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Turbulenter Spieltag für Castrop-Rauxeler Teams

Fußball: Bezirksliga

Schon am Samstagabend hat der FC Frohlinde gegen Tabellenführer Arminia Marten einen 0:2-Rückstand zu einem 2:2 aufgeholt. Dabei stand das Spiel zwischenzeitlich kurz vor dem Abbruch. Turbulent wurde es auch zwischen Marl-Hüls II und Obercastrop sowie zwischen Schwerin und Herten.

CASTROP-RAUXEL

, 28.11.2014
Turbulenter Spieltag für Castrop-Rauxeler Teams

Ordentlich Dampf hatte die Partie zwischen Marten und Frohlinde am Samstagabend nicht nur wegen der klirrenden Kälte. Das Spiel selbst hatte einen hohen Unterhaltungswert.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt rutschte der FC Frohlinde in den Anfangsminuten auf dem glatten Geläuf zunächst von einer Verlegenheit in die andere. Drei klare Chancen für die Hausherren. Zweimal rettete Torwart Daniel Schultz dann mit Glück die Querlatte. Die Dortmunder versuchten mit langen Bällen die Defensive von Trainer Jürgen Litzmanski auszuhebeln. Plötzlich war Schluss mit lustig auf Martener Seite. Frohlinde kam. Und wie. Arif Secen wurde im Strafraum gefoult, der Elfmeterpfiff blieb aus. Secen war es dann, der aus kurzer Distanz am Torwart scheiterte, Michael Wurst schoss einen Freistoß aus 16 Metern dem Keeper in die Arme. Was für eine heiße Anfangsphase in dieser kühlen Atmosphäre. Mit dem besseren Ausgang für die Arminia. Secen und Wurst lagen noch kurz vorher verletzt auf dem Boden, als der Tabellenführer mit zwei Querpässen einen freien Kollegen am Sechzehner fand: 1:0 in der 21. Minute.

Neun Minuten später nahm der Schiedsrichter dann die Vorgabe "immer auf Ballhöhe zu sein" wohl zu ernst. Die Folge: Eine blutige Lippe und Schwindelgefühle nach einem Zusammenstoß mit der Schulter eines Spielers. Das Spiel stand vor einem Abbruch. Gut dass Staffelleiter Klaus Overwien als Zuschauer eine Idee hatte. Oberligaschiedsrichter Stefan Tendyk (Gelsenkirchen) war als Beobachter vor Ort und übernahm die Begegnung nach halbstündiger Unterbrechung. Ohne Secen, der wieder früh raus musste und den Safa Obi ersetzte. Marten kam nach dieser Zwangspause besser ins Spiel: 2:0 (38.). Alles aus? Nein. Nachdem Sebastian Janas noch vor dem Wechsel (43.) eine dicke Chance vergab, sorgte er in der 52. Minute für den Anschluss. Michael Janus war es, der nach einem Flankenlauf von Dietrich Liskunov von der rechten Seite mit "Schmackes" das hoch verdiente 2:2 (76.) erzielte. Als in der 90. Minute ein "Armine" umknickte und mit einem Krankenwagen abgeholt wurde, passte das irgendwie zu diesem aufregenden Abend. 

Schultz, Janus, Thimm, Hoffmann, Lauth, Wurst (65. Sube), Secen (30. Obi), Liskunov, Günther, Ruffer (85. Matuszak), Janas.

1:0 (25.), 2:0 (38.), 2:1 (52.) Janas, 2:2 (76.) Janus.

Das Spiel wurde für eine halbe Stunde unterbrochen, weil sich Schiedsrichter Max Sailer (Gladbeck) verletzt hatte und schließlich vom anwesenden Beobachter Stefan Tendyk (Gelsenkirchen) abgelöst wurde.  

