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So haben die heimischen Fußballer gespielt

Fußball

Der Werner SC liegt nach einem harten Spiel in Dorsten mit unglücklichem Ausgang auf einem Abstiegsplatz. Mit einem souveränen 4:0-Erfolg zeigt hingegen der SV Herbern, dass er auch auswärts gewinnen kann. Wie die Fußball-Teams am Wochenende gespielt haben, lesen Sie hier.

WERNE/HERBERN

, 25.02.2018
So haben die heimischen Fußballer gespielt

Oscar Franco Cabrera war Dreh- und Angelpunkt im Herberner Offensivspiel.

Fußball-Landesligist SV Herbern arbeitet bei Viktoria Heiden daran, die Auswärtsschwäche aus 2017 vergessen zu machen und das mit eindrucksvollem Erfolg. Das Team von Holger Möllers siegte deutlich 4:0.Keine Chance hatte Viktoria Heiden am Sonntag im Heimspiel gegen den SV Herbern. Die Herberner gewannen mit 4:0 und rücken dadurch auf Rang drei vor.

Landesliga 4

Vikt. Heiden – SV Herbern

0:4 (0:2)

Die Gastgeber schafften es nur in den ersten zehn Minuten, den Herbernern das Leben schwer zu machen. Heiden setzte den SVH schon in der Innenverteidigung früh unter Druck. Herberns Keeper Sven Freitag wurde immer wieder zu langen Bällen gezwungen.

„In der Anfangsphase, speziell in den ersten zehn Minuten, haben wir nicht in die Partie gefunden. Beim Positionsspiel und fußballerisch hat es da nicht gut funktioniert“, sagte Herberns Trainer Holger Möllers nach dem Spiel. Doch es war klar, dass Heiden dieses Tempo nicht über die volle Distanz halten konnte, weil Herbern den Ball in den eigenen Reihen laufen ließ und viel Ballbesitz hatte. So lief Heiden die gesamte Partie den Ball hinterher.

Herbern bringt das Spiel unter Kontrolle

Mit der ersten großen Chance des SV Herbern nach 16 Minuten übernahmen die Gäste die Kontrolle über das Spiel. Dominick Lünemann dribbelte den Ball auf der rechten Seite bis zur Grundlinie. Von dort aus passte er in den Rückraum, wo Thomas Eroglu frei zum Abschluss kam. Seinen Schuss klärte Heidens Innenverteidiger Fabian Baumeister vor dem freien Tor (16.).

Herbern behielt die Kontrolle. Nachdem Sebastian Schütte aus neun Metern am gegnerischen Torwart Tobias Terlau scheiterte, gab es Eckstoß. Eroglu brachte diese in den Strafraum auf den zweiten Pfosten, wo Fabian Vogt allein gelassen wurde und zum 1:0 einschob (36.). Eine Minute vor der Halbzeit baute Eroglu die Führung aus. Durch eine gute Einzelaktion zog er von links in die Mitte, wo er seine Gegenspieler stehen ließ und aus 16 Metern abzog. Dabei tunnelte er den Terlau zum 2:0.

Heiden hat beim Seitenwechsel noch Hoffnung

Nach dem Seitenwechsel stellte Heidens Trainer Thomas Benning um. Er nahm einen Verteidiger raus und spielte hinten mit Dreierkette und vorne mit zwei Stürmern. „Ich hatte die Hoffnung, dass wir so noch was reißen können“, erklärte er. Heiden wurde stattdessen anfälliger in der Defensive. Schütte ließ innerhalb von zwei Minuten zwei Riesenchancen liegen (53./54.).

„Wir hätten schon viel früher in der zweiten Hälfte das Spiel entscheiden können“, so Möllers. Es dauerte bis zur 66. Minute. Dort setzte sich Herberns Julian Trapp 25 Meter vor dem Tor gegen Baumeister durch. Er lief allein auf Terlau zu, umkurvte ihn und netzte aus zehn Metern zur Entscheidung ein. Kurz darauf stellte Benning sein Team wieder um. „Da musste ich anerkennen, dass Herbern heute einfach zu stark für uns war“, sagte Heidens Trainer.

Heidens Trainer: „Sieg geht in der Höhe in Ordnung“

Den Schlusspunkt in der Partie besorgte Herberns Kapitän Tim Bröer. Nachdem er von Trapp auf der linken Seite freigespielt wurde, schloss er von links ab und der Ball landete zum 4:0 unten rechts im Tor (80.). „Der Sieg geht für Herbern auch in der Höhe in Ordnung. Ich musste auf fünf absolute Stammspieler verzichten, aber ich glaube auch mit denen wäre es heute sehr schwer geworden, gegen Herbern zu bestehen. Sie haben eine gute Mannschaft“, lobte Benning.

Möllers freute sich über den starken Auftakt. „Für die erste Partie war das eine gute geschlossene Mannschaftsleistung. Ich bin natürlich zufrieden“, sagte er.

