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So haben die Handball-Teams aus Lünen gespielt

Handball

Das Derby zwischen VfL Brambauer und Lüner SV endete mit einer tollen Geschichte. Für Oberaden ging beim Oberliga-Auftakt alles schief. Lesen Sie hier, wie die Handballer gespielt haben.

09.09.2018
So haben die Handball-Teams aus Lünen gespielt

Celina Schmidt (Mitte) und der LSV hielten als Aufsteiger mit, hatten den Sieg in der Hand. Doch letztlich triumphierten Sarah Bauer (r.), Sanja Lasshof (l.) und der VfL Brambauer. © Günther Goldstein

Mehr Spannung war nicht möglich. In allerletzter Sekunde gewannen die Verbandsliga-Damen des VfL Brambauer am Samstag das Derby gegen den Lüner SV. Matchwinnerin Angelina Pötte schrieb dabei eine besondere Geschichte.

Frauen-Verbandsliga

VfL Brambauer – Lüner SV

25:24 (14:11)

Ungläubig schaute Pötter ihre heranstürmende Mannschaft an, just in dem Moment, als die Anzeigetafel für den VfL von 24 auf 25 umschaltete. Linkshänderin Pötter hatte per direktem Freiwurf nach Ablauf der Spielzeit getroffen – mehr geht im Handball nicht. Wie ein Strahl schlug der Ball ins kurze Eck ein, der Block der Lünerinnen und Torfrau Romina Preuß waren gegen den Strahl machtlos. Pötter dachte zunächst noch, sie hätte das Außennetz getroffen, doch der riesige Jubel in der Sporthalle Brambauer riss auch sie völlig mit, bis sie in Tränen ausbrach. Denn: Es war nach Jahren als Leistungsträgerin für den VfL. Sie muss aus gesundheitlichen Gründen ihre Laufbahn beenden. Der Treffer zum Derbysieg war ihr letzter Wurf.

Nach einem Brambaueraner Erfolg sah es kurz zuvor allerdings überhaupt nicht aus. Der VfL hatte zwar das ganze Spiel über geführt, hielt den LSV immer auf zwei, drei Treffer Distanz. Doch in den letzten Minuten entglitt der Sieben von Andre Schwedler die Partie, Lünen verkürzte und glich schließlich durch Hannah Püschel zum 24:24 aus. Das Momentum lag nun klar auf Lüner Seite, in Sachen Körpersprache war die junge Mannschaft des Aufsteigers ebenfalls überlegen. „Wir haben die Tore wieder gemacht. Dann haben wir auch in der Abwehr besser gestanden“, sagte Lünens Trainer Marcel Mai.

Lünen hat in der letzten Minute alles selbst in der Hand

Folglich vergab der VfL seinen nächsten Angriff und Lünen hatte bei noch etwas mehr als einer Minute auf der Uhr den Ball und alles selbst in der Hand. Der LSV holte klug ein paar Freiwürfe heraus, ließ so die Uhr herunterlaufen. Doch dann fehlte scheinbar der passende Spielzug, Brambauer fing den Ball ab – und Kreisläuferin Michelle Holz hatte bei noch sieben Sekunden Restzeit den Ball in der Hand und das Feld vor sich. Doch ihr fehlte nach kräftezehrenden 60 Minuten und einer starken Leistung die Power, um den Gegenstoß zu laufen. Sie holte nur noch den Freiwurf heraus – den Rest erledigte Pötter.

Und irgendwie überstrahle diese Einzelaktion die restliche Partie komplett. Tiefgehende Analysen – etwa, dass der LSV-Innenblock einen schlechten Tag erwischte oder der VfL nicht konsequent genug agierte – erübrigten sich am Samstagabend völlig. Im Mittelpunkt stand nur Pötters Wurf ins Brambaueraner Glück. „Der flutscht da irgendwie durch. Der Wurf ist natürlich klasse, ein absoluter Strahl. Das hat sie sich verdient“, so Mai. VfL-Trainer Andre Schwedler sagte: „Es war ein geiles Spiel für die Zuschauer – für mich als Trainer natürlich nicht. Eigentlich hätten wir nur den Sack zu machen müssen, auch wenn Lünen es gut gemacht hat.“

VfL Brambauer: Jaschewski/Sindermann – Holz (8), Pötter (5/2), Plotek (3/2), Bauer (3), Lasshof (3), Sahage (1), Trippe (1), Umbescheidt (1), N. Karau, Gramradt, Rohr
Lüner SV: Preuss/Krause/Klostermeier – Hülsewede (9/6), Püschel (5), Geisler (4), C. Schmidt (3), Lieneke (1), Lohölter (1), A. Schmidt (1), , Schröder, Blümel, Marre, Rempe

Der Oberliga-Start ging für die Handballer des SuS Oberaden in die Hose. Nach einer schwachen zweiten Halbzeit verlor der SuS mit 18:30 beim VfL Mennighüfen.

