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SSV Rhade baut Kunstrasenplatz

Spatenstich in die Zukunft

Rhade Der SSV Rhade startet am Samstag mit dem Bau des Kunstrasenplatzes. Dafür treibt der Verein einen sechsstelligen Euro-Betrag auf.

Spatenstich in die Zukunft

Wenn alles nach Plan läuft, dann dürfen Marvin Schmickler (r.) und der SSV Rhade nach der Winterpause auf dem eigenen Kunstrasen spielen. Foto: Lücke (A)

Am Samstag erfolgt am Rhader Dahlenkamp um 15 Uhr der Spatenstich für das Kunstrasenprojekt des SSV Rhade. Bereits nach der Winterpause sollen die ersten Spiele auf dem künstlichen Grün stattfinden – doch bis zum Start des Projekts war es ein längerer Weg. Rund 100.000 Euro treibt der Verein eigenständig dafür auf. Der Sportausschuss der Stadt Dorsten stimmte der Beschlussvorlage am Montagabend einstimmig zu – 289.600 Euro zahlt die Stadt für den Umbau des Ascheplatzes.

Ganz am Anfang sei mal ein dritter Platz geplant gewesen, sagte Georg Lammers, Vorsitzender des SSV Rhade. Bedingung dafür war, dass nach der Fusion des FC Rhade und der Sportfreunde Rhade der Sportplatz an der Lembecker Straße aufgegeben wird. Hier sollen in Zukunft Wohnungen entstehen, der Verein wird an den Erlösen beteiligt. Doch in welcher Höhe sei laut Lammers nie wirklich festgehalten worden. „Das ist alles ein bisschen schwammig“, sagte er. Am Ende sind es 215.000 Euro geworden – laut Lammers rund ein Drittel des Erlöses. „Da kann man mit leben“, sagt er.

Hinzu kommen 53.600 Euro, die die Stadt einplant, weil der alte Ascheplatz nicht mehr saniert werden muss und 21.000 Euro Planungskosten, da der Verein eigenständig das Konzept erstellt. „Wir haben die gleichen Bedingungen angewendet, wie bei den anderen Projekten in der Vergangenheit“, erklärte Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff am Montagabend.

Aktiv in die Vermarktung

Doch es bleiben rund 100.000 Euro, die Verein eigenständig auftreiben muss. Minus der Sponsorengelder, unter anderem von der Volksbank, bleiben 50.000 Euro. „Und da gehen wir jetzt aktiv in die Vermarktung“, sagt Lammers. Auch die Mitglieder seien aufgerufen, das Projekt mit Spenden zu unterstützen. So trieben die F-Jugendspieler und die Minis Spenden auf – über 700 Euro kamen zusammen.

Doch nur bei den Anschaffungskosten bleibt es nicht: 15 Jahre soll das künstliche Grün laut Statistik halten. Dann muss die Oberfläche erneuert werden – Kostenpunkt rund 150.000 Euro. Die Hälfte muss der Verein auftreiben, die andere Hälfte finanziert die Stadt.

Beträge, die der SSV Rhade aber gestemmt bekommt. „Das funktioniert“, sagt Lammers. Auch über die Zusammenarbeit mit der Stadt verlor er nur lobende Worte: „Das läuft alles über Sportkoordinator Michael Meiß – und das funktioniert zu einhundert Prozent.“

Bereits am Samstag stehen die Baufahrzeuge der holländischen Firmen bereit, am Montag sollen die Arbeiten starten. Acht Wochen haben die Arbeiter für den Bau eingeplant, für drei Wochen verabschieden sie sich zwischenzeitlich in die Weihnachtsferien. Wenn alles glatt läuft und der Winter mild bleibt, sollen die ersten Spiele nach der Winterpause bereits auf dem Platz stattfinden können. In der Zwischenzeit weichen die Teams nach Erle, Lembeck oder Deuten aus. Hier habe die Zusammenarbeit der Klubs gut funktioniert, „obwohl die ja auch nicht allzu viele Zeiten zur Verfügung haben“, sagte Lammers.

Keine Altreifen

Wie wichtig so ein Kunstrasenplatz für einen Verein ist, belegt der Vorsitzende mit einer Statistik: Laut einer Studie könne ein Rasenplatz rund 500 Stunden im Jahr bespielt werden. „Der Kunstrasenplatz allerdings 2500 Stunden“, erklärt Lammers, „ein erheblicher Unterschied.“ Die Zeiten, dass zwischenzeitlich vier Mannschaften sich die Trainingsfläche teilen müssten, sei vorbei. Denn zusätzlich wird neben dem Fußballplatz auch ein Kleinfeld entstehen, auf das Jugendmannschaften ausweichen können.

Auch auf die aktuellen Diskussionen, welches Granulat auf dem Platz liegen soll, hat der Verein reagiert: „Bei uns wird das Material SBR verwendet“, sagt Lammers, also keine Altreifen.

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