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VfL dreht nach der Pause richtig auf

SCHWERTE Ein erstes Teilziel ist erreicht: Der VfL Schwerte konnte zum Abschluss der Hinrunde die Abstiegsplätze verlassen. Mit einem hochverdienten 4:1-Sieg über den Lüner SV verdrängten die Blau-Weißen den SSV Buer aufgrund der Tordifferenz und haben vor allem den Anschluss an das Mittelfeld hergestellt.

von Von Jörg Krause

, 18.11.2007
VfL dreht nach der Pause richtig auf

Auch wenn der junge Serkan Arslan (re.) in dieser Szene zu klein gewachsen ist, konnte er seine Aufstellung rechtfertigen. Der VfL überzeugte gegen Lünen.

Noch besser: Der VfL spielte auch ansehnlichen Fußball. Von Beginn an hatten die Schwerter den Nachbarn im Griff, setzten in teilweise bereits in der eigenen Hälfte unter Druck und spielten sich Torchancen heraus. Allein diese wurden zunächst nicht genutzt.       

 Flamme, der sehr agil und spritzig wirkte, lieferte eine starke Partie ab. Unterstützt wurde er im Sturm diesmal vom jungen Arslan, der für Peterson auflief. Den Jubel auf den Lippen hatten die VfL-Anhänger in der 20. Minute, als eine Hereingabe von Sprenger durchrutschte, aber der wohl selber verdutzte Flamme aus fünf Metern Keeper Brochtrup anschoss. Zweimal hatte Flamme Pech im Abschluss und ein Schuss von Podeschwa, nach Vorarbeit von Flamme, wurde noch abgefälscht.

Podeschwa trifft

Keine Frage, der VfL hatte bereits im ersten Abschnitt überzeugt, einzig der Lohn ließ noch auf sich warten. Doch kaum war die Partie wieder angepfiffen, machte die Kneuper-Elf ernst: Sprenger auf Aslan, der legte quer und Flamme drückte ein. Der Jubel war kaum verhallt, da kam Podeschwa nach einem Aslan-Einwurf an den Ball und schoss ins lange Eck - der erste Verbandsliga-Treffer für Podeschwa im VfL-Trikot.

Vier gegen eins Der VfL spielte sich in einen Rausch. Ein langer Ball von Dos Santos fand Arslan, der Brochtrup ausspielte und zum 3:0 einschob. Damit war die Partie gelaufen, auch wenn Madanoglu noch der Ehrentreffer gelang. Lünen zeigte Auflösungserscheinungen, musste nach der Verletzung von Faralich (82.) sogar in Unterzahl weiterspielen. Bezeichnend das 4:1, als der VfL mit vier gegen eins im Lüner Strafraum auftauchte und Flamme schließlich uneigennützig für Aslan auflegte. Ein erfrischender Auftritt des VfL, der für die Rückrunde hoffen lässt. Jörg Krause

 VfL Schwerte - Lüner SV 4:1 (0:0)

Schwerte: Krishan Weber, Sebastian Schrage, Marcel dos Santos, Steve Kozole, Gregor Podeschwa, Mehmet Tuday, Mehmet Aslan (86. Sebastian Kroth), Dennis Tost (34. Berkan Vardi), Serkan Arslan (87. Matthias Roos), Philipp Sprenger, David Flamme.

Lünen: Robert Brochtrup, Izzet Ceylan (56. Georgi Japajiche), David Faralich, Osman Kumac, Norbert Kaczmarek (61. Lukas Hulboj), André Brösch, Dennis Koese, Thorsten Heinze (56. Simon Madanoglu), Gueney Kurt, Mark Bördeling, Dominik Hanke.

Tore: 1:0 (48.) Flamme, 2:0 (50.) Podeschwa, 3:0 (54.) Arslan, 3:1 (71.) Madanoglu, 4:1 (84.) Aslan.

Schiedsrichter: Thorben Siewer (Olpe).

Zuschauer: 240.

"Kiki" Kneuper (Trainer des VfL Schwerte): "Wir sind vorsichtig gestartet, aber ich war mir in der Halbzeit absolut sicher, dass wir dieses Spiel gewinnen. Was die Jungs vorne mit nach hinten gearbeitet haben, da fehlt es schon mal an der Konzentration im Abschluss. Wir haben die Abstiegplätze verlassen, aber wir haben noch nichts erreicht. Dennoch: Es ist Licht am Tunnel."

Mark Bördeling (Spielertrainer des Lüner SV): "Es war ein gutes Spiel nur von einer Mannschaft. Der VfL hat auch in der Höhe verdient gewonnen. Ich muss mal die Zeitung mit der Tabelle zum Training mitbringen, damit einige langsam den Ernst der Lage erkennen. Der VfL hat das Spiel von der ersten Sekunden an beherrscht."