Oberliga Westfalen

Mennighüfen – Oberaden

30:18 (10:10)

„Man hat gemerkt: Wir sind in einer neuen Liga angekommen. Das ist eine ganz andere Qualität“, sagte Alex Katsigiannis, Spielertrainer der Cobras.

Das bezog sich vor allem auf die zweite Halbzeit, in der Oberaden vieles falsch machte und so deutlich ins Hintertreffen geriet. Von 11:11 zog Mennighüfen auf 20:11 davon – und entschied so die Partie klar zu seinen Gunsten. „Aus dem Rückraum kam viel zu wenig“, sagte Katsigiannis. Er sah in Durchgang zwei kaum noch Tore aus dem gebundenen Spiel. Viel zu zaghaft suchten die Cobras die Lücken in der gegnerischen Defensive und wenn sie dann mal durch kamen, zeigte sich Mennighüfens Torhüter Daniel Habbe in starker Verfassung.

„Das war von uns viel zu wenig“

„Es wäre viel mehr möglich gewesen, aber wir sind nicht an unsere Leistungsgrenzen gegangen. Das war von uns viel zu wenig“, so Katsigiannis. Sein Kader sei zwar immer noch nicht wirklich fit, aber auch unter Berücksichtigung dessen „hätte das besser sein können“, so Katsigiannis.

Dabei zeigte der SuS nach nervösem Start eine gute erste Halbzeit. Zunächst spielte Oberaden noch zögerlich und ängstlich, doch der erste Treffer durch Kreisläufer Tim Holtmann nach elf Minuten war so etwas wie die nötige Initialzündung. Auch die 5:1-Abwehr machte Mennighüfen nun das Leben schwer und der SuS belohnte sich vor der Pause mit der 9:8-Führung – das war es dann aber auch.

SuS Oberaden: Klepping/Makus (1) – Lauber (3), Wagner, Noe (1), Herold (2/2), Fehring, Katsigiannis (3), P. Stennei (5), Braach, B. Stennei, Holtmann (1), Rossfeldt (2)

Im benachbarten Werne gab es für die Bezirksliga-Handballer des Lüner SV am Samstag eine 19:25-Niederlage.

Bezirksliga Hellweg

TV Werne – Lüner SV

25:19 (10:8)

Das Geheimnis um die Neuzugänge, das Trainer Christian Neve am Donnerstag noch nicht lüften wollte, klärte sich mit Anpfiff auf. Beim LSV steht jetzt Leon Karanski (ehemals VfL Brambauer) im Tor, Luka Donat verstärkt die Sieben auf dem Feld. Am Samstag half das noch wenig, der LSV hielt bis zur Pause gut mit, geriet dann aber ins Hintertreffen. Wirklich verkürzen konnte Lünen nicht mehr, beim 23:15 (54.) war das Spiel spätestens verloren – zu wenig Durchschlagskraft hatten die Lüner im Angriff entwickelt.

Lüner SV: Karanksi/Hangebrock – Hadac (7/3), Dornseifer (1), Olschewski, Gores, Seeger (1), Donat, Stroscher (3/2), Neve (2), Miehle (2), Wildemann (3)

Das konnte fast gar nicht gut gehen: Mit einer enorm dünnen Personaldecke hat Handball-Landesligist VfL Brambauer am Samstag mit 25:33 bei Aufsteiger SV Eintracht Dolberg verloren.

Landesliga 3

SVE Dolberg – VfL Brambauer

33:25 (16:13)

Mit Vitus Forsmann und Kim Freitag standen nur zwei Rückraumspieler zur Verfügung, die auch im Normalfall zur Mannschaft gehören – für drei Positionen. So kam es, dass Kreisläufer Rafael Pape zeitweise die Regie auf der Mitte übernehmen musste.

Trotzdem hielt der VfL mit, beim 18:21 nach 40 Minuten war der Tank dann aber leer. Dolberg zog auf 27:18 davon und entschied die Partie. Hinzu kam noch, dass sich Abwehrchef Mats Gärtner und Burak Kurt, der aus der zweiten Mannschaft für Torgefahr aus dem Rückraum sorgen sollte, sich verletzten. Kurt stoppte schon das Aufwärmprogramm, Gärtner schied kurz nach dem Seitenwechsel aus. „Somit war einfach keine Kraft mehr da“, sagte Trainer Nadim Karsifi. Mit Lothar Baggemann, Leo Langmann, Jonas Lüke und Sebastian Pohl fehlten ihm mehr Rückraumspieler, als zur Verfügung standen. Dazu erwischten Kreisläufer Jan Richter und Vitus Forsmann, auf den es im Rückraum angekommen wäre, keinen guten Tag. tija

VfL Brambauer: Sträde/Welski – Richter (2), Eder (3), Wißemann (1), Kurt (1), Gärtner, P. Langmann (2), Forsmann (3), Freitag (6), Pape (4), Maurer (2)

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