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VfB Westhofen hat einen Nationalspieler

WESTHOFEN Dass die Fußballer des VfB Westhofen einen ehemaligen Jugendnationalspieler in seinen Reihen haben, ist bisher noch nicht allzu weit verbreitet. Aber es ist so. Denn Yahor Lushchylin hat bereits zwei Spiele im Trikot seiner Nationalmannschaft auf dem Buckel. Und wenn er nicht in Deutschland wäre, würde er sich wahrscheinlich regelmäßig das weißrussische Nationaltrikot überstreifen.

von Von Bastian Bergmann

, 27.11.2007
VfB Westhofen hat einen Nationalspieler

Yahor Lushchylin hat zwei Spiele im Trikot seiner Nationalmannschaft auf dem Buckel.

Der 20-Jährige ist seit nunmehr vier Jahren in Deutschland. Seine Mutter hatte damals geheiratet und Yahor mitgenommen. Bevor er dieses Jahr zum VfB Westhofen wechselte, spielte er in der Jugend für die ÖSG Viktoria Dortmund, in Körne, Waltrop und für den TSC Eintracht Dortmund.

Starker Rückhalt

Eigentlich war Lushchylin beim VfB als Torwart für die zweite Mannschaft vorgesehen, da er fast die gesamte Saisonvorbereitung verpasst hatte. Doch schnell stellte sich heraus, dass er ein wirklich starker Rückhalt sein kann, und nach dem Ausscheiden des langjährigen Stammtorwarts Thorsten Hartleb ist er nun die Nummer eins zwischen den Pfosten des Bezirksligisten. "Eigentlich sollte es ein Zweikampf mit Thorsten sein", erklärt der Keeper, "aber jetzt bin ich erstmal allein übrig geblieben. Es war und ist immer mein Ziel, erster Torwart zu sein."

Trotz seiner jungen Jahre kann Lushchylin schon besondere Erfahrungen vorweisen. Denn in der weißrussischen U16-Naionalmannschaft stand er bei zwei Freundschaftsspielen im Tor. Vor fünf Jahren setzte es gegen die Türkei eine 1:5-Niederlage. Dafür behielt Yahors Team gegen Italien mit 1:0 die Oberhand. "Das war natürlich das schönere Spiel", lacht er.

Zu umständlich

Ginge es nach dem weißrussischen Fußballverband, würde der VfB-Keeper wohl nach wie vor das Tor der Nationalmannschaft hüten. "Sie wollten mich die ganze Zeit. Aber es ist zu umständlich, weil ich in Deutschland lebe", beleuchtet er seine Situation. Und seine Enttäuschung hält sich in Grenzen. "Ich habe Spaß am Fußball. Das ist das Wichtigste."

Sein Können stellte Lushchylin auch schon letzte Saison auch bei den Hallenstadtmeisterschaften in Dortmund unter Beweis. Dort sicherte er sich den Pokal für den besten Torwart. Und nun will er auch endlich für die Westhofener regelmäßig ins Geschehen eingreifen, nachdem er sich Ende Oktober mit einer Tätlichkeit zwischenzeitlich selbst ausgebremst hatte.

Doch nun ist seine Sperre abgelaufen. Im Kreispokal spielte Lushchylin am vergangenen Samstag schon erstmals "zu Null", und jetzt will er auch in der Meisterschaft wieder sein Können unter Beweis stellen. "Es kribbelt in den Fingern", verrät er - in Westhofen wird man sich freuen, ihn zwischen den Pfosten zu haben.