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VfL ist knallhart auf dem Boden gelandet

SCHWERTE "Vor einer Woche habe ich in ausschließlich glückliche Gesichter geguckt, diesmal waren es nur traurige Gesichter." Die Aussage von Trainer "Kiki" Kneuper verdeutlicht, dass der VfL Schwerte nach Kneupers glänzendem Einstand gegen Kornharpen (3:2) knallhart auf dem Boden der Realität gelandet ist.

VfL ist knallhart auf dem Boden gelandet

Sein Gesichtsausdruck verrät nichts gutes: VfL-Trainer "Kiki" Kneuper hat einem seiner Spieler ein "knallhartes Männergespräch" angekündigt.

Das Gegentor sechs Minuten vor Schluss, das die 1:2-Niederlage gegen den BV Brambauer besiegelte, tat richtig weh. Und der Blick auf die Tabelle lindert die blau-weißen Leiden keineswegs. Zwar verloren die Schwerter in der Verbandsliga-Tabelle keinen Platz und bleiben Drittletzter, aber der Abstand zum rettenden Ufer hat sich von drei auf sechs Zähler vergrößert.

So bleibt Kneuper kaum etwas anderes übrig, als sich als Kämpfernatur zu geben: "Wer hinfällt, muss auch wieder aufstehen", sagt der Coach, der sich auch mit einem Tag Abstand noch ziemlich darüber ärgerte, nicht wenigstens einen Zähler am Schützenhof behalten zu haben. "Wir waren doch auf Augenhöhe", blickte Kneuper nochmal zurück.

Ganz bewusst habe er beim Stand nicht auf Risiko spielen lassen. Aber dann: Ein Freistoß, eine offenbar unzureichende Absprache unter den beteiligten Defensivspielern (Kneuper: "Bei der Zuteilung hätte ich gerne mal Mäuschen gespielt") und schon war's passiert - 1:2 verloren.

Oliver Rost war zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr auf dem Platz. Schon nach 20 Minuten musste der Youngster verletzungsbedingt runter. "Wirklich schade - Olli hat unheimlich schnell ins Spiel gefunden und Akzente gesetzt. Sein Ausfall tat richtig weh", meinte der Trainer, der einen Tag nach dem Spiel noch nicht mit einer genauen Diagnose dienen konnte.

Auffallend lustlos - jetzt folgt ein "knallhartes Männergespräch"

Ein anderer Akteur dürfte dagegen kaum noch auf einen grünen Zweig bei Kneuper kommen. Ganz bewusst verzichtete Kneuper darauf, den Namen des Kritisierten zu nennen. Dass es sich jedoch um den nach seiner Einwechslung auffallend lustlosen Berkan Vardi handelt, ist jedoch ein offenes Geheimnis. Ein "knallhartes Männergespräch" kündigte Kneuper an, "dann soll er sagen, wie er sich das hier beim VfL Schwerte in Zukunft vorstellt."

Ob der Trainer nach Savas Demirci mit Vardi einen zweiten Akteur ausbootet, steht offenbar noch nicht fest. Personelle Veränderungen beim VfL zur Winterpause scheinen jedoch alles andere als utopisch. "Ich halte meine Augen und Ohren offen. Das ist doch meine Pflicht als Trainer", sagt Kneuper.

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