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TVW-Chef Bußkamp: "Unterstützung? Kriegen wir nicht"

Volleyball

Nachdem die Volleyball-Damen des TV Werne aus der zweiten Bundesliga abgestiegen sind, wollen die Verantwortlichen in der Regionalliga-West angreifen. Volleyball-Chef Hubert Bußkamp und das Trainerduo Marco Bending und Stefan Jäger sprechen im Interview über Wernes Volleyball-Zukunft.

WERNE

von Von Daniel Müller

, 25.06.2012
TVW-Chef Bußkamp: "Unterstützung? Kriegen wir nicht"

Stefan Jäger (36, v.l.), Hubert Bußkamp (50) und Marco Bendig (43) wollen mit den Volleyball-Damen wieder angreifen.

Man muss bei solch einer Analyse ehrlich sein: Unsere Gegner waren einfach besser und hatten eine höhere Qualität.

Der Saisoneinstieg war sicher nicht optimal. Da waren ein paar knappe Spiele dabei. Irgendwann ist es dann natürlich schwer, aus der Negativserie rauszukommen.  

Man hat gemerkt, dass die Mädels nach zwei Jahren Bundesliga auch satt waren. Teilweise waren wir das komplette Wochenende unterwegs – da macht irgendwann keinen Spaß mehr. Denn Volleyball ist ja unser Hobby, wir müssen alle unter der Woche noch arbeiten. Wir sind keine Profis.

Wir haben ordentlich gewirtschaftet. Wir haben mit einem begrenzten Budget einen sehr guten Job gemacht.

 

 Nein. Die Schnittstelle zur Politik stellt natürlich auch der Vorstand dar. Alle Abteilungen fordern Hallenzeiten und brauchen finanzielle Unterstützung. Aber es kann natürlich nicht sein, dass wir als Bundesligist in der Rückrunde nicht einmal über das ganze Feld trainieren konnten, weil die Halle immer doppelt belegt war. Finanziell werden wir primär getragen von Kleinsponsoren aus Werne.

Kriegen wir nicht. Wir haben einfach keinen Sportbegeisterten im Rat. So einfach ist das.  

Unter den derzeitigen Bedingungen sicher nicht, auch wenn das Zuschauerinteresse da ist. Die Linderthalle war meistens rappelvoll - obwohl wir jedes Mal einen auf den Deckel bekommen haben.

Das glaube ich nicht. Zwei Spielklassen tiefer werden die sportlichen Erfolge wieder in den Vordergrund rücken. Der eine oder andere Sieg ist sicherlich schöner anzusehen, als immer nur Niederlagen in der zweiten Bundesliga.

Charlotte kommt aus Münster. Ich habe mich dort umgehört und ein befreundeter Trainer hat mir einen Tipp gegeben. Dann habe ich Charlotte beim Beach-Masters angesprochen. Sie war sofort Feuer und Flamme. Durch den Weggang von Miriam Siemer waren wir auf der Suche nach einer neuen Zuspielerin. Marco und ich glauben, dass Charlotte auf dieser Position eine gute Perspektive hat.  

Das entscheidet das Team. Volleyball ist in manchen Dingen demokratisch. Die Mannschaft soll sagen, wer auf dem Feld den kühlsten Kopf hat. Ich glaube jedoch, dass Helena diese Rolle gut ausfüllt.

Wir haben uns entschieden Theresa Rottmann als Liebera aus der zweiten Mannschaft hochzuziehen. Diesem Konkurrenzkampf wollte sich Frauke nicht stellen - deshalb hat sich komplett aufgehört. Theresa hat sich ihre Chance im Training absolut erarbeitet.

Dazu haben wir uns entschieden noch stärker mit Perspektivspielerinnen zu arbeiten. Ich werde für junge und talentierte Nachwuchsspielerinnen einmal die Woche ein extra Training anbieten.

Wir werden uns die Arbeit teilen, da ich mich beruflich verändert habe. Meistens wird wohl jeder zwei Trainingseinheiten pro Woche leiten.  

Dort werden wir sicher auch mal als Duo auftreten, aber auch mal alleine. Wie es uns zeitlich passt.

Wir wollen rocken! Der Vorstand hat gesagt, dass er im oberen Drittel ankommen will.

Wir wollen Spaß haben – und wir wollen endlich mal wieder ein Spiel gewinnen.

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