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Sparvorschläge: Jetzt wollen sich die Sportvereine wehren

SELM Die Selmer Sportvereine werden aktiv. Das ist das Ergebnis einer außerordentlichen Versammlung des Stadtsportverbandes und Vertretern der angeschlossen Vereine. Gemeinsam wollen sie sich gegen eine mögliche Kürzung der Zuschüsse an Sportvereine zu Wehr setzten.

von Ruhr Nachrichten

, 06.08.2008

Nach den bisher öffentlich bekannt gewordenen Vorschlägen des Finanzexperten Michael Mutter sollen die Zuschüsse an die Selmer Sportvereine drastisch gekürzt werden, so dass davon ausgegangen werden müsse, dass einige Vereine ihre Tätigkeit im Erwachsenen- wie auch im Jugendbereich reduzieren bzw. die Vereinsarbeit ganz einstellen müssten, teilt der Stadsportverband mit.

Nach intensiver Diskussion zwischen den Vereinsvertretern wurde einhellig die Meinung vertreten, dass alle Selmer Sportvereine geschlossen gegen die drastiscnen Zuschusskürzungen Front beziehen müssten. "Diese Kürzungen sollen sich insgesamt auf rund 400.000 Euro belaufen, wobei die Vereine nach sportlicher Ausrichtung unterschiedlich belastet werden", lautet die Kritik.

Angebot müsste deutlich reduziert werdenInsgesamt müsse damit gerechnet werden, dass das Sport- und Freizeitangebot in Selm, dazu gehört auch der Betrieb des Selmer Freibades, für alle Bürger, also auch für den Kinder- und Jugendbereich, radikal reduziert wird, wenn die vorgeschlagenen Maßnahmen auch so umgesetzt würden.

Alle Vereinsvertreter vertraten die Auffassung, dass die so vorgeschlagene Haushaltskonsolidierung sich für eine Weiterentwicklung der Stadt SeIm äußerst negativ auswirken werde und nicht hinzunehmen sei.

Verein planen Gespräche und Aktionen Die Vereine beschlossen, in den nächsten Wochen geschlossen gegen die beabsichtigten Maßnahmen vorzugehen und stellten hierfür einen Aktionsplan auf. Danach sollen neben Gesprächen mit den Verantwortlichen der Stadt, mit den im Rat der Stadt Selm vertretenen Fraktionen, auch gezielt öffentliche Aktionen durchgeführt werden.

"Die Selmer Sportvereine wollen damit insbesondere den am Entscheidungsprozess beteiligten Stellen deutlich machen, dass sie mit den ihnen rechtlich zustehenden Mitteln nichts unversucht lassen, um eine Stadt mit erheblich reduziertem Sport- und Freizeitangebot zu verhindern", heißt es abschließend.

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