Vikt.: Terlau – F. Baumeister, Brun, T. Baumeister, T. Gremme (37. Gollenia), Storcks (74. Möllmann), Drolshagen, M. Gremme, Elsing, Hussmann, Seyer
SVH: Freitag – Schulte, Richter, Conde, Bröer, Lünemann, Vogt (84. Krüger), Eroglu (70. Hölscher), Schütte (70. Scholtysik), Cabrera, Trapp
Tore: 0:1 Vogt (38.), 0:2 Eroglu (44.), 0:3 Trapp (66.), 0:4 Bröer (80.)

Die Emotionen in beiden Lagern kochten nicht nur im Spiel, sondern auch nach dem Abpfiff hoch. Abstiegskampf pur, in dem sich der SV Dorsten-Hardt einen wichtigen Sieg gegen die Gäste vom Werner SC erkämpfte.

Landesliga 4

SV Dorsten-Hardt – Werner SC

3:2 (2:1)

Der Hardter Trainer Marc Wischerhoff atmete nach der mehr als kampfbetonten Partie auf Kunstrasen tief durch: „Es war zwar eine gewisse Verunsicherung bei uns zu sehen, aber wir haben Kampf und Leidenschaft gezeigt.“

Früh gingen die Platzherren nach einem feinen Spielzug in Führung. Die maßgenaue Flanke von Alex Brefort setzte Pascal Pfeifer zum 1:0 für die Hardter in die Werner Maschen (4.). Nach einem Abwehrfehler der Gäste schaltete Dominik Königshausen am schnellsten und beförderte den Ball zum 2:0 ins lange Eck des Gästetores (36.). Für das Team von WSC-Trainer Lars Müller verlief der Start in die restliche Spielzeit erstmal bescheiden. Trotzdem konnte Müller mit Abpfiff feststellen: „Das war eine absolut unnötige Niederlage. Wir haben ein gutes Auswärtsspiel geliefert, das wir nicht hätten verlieren dürfen.“

Werne schafft den Anschluss

Schon in den ersten 45 Minuten waren die Werner ein gefährlicher Gegner. Nach einem Fehler von Ahmed Bakare war der Hardter Keeper Stefan Schröder gegen die in Überzahl anlaufenden Gäste aber auf dem Posten (42.).

Nach einem Kopfball von Pascal Harder schaffte der WSC aber noch vor der Pause (45.) den 1:2-Anschluss. Das Tor sorgte für eine Rudelbildung, weil die heimischen Spieler Harders Kopfball an den Innenpfosten anschließend nicht hinter der Linie gesehen haben wollen. Der Unparteiische entschied allerdings auf Tor und blieb nach Rücksprache mit dem Assistenten bei seiner Entscheidung.

Bissiges Spiel mit strittigen Szenen

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel noch bissiger, mit einer Reihe strittiger Entscheidungen sorgte der Schiedsrichter auch nicht für Ruhe auf dem Platz. Beim 2:2 regten sich die Hardter erneut auf: Werne sei nur durch Foulspiel in Ballbesitz gekommen. Dominik Hennes war es egal, am Ende des Spielzuges netzte er zum verdienten 2:2-Ausgleich ein (54.).

So haben die heimischen Fußballer gespielt

Dennis Klossek hängt sich an Hardts Mittelfeldspieler Ahmed Bakare. In einem kampfbetonten Spiel mussten die Werner am Ende ohne Punkte die Heimreise antreten. © Pieper

Beide Teams kämpften verbissen weiter. Nach einem Eckball jagte erneut Pfeifer per Kopf den Ball zur 3:2-Führung für Hardt ins Werner Gehäuse, Keeper Sebastian Treppe war machtlos (79.).

Fouls und Nickeligkeiten häuften sich nun. Nach einem harten Foul sah Hardts Tuncay Turgut noch die Rote Karte (82.). Es blieb letztlich beim hart erkämpften Sieg der Heimmannschaft in einem Spiel zweier Teams auf Augenhöhe. Werne rutscht durch die Niederlage auf Platz 14, den ersten Abstiegsrang, weil Gemen gegen Coesfeld 3:2 gewinnt und mit 19 Punkten nun zwei Zähler vor dem WSC steht.

Hardt: Schröder – Jansen, Heitbreder, Haarmann, Hennebach (69. Siegle), Turgut, Bakare, Wickermann, Königshausen (74. Mitrentsis), Brefort (74. Liesenklas), Pfeifer

WSC: Treppe – Link, Stöver, Harder, Simon, Klossek, Runde, Durkalic, Saado (88. Poggenpohl), Lachowicz (59. Prinz), Hennes (75. Manka)
Tore:
1:0 (4.) Pfeifer, 2:0 (36.) Königshausen, 2:1 (45.) Harder, 2:2 (56.) Hennes, 3:2 (79.) Pfeifer
Besonderes Vorkommnis: Rote Karte gegen Turgut (Hardt) wegen groben Foulspiels (82.)

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