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VfB: Vorgaben halten nur fünf Minuten - 0:4-Niederlage

CASTROP-RAUXEL Vielleicht mit zwei Toren zu hoch ausgefallen wäre die 0:4 (0:1)-Niederlage seines VfB Habinghorst bei Mengede 08/20, meinte nach dem Spiel Trainer Dieter Beleijew, der trotzdem die Leistung seiner dezimierten Mannschaft lobte. Die Dortmunder von der Castrop-Rauxeler Stadtgrenze gingen in ihrem Volksgarten richtig zur Sache.

von Von Jürgen Weiß

, 31.08.2008
VfB: Vorgaben halten nur fünf Minuten - 0:4-Niederlage

Philipp Nährig wurde ein Elfmeter versagt. Aber ob der dem VfB geholfen hätte?

Beleijew, der ohne Hochzeiter Marcus Plarre sowie den sich am Freitag verletzten Daniel Pape und Hayder Bozkurt (Beleijew: "Von den länger Verletzten rede ich gar nicht") antreten musste, hatte sich das ganz anders vorgestellt: "Wir wollten hinten gut stehen und dann einige Konter fahren."

Gleich nach fünf Minuten war die Vorgabe über den Haufen geworfen. Eine lange Flanke, die auch Torwart und Neuzugang Daniel Kozakowski, der für André Dante spielte, nicht abfangen konnte, fand einen Stürmer am zweiten Pfosten: 0:1. Beleijew schimpfend an der Linie: Ein Tor wie letzte Woche." Dass es jetzt bei vom VfB-Trainer geschätzten "35 Grad" überaus schwierig wird ins Spiel zu kommen, war klar. Und es gelang.

Pape spielt gegen Olschewski

Habinghorst nahm die Zweikämpfe an, André Pape ließ Ex-Kollege Marc Olschewski zunächst nicht ins Spiel kommen und vorne gab es Chancen. Die beste Gelegenheit notierte sich der Habinghorster Trainer kurz vor der Pause. Philipp Nährig wird im Strafraum in die Hacken getreten, doch der fällige Elfmeterpfiff blieb aus. Beleijew: "Das war einer, ganz sicher!"

Eine Minute vor dem Wechselpfiff sträubten sich dem Coach die Haare. Martin Kapitza spielte Sebastian Purchla an. Doch der junge Mann, der im letzten Spiel nach einem Tritt an den Kopf kurzzeitig ins Krankenhaus gebracht wurde, brachte es fertig aus fünf Metern einen Gegenspieler auf der Torlinie zu treffen. "Uns fehlt die Durchschlagskraft vor dem Tor", hatte sein Trainer ja schon häufiger erwähnt.

In der Halbzeitpause die gleichen Gespräche wie gut 50 Minuten zuvor. Doch auch hier ging der Schuss nach hinten los. "Sicher stehen und die defensiven Zweikämpfe gewinnen", hatte Beleijew seinen Mannen wieder mit auf den Rasen gegeben. Und auch hier konnte der Wunsch gleich wie zu Beginn in die "Tonne" befördert werden. Nach einem Eckball (50.) kam ein Mengeder am Strafraum frei zum Schuss. Kozakowski im Tor schien keine Sicht auf den Schützen zu haben, denn der nichtmals harte Schuss suchte sich den Weg durch viele Spielerbeine zum 2:0.

"Ganz fair" - Beleijew lobt Spieler des Gegners Jetzt war den mitgereisten Fans und in erster Linie Trainer Beleijew klar, dass für sein Team bei diesen Temperaturen die Sache gegessen war. Und Olschewski war es dann, der für Mengede das 3:0 (80.) schoss. Obwohl von Pape gefoult, rappelte sich der Mittelfeldspieler auf und vollendete. Beleijew: "Das hat der Marc ganz fair gemacht. Andere fallen theatralisch hin und Pape hätte sicherlich die Rote Karte bekommen."

Und neben Olschewski versprühte ein weiterer Europastädter seine Duftnote. Christian Grond, viele Jahre für die Spvg Schwerin am Ball, nutzte seine Schnelligkeit um die nun müden Gäste-Akteure beim 4:0 (89.) zu überlaufen. Selbst das Ehrentor, das David Wencel vor den Füßen lag, hätte Habinghorst an diesem heißen Tag keine Abkühlung gebracht.

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