Im Falle eines Sieges hätte die Mannschaft von Trainer Thomas Faust zum Ende der Hinrunde den zehnten Platz eingenommen. So verpasste das Berg-Team die Chance, den Überraschungssieg bei Westfalia Langenbochum eine Woche zuvor zu veredeln. Es passierte einfach zu wenig auf dem Kunstrasen. Erst in den Schlussminuten ging es so richtig zur Sache. Die Platzherren hatten sich gerade aufgemacht, mit einer Schluss-Offensive etwas Zählbares zu erreichen. Coach Faust gab hier seine Gedanken preis. „Nur nicht verlieren“, sinnierte er an der Linie. Als wenn er es geahnt hätte. Ein langer Ball in die eigene Abwehr hinein, ein fallender Gegner und Schiedsrichterin Jasmina von Gratowski (Dortmund), zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Faust war außer sich und rief: „Der fällt doch über die eigenen Beine.“ Doch die Entscheidung war richtig, wie Einwechselspieler Mathias Hipe („Es hat geklatscht“) hinter dem Tor signalisierte. Dabei wäre das Foul an der Außenlinie nicht nötig gewesen. Das störte allerdings den gegnerischen Torwart Christopher Ditterle nicht. Der verwandelte den Strafstoß gegen seinen Kollegen Marco Schulz ganz sicher. Und sollte noch einmal entscheidend auffallen. Als der laut Geschäftsführer Peter Wach früher auch für Schwerin spielende Ditterle, Angelo Sänger umschubste, sah er dafür die Rote Karte. Tumultartige Szenen folgten. Spieler, Reservespieler und Trainer liefen an den Tatort. Verbale und nicht druckreife Anfeindungen zwischen den Trainerbänken uferten aus.

Schulz, T. Simbi (65. Foitzik), Reuscheck, Behrends, Alanyali, Hill, Sänger, J. Simbi, Dapi, Niehage (65. Poslednik), Geiger.

0:1 (89./FE).

Rote Karte gegen Hertens Torwart Christopher Ditterle (90 +2.) wegen einer Tätlichkeit.

Das Gastspiel auf dem Marler Loekamp-Sportplatz begann für die Obercastroper vielversprechend. Die Wacker-Abwehr ließ in der Anfangsphase keine nennenswerten Aktionen zu, während die Offensive um Cihangir Sahinli und Manuel Backes gehörig Druck ausübte.In der 25. Minute fiel folgerichtig der Treffer zum 1:0 für die Obercastroper. Marcel Herder leitete die Situation per Freistoß ein, der Marler Torwart wehrte noch ab, konnte aber nicht mehr verhindern, dass Sahinli den Nachschuss versenkte.Wenige Minuten später hätte Backes für das 2:0 sorgen können, zielte aber knapp daneben. Stattdessen trafen die Gastgeber vier Minuten vor der Pause zum 1:1. "Das war ihre erste Torchance in diesem Spiel", ärgerte sich Wacker-Trainer Dennis Hasecke.

Sahinli trifft zum zweiten Mal Sein Team ließ sich jedoch zunächst nicht beirren und legte in der 55. Minute das 2:1 nach. Wieder war Sahinli der Torschütze. Doch dieses Erfolgserlebnis gab den Obercastropern keine Sicherheit. "Wir haben danach keinen richtigen Zugriff mehr auf das Spiel bekommen", befand Hasecke. Er musste mit ansehen, wie Hüls in der 73. Minute das 2:2 markierte.Danach folgte eine turbulente Schlussphase, in der Wacker-Keeper David Scholka zunächst einen Handelfmeter parierte (81.). Sechs Minuten später sahen gleich drei Spieler die Rote Karte: Ein Marler, der den Obercastroper Maik Bothe grob gefoult hatte, Bothe selbst, weil er sich danach ein "Kopf-an-Kopf"-Rededuell mit seinem Kontrahenten geliefert hatte, sowie ein weiterer Akteur der Gastgeber, der Bothe einen Schlag versetzt hatte. Am Ergebnis änderte sich nichts mehr.TEAM UND TOREOBERCASTROP: Scholka, Barfuß, B. Fritsch, Schröder, Sahinli (70. Kresic), Kitowski, Boudhan (87. Queder), Backes, Bothe, Herder, Wisnewski (67. El Moutaouafik).Tore: 0:1 (25.) Sahinli, 1:1 (41.), 1:2 (55.) Sahinli, 2:2 (73.) Wloch.Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte gegen Hüls (70.) wegen Ballwegschlagens. Scholka pariert Handelfmeter (81.). Rote Karte gegen Hüls (87.) wegen groben Foulspiels, Rote Karte gegen Hüls (87.) wegen Tätlichkeit, Rote Karte gegen Bothe (87.) wegen Tätlichkeit.

 

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