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Stockum gelingt Befreiungsschlag – Nullnummer in Werne

Kreisliga A

Der SV Stockum hat sich mit einem 5:1-Sieg über den TSC Hamm den Frust von der Seele geschossen. Bei Eintracht Werne gab es hingegen eine müde Nullnummer.

Werne, Stockum

, 02.09.2018
Stockum gelingt Befreiungsschlag – Nullnummer in Werne

Enes Tozlu (M.) war gegen den TSC Hamm der überragende Mann. Er traf selbst doppelt und bereitete zwei weitere Treffer vor.Schmittmann © Johannes Schmittmann

Eintracht Werne – TSC Kamen: Viel deutete bis zur Halbzeitpause im Spiel zwischen den Fußball-A-Ligisten SV Stockum und TSC Hamm nicht darauf hin, dass nach 90 Minuten das Team von Ralf Gondolf als Sieger vom Platz geht. Bereits nach 19 Minuten kassierte es durch naives Zweikampfverhalten einen Strafstoß gegen sich. Mücahid Tunc nahm das Geschenk dankbar an.

Doch eine erhebliche Leistungssteigerung des SV Stockum in Abschnitt zwei sorgte für die ersten Punkte. Damit verschafft sich der SV Stockum etwas Luft im Abstiegskampf und klettert auf Rang 12. „Dafür, dass wir mit dem Gepäck angereist sind, noch keinen Punkt auf dem Konto zu haben, sah das sehr gut aus“, zeigte sich Ralf Gondolf nach der Partie erleichtert. Ihm habe vor allem gefallen, wie sein Team aus der Kabine gekommen sei. „Wir hatten in der Halbzeit angesprochen, dass wir unsere schnellen Außenspieler mehr in Szene setzen müssen. Das hat einige Male hervorragend geklappt“, so Gondolf. So war es auch kein Zufall, dass es der agile Enes Tozlu war, der den Ausgleichstreffer durch Tolga Köroglu mustergültig vorbereitete.

Furiose Halbzeit zwei

Nur vier Minuten später drehte der SV Stockum in Person von Ibrahim Saadouni das Spiel komplett. Damit war der Bann gebrochen. Innerhalb von zwölf Minuten erhöhte das Team von Ralf Gondolf auf 5:1. Erneut Saadouni und zweimal Enes Tozlu trafen für den SVS. „Es verschafft uns natürlich ein bisschen Luft zum Atmen. Aber ich hoffe, dass wir für die Zukunft aus unseren Fehlern gelernt haben“, so Ralf Gondolf. Das Ergebnis täusche über die ein oder andere gezeigte Schwäche hinweg. Vor allem die individuellen Fehler muss der A-Ligist abstellen, wenn er nicht bis zum Ende der Saison im Abstiegssumpf festhängen möchte. Auch deshalb warnt Gondolf: „Wir haben noch viel zu tun. Das Ergebnis war wichtig, aber es ist noch viel Luft nach oben. Heute müssen wir aber erst mal das Positive sehen.“ Positiv war auch, dass sich der SVS nicht von den Provokationen des Gegner anstecken ließ. Gleich mehrere Male kam es zu Wortgefechten – auf und neben dem Platz. Ein Betreuer und ein Mitglied des TSC-Trainertabs wurden von Schiedsrichter Erkan Bostanci des Platzes verwiesen.

SV Stockum: Tüten - Cördük, E. Tozlu, Cördük, Köroglu (75. Löbbecke), Sari (84. Thörner), Gottschlich (60. Lupp), Saadouni, H. Tozlu,Tayar, Kilic


Tore: 1:0 (19.), 1:1 Köroglu (49.), 1:2 Saadouni (53.), 1:3, 1:4 E. Tozlu (58., 65.), 1:5 Saadouni (70.)

Eintracht Werne – Lohauserholz-Dahberg II: Eintracht Werne hat nach dem 0:0-Unentschieden am Sonntagmittag in der Partie gegen den TuS Lohauserholz-Dahberg II den Sprung an die Tabellenspitze verpasst.

Die Werner zeigten eigentlich eine solide Partie. Trainer Mario Martinovic musste vor der Partie umstellen. Sein Kapitän Enes Akyüz fehlte gesperrt. Stürmer Ibrahim Kabakoglu ist im Urlaub. Für den kurzfristigen Abgang von Damir Kurtovic haben die Werner keinen externen Ersatz gefunden. Die Evenkämper hatten viel Ballbesitz und ließen dem Gegner keine Tormöglichkeiten zu. Auf der Gegenseite produzierte die Mannschaft von Trainer Mario Martinovic aber ebenfalls keine Chancen. Die einzige große Möglichkeit der ersten Hälfte hatte Außenverteidiger Sandro Ünal. Nachdem er sich auf rechts gut durchgesetzt hatte, zog er von halb rechts ab und die Kugel knallte an den Pfosten. „Danach verflachte das Spiel etwas. Wir haben den Ball zwar laufen lassen, doch wir sind nur bis zum Sechzehner gekommen. Von dort aus fehlten die Ideen, um gefährlich vor das Tor zu kommen“, erklärte Martinovic. Kurz vor der Pause hatte sein Bruder Marko die größte Chance des Spiels. Nachdem ein Eintracht-Spieler im Strafraum zu Fall gebracht wurde, gab es Elfmeter. Marko Martinovic trat an. Der Keeper ahnte die richtige Ecke und tauchte unten links ab und hielt die Kugel (44.).

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern dasselbe Bild. Eintracht war bemüht, nach vorne zu spielen, doch ohne echten Mittelstürmer fehlte die Gefahr in der Offensive. Kurz vor dem Schlusspfiff kamen die Evenkämper dann gefährlich vor das Tor der Gäste. Nachdem Marko Martinovic den Ball in den Strafraum flankte, stand Wernes Andreas Matula am zweiten Pfosten blank. Er hätte den Ball in Ruhe einköpfen können, doch setzte die Kugel stattdessen deutlich über das Tor (90.). „Der muss eigentlich drin sein. Aber wir waren heute nicht konsequent im Abschluss. Insgesamt war es ein gutes Spiel. Wir haben in der Defensive nichts zugelassen“, so Martinovic.

Werne: Rafalski - Pawlik, Schiller, Marko Martinovic, Peper, Bozkurt (70. Bozkurt), S. Ünal, Matula, Yilmaz, Kavakbasi, Ates (56. Schebab)
Tore: Fehlanzeige
Bes. Vorkomnisse: Kersten hält Foulelfmeter (44.)

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