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VfL dreht das Spiel gegen Ergste zum 4:3 / Auch Westhofen steht im Endspiel

Fußball-Stadtmeisterschaft

Nach zwei sehr spannenden Halbfinalpartien am Donnerstagabend stehen der VfL Schwerte und überraschend auch der VfB Westhofen im Endspiel der 37. Fußball-Stadtmeisterschaft.

von Markus Leyk, Linus Jäger

Ergste

, 02.08.2018
VfL dreht das Spiel gegen Ergste zum 4:3 / Auch Westhofen steht im Endspiel

Rassiger Zweikampf aus dem ersten Halbfinale: Julian Salwik (Nummer 14) musste sich mit der SG Eintracht Ergste dem VfL Schwerte (hier mit Fabian Siepmann) nur knapp geschlagen geben. © Bernd Paulitschke

VfL Schwerte - SG Eintracht Ergste 4:3 (0:2)

In einem umkämpften Halbfinale hat der VfL Schwerte trotz zweimaligen Rückstands die SG Eintracht Ergste mit 4:3 besiegt und damit die Chance auf die Titelverteidigung gewahrt.

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag: Eine Bogenlampe von Benjamin Gladkowski köpfte Julian Salwik ins kurze Eck zur frühen Führung für die Ergster. In der Folgezeit hatte der VfL zwar optische Vorteile, doch Ergste war durch Konter gefährlich. So auch, als Gladkowski in abseitsverdächtiger Position angespielt wurde und den mitlaufenden Azercan Cifci bediente. Dieser musste nur noch einschieben – 2:0 (20.). Kurz danach hatte der Torschütze sogar das 3:0 auf dem Fuß. Stefan Ladkau klärte einen langen Ball in die Füße von Cifci, doch dieser verfehlte aus 30 Metern das leere Tor nur knapp.

Und was kam vom VfL? Eindeutig zu wenig. So wechselte Trainer Silberbach bereits nach einer guten halben Stunde Alexander Bahr ein, doch bis zur Pause änderte sich wenig. In der Kabine hatte wohl Silberbach die richtigen Worte gefunden. Mit viel Dampf kam sein Team in die zweite Hälfte. Doch die große Chance zum 3:0 hatte Gladkowski, als er nach einem Solo nur den Pfosten traf. Zwei Minuten später der Anschlusstreffer: Eine Podubrinn-Flanke verlängerte Bahr per Kopf in lange Eck.

Zehn Minuten später überschlugen sich die Ereignisse. Bahr wurde im Strafraum gefoult, doch seinen Elfmeter parierte Schneider stark. Die folgende Ecke köpfte Podubrinn zum Ausgleich ins lange Eck. Aber Ergste kam zurück. 120 Sekunden später gelang Gladkowski die erneute Führung. Nun ließ der VfL sich nicht lange bitten: Dennis Uhle traf aus 20 Metern unhaltbar zum 3:3 in den Winkel.

Jetzt drückte der Bezirksligist auf den Sieg und wurde belohnt: Bahr flankte auf Lars Maron, der zum 4:3 vollendete. Ergste warf nochmal alles nach vorne und traf auch noch. Doch das Tor von Leon Hinrichs in der Nachspielzeit wurde wegen vermeintlicher Abseitsposition nicht anerkannt.

Schwerte: Stefan Ladkau (46. Lukas Knoblauch), Robin Heuft, Salman Tilkidag (46. Fabian Siepmann), Christoph Lengowski, Welf-Alexander Wemmer, Dennis Uhle, Lukas Beßlich (46. Luca Vöckel), Maximilian Grünscheidt (46. Lars Maron), Simon Ortiz (33. Alexander Bahr), Sebastian Kozlowski, Eugen Grauberger (46. Dominik Podubrinn).

Ergste: Dustin Schneider, Josse Zeising, Sebastian Kulke, Alexander Göbel (35. Morten Voß), Justin Leyk (75. Vincent Lautenschläger), Julian Salwik, Azercan Cifci (81. Sidney Capraro), Marten Kaschke, Bejamin Gladkowski, Jonas Oelgeklaus (60. Leon Hinrichs), Philip Langfeld.

Tore: 0:1 Salwik (1.), 0:2 Cifci (20.),1:2 Bahr (56.) 2:2 Podubrinn (70.), 2:3 Gladkowski (72.), 3:3 Uhle (74.), 4:3 Maron (80.).


Geisecker SV - VfB Westhofen 8:9 n.E. (2:2, 1:2)

Die Überraschung ist perfekt: A-Ligist VfB Westhofen steht im Endspiel der Stadtmeisterschaft. Die Westhofener zwangen am Donnerstagabend im zweiten Halbfinale den klassenhöheren Geisecker SV im Elfmeterschießen in die Knie. Dustin Zahlmann war um 22.10 Uhr der Matchwinner für den VfB, der den entscheidenden Elfer zum 9:8 verwandelte.

Dieses hitzige, aber keinesfalls harte Spiel hatte diesen Showdown verdient, auch wenn Geisecke mehrere Hochkaräter in der zweiten Halbzeit vergab. Doch beginnen wir in der 19. Minute, denn Pothamnn schoss nach Hüser-Vorarbeit zum Geisecker 1:0 ein. Danach übernahm der kleinlich pfeifende Schiedsrichter Yassin Andaloussi aus Hagen die Hauptrolle, da dieser nach gut einer halben Stunde beide Trainer des Feldes verwies (33.).

Es sollte ein Wachmacher für den VfB gewesen sein, der das Spiel noch vor der Halbzeit drehte: Beim Ausgleich profitierte das Pajdzik-Team von einer Geisecker Fehlerkette, an deren Ende Moldenhauer zum 1:1 traf (41.). Mit dem Pausenpfiff köpfte Zahlmann freistehend zum 2:1 für den Außenseiter ein (45. +2). Nach der Pause entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor, doch VfB-Torwart Fischer brachte die „Kleeblätter“ zur Verzweiflung. Nachdem Schipper an die Latte schoss (47.), scheiterte Hüser mehrfach aussichtsreich am Westhofener Schlussmann (47., 50., 58.). Der Ausgleich war überfällig und Pothmann erlöste seine Farben kurz vor Schluss auf Vorarbeit von Hüser (87.). Das Spiel war noch nicht vorbei, denn beide Teams hatten noch Großchancen zum Sieg: Wielgosz scheiterte aus fünf Metern an Torwart Helmdach (88.) und Hüser schoss freistehend am langen Pfosten vorbei (90. +3). Das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen und ausgerechnet Pothmann wurde nach seinem Pfostenschuss zum tragischen Helden.

Geisecke: Tim Helmdach, Calvin Höptner, Tobias Thiele (69. Jonathan Zunda), Florian Ruß (64. Dennis Huck), Patrick Filla, Julian Hüser, Luis Pothmann, Alexander Heinz (80. Jonas Hudek), Dustin Schütte, Lars Veith (46. Marius Manecki), Marc Schipper (54. Tom Borkenstein).

Westhofen: Benjamin Fischer, Björn Schulte-Tillmann, Damian Lingemann (57. Michalis Kakoulidis), Mark Moldenhauer, Stefan Miller (57. Damian Wielgosz), Lukas Winczura, Mustafa Mecal, Pascal Monczka, Pascal Gerlach (68. Maurice Chriske), Yannick Hoffmann, Dustin Zahlmann.

Tore: 1:0 Pothmann (19.), 1:1 Moldenhauer (41.), 1:2 Zahlmann (45.+2), 2:2 Pothmann (87.).

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