 28-jährige Europastädter denn auch mit gewohnter Umsicht. Und um ein Haar hätte es am Sonntag auch mit dem erhofften Sieg des erfolgreichsten Radprofis in diesem Jahr geklappt. Dritter wurde Greipel schließlich, knapp hinter dem erneut erfolgreichen Vorjahressieger Tyler Farrar (USA/Garmin) und Edvald Hagen Boasson (Norwegen/Sky).

Wie gut indes Sieberg (40., zeitgleich gewertet mit Farrar) seine vorgegebene Arbeit auf den 216,6 Kilometern durch die Elbmetropole erledigte, zeigte ein Blick in die Ergebnisliste: Fünftbester deutscher Fahrer war der Sprint-Vorbereiter und blieb in der Tat bis zum Zielspurt auf der Mönckebergstraße an der Seite Greipels. Die restlichen Columbia-Fahrer landeten allesamt im hinteren Feld. Dennoch bleibt es dabei, dass Sieberg seinen Rennkalender umstellen muss. Statt Eneco-Tour und Tour of Britain fährt er nun in den nächsten Wochen vier Tagesrennen in Belgien und Frankreich, darunter das ProTour-Rennen GP Ouest France-Plouay (22. August) und den GP Jef Scherens - Rondom Leuven (5. September), den Sieberg 2006 gewonnen hat. Auch wenn der Europastädter erklärte, er wisse nicht, warum die Änderung erfolgte, bringt die Mannschafts-Aufstellung des US-Rennstalls für die Eneco-Rundfahrt wohl Aufklärung: Da nämlich wird Greipel von Mark Renshaw (Australien) unterstützt - dessen Sprintpartner Mark Cavendish (Großbritannien) gönnt sich derzeit freie Tage.

Greipels dritter Rang in Hamburg könnte indes für Sieberg das Ticket zur Straßen-Weltmeisterschaft (29. September bis 3. Oktober) in Melbourne bringen: Durch die Platzierung des Sprinters kletterte der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) wieder vom zwölften auf den achten Platz der Nationenwertung - und darf nun neun Fahrer beim Straßenrennen in Australien an den Start schicken. Neun statt sechs Fahrer in der Equipe, das könnte Siebergs Chancen verbessern, auch bei der WM Greipel im Finale in eine gute Position bringen zu dürfen.

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