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SuS-Vorstand: „Am Trainer liegt es nicht“

Fußball: Bezirksliga

Seit einem Jahr ist Werner Sander (55) Vorstandsmitglied bei Olfens Fußballern – und gleichzeitig der Bruder des SuS-Trainers Norbert Sander. Sportredakteur Sebastian Reith sprach mit ihm über die aktuelle sportliche Lage beim Bezirksligisten.

OLFEN

, 27.10.2016
SuS-Vorstand: „Am Trainer liegt es nicht“

„Wir sind natürlich nicht glücklich über die fünf Punkte“, sagt Werner Sander. Olfens Trainer Norbert Sander bekommt aus dem Vorstand jedoch Rückendeckung. Eine Trainerdiskussion will Werner Sander nicht aufleben lassen.

Steht Norbert Sander innerhalb des Vorstands zur Diskussion?

Wir diskutieren natürlich kritisch über die sportliche Situation. Aber wir diskutieren nicht darüber, ob wir einen neuen Trainer brauchen. Wir überlegen, was wir allgemein tun können.

Aber fünf Punkte aus zehn Spielen sind nicht gerade eine Erfolgsbilanz. Wie fest sitzt Trainer Norbert Sander im Sattel?

Wir stellen ihn nicht in Frage. Er stellt sich selbst mehr in Frage, als wir ihn. Wir haben nicht das Gefühl, dass ein Wechsel nötig wäre, weil der Trainer die Mannschaft nicht erreicht oder ein neuer Trainer neue Impulse gibt. Die Mannschaft kämpft und macht und tut – am Trainer liegt es nun wirklich nicht.

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Ändert sich daran etwas, wenn Olfen am Sonntag in Erkenschwick verliert?

Nein, daran ändert sich nichts.

Aber Fußball ist auch ein Ergebnissport.

Wir sind natürlich nicht glücklich über die fünf Punkte. Aber ich habe viele Spiele und viele Gegner gesehen. Wir sind noch nicht abgeschlachtet worden. Am Sonntag wäre ein Punkt sicherlich glücklich gewesen, aber vielleicht auch ein bisschen verdient. Aber wenn es da einen Sieger gab, dann musste er Hüls heißen.

Würde Olfen mit Norbert Sander auch in die Kreisliga gehen?

Das ist eine Frage, die ein halbes Jahr zu früh gestellt wird. Wir wissen nicht, was in einem halben Jahr ist. Deswegen beschäftigen wir uns damit nicht. Und ich weiß momentan nicht, ob Norbert das überhaupt mitgehen würde. Wir haben aber einen Weg, den wir bestreiten wollen.

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Mit jungen Spielern?

Mit jungen Spielern und ohne Bezahlung. Das ist einer der Kernpunkte unseres Konzepts, dass kein Spieler von uns Geld kriegt. Daran wollen wir festhalten. Und wenn wir im Zweifel absteigen, würden wir dann wieder aufsteigen wollen.

Was stimmt Sie optimistisch, dass die Mannschaft den Abstieg abwenden kann?

Die Moral und die Entwicklung. Wenn ich beispielsweise sehe, wie Lars Meier sich zu einer Stütze entwickelt hat. Er war in der vergangenen Saison noch Spieler der zweiten Mannschaft. Als er jetzt vom Feld musste, fehlte einer, der mal den klugen Pass spielen kann.

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Ist es ein Konflikt, dass Sie Mitglied im Vorstandsgremium und gleichzeitig der Bruder des Trainers sind, den Sie vielleicht eines Tages entlassen müssten?

Nein, das glaube ich nicht. Wenn es entsprechende Diskussionen gäbe, würde ich mich raushalten. Aber ich glaube, einen vernünftigen Blick auf das Geschehen zu haben. Ich halte nicht meine Hand über Norbert. Wir sind übrigens auch nicht immer einer Meinung und können privat auch kontrovers diskutieren